27. Juli 1942: Deportation nach Theresienstadt

Vor siebzig Jahren wurden Siegerländer und Wittgensteiner Jüdinnen und Juden in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Das Kreisarchiv hat aus diesem Anlass eine Aufstellung erstellt, die diejenigen beinhaltet, die aus dem heutigen Kreisgebiet  nach Theresienstadt deportiert wurden. Außerdem enthält die Liste die Personen, die im derzeitigen Kreisgebiet geboren wurden, aber zum Zeitpunkt der Deportation woanders lebten. Ergänzend finden sich auch Jüdinnen und Juden, die später nach dem 27. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden.

Die Aufstellung enthält die Informationen der einschlägig online verfügbaren Datenbanken – Bundesarchiv, Yad Vashem, JewishGen, Westphalian Jews und die Datenbank des Kölner NS-Dokumentationszentrums. Ferner wurde die Datenbank des Aktiven Museum Südwestfalen ausgewertet. Redaktionsschluss war das Frühjahr 2009.
Link zur PDF: https://www.siwiarchiv.de/wp-content/uploads/2012/07/Theresienstadt.pdf

Archivischer Ferientipp: „Lambert und Laurin“ spielen

Halbzeitbilanz

Zu Beginn der Sommerferien hat das Kreisarchiv darauf hingewiesen, dass das archivische Computerspiel „Lambert und Laurin“ jetzt mit Hilfe eines Lösungsbuches bequem von zu Hause aus gespielt werden kann. Den bis heute 55 Spielerinnen und Spieler, die diese Gelegenheit genutzt haben, wünschen wir weiterhin viel Spaß. Alle anderen, die jetzt auch „Lambert und Laurin“ spielen wollen, finden hier alle notwendigen Informationen:
https://www.siwiarchiv.de/2012/06/lambert-und-laurin/

Neues Kleid für die Wilhelmsburg dank Sanierung und Förderung

Sie ist eines der prägenden Gebäude in der Hilchenbacher Stadtmitte: die Wilhelmsburg. Aber auch an diesem Bauwerk hat der „Zahn der Zeit“ mittlerweile sehr genagt. Daher haben der Bauausschuss, der sich zuvor in einer Ortsbesichtigung selbst vom schlechten Zustand überzeugt hat, und der Rat der Stadt Hilchenbach in ihren Juni-Sitzungen die Sanierung der Wilhelmsburg beschlossen. Weiterlesen

Vor 99 Jahren: Fritz Andreas Schubert (1913-1991) –

Erster Bibliothekar der Siegerland-Bücherei

Fritz-Andreas Schubert wurde am 24. Juli 1913 in Dortmund geboren. Sein Vater Johann Rudolf Schubert, Buchbinder, war mit Emma Schubert, geborene Janzen, verheiratet.

Der Vater kam an Lungentuberkulose erkrankt aus dem Ersten Weltkrieg zurück. Fritz wuchs mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder in einem Dortmunder Arbeiterviertel auf. Er besuchte die Volksschule und konnte trotz bestandener Aufnahmeprüfung die Oberschule nicht besuchen, da seine Eltern nicht das Schulgeld bezahlen konnten. Weiterlesen

Archivisches Sammlungsgut: Partnerschaftsgeschenke III

Retty Steffenson, „Parkeringsplats Grenaa“
Aquarell, 29,5 x 39,5 cm
Gastgeschenk aus dem Jahr 1989

Der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Gemeinde Grenaa in Dänemark sind seit vielen Jahren befreundet. Gegründet wurde die Partnerschaft im Mai 1967, als die Königlich Dänische Botschaft einen Jugend- und Ratsherrenaustausch vermittelte. Im Mai 1967 wurde die erste Delegation aus Grenaa im Altkreis Siegen empfangen. Wenige Monate später fand der Gegenbesuch einer Delegation aus Siegen statt. Mit den Jahren hatten sich Kontakte auf verschiedenen Ebenen entwickelt, unter ihnen auch ein Austausch im Bereich der Erwachsenenbildung.