Informationsfreiheitsgesetz gegen Archivgesetz

Christian Hauschke weist in seinem Blog infobib auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zum Verhältnis von Informationsfreiheitsgesetz (2006) und Bundesarchivgesetz hin. Seit dem 16. Februar 2016 fertiggestellt ist die Arbeit über den Sachstand zu „Archiv- und Urheberrecht“ (WD 7 – 3000 – 028/16) als PDF verfügbar. Sie befasst sich u.a. mit dem unterschiedlichen Fristen im Bundesarchivgesetz und dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes befasst. Einem Leitsatz gleich kommt das Gutachten bei dieser Fragestellung zu folgender Aussage (S. 8):

“ ….. Nach dem BArchG beträgt die grundsätzliche Sperrfrist zur Einsichtnahme 30 Jahre. Aufgrund des Inkrafttretens des IFG zum 01.01.2006 ist jedoch eine Einsichtnahme auf entsprechenden Antrag hin möglich. Deswegen wird die Sperrfrist von 30 Jahren dispensiert, soweit zuvor eine Einsichtnahme nach dem IFG möglich war. Im Ergebnis bedeutet das, dass die 30jährige Sperrfrist nicht für solche Unterlagen gilt, die nach dem 01.01.2006 an das Archiv abgegeben worden ist. …..“ Weiterlesen

Fernsehtipp „Die Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg“

Morgen, 15.45 – 16.30 Uhr, WDR

„Julia Melchior besucht [in der Reihe „Adelsdynastien in NRW“] den Chef des Hauses Sayn-Wittgenstein, Prinz Richard, und seinen Sohn, Erbprinz Gustav. Vater und Sohn führen sie durch den imposanten Wald der Familie und geben einen Einblick in die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Während die Herren des Hauses die meiste Zeit mit der Verwaltung des Besitzes verbringen, ist Tochter Nathalie auf dem Reitplatz anzutreffen. …..“

Link zur Erstsendung (2012)

Wittgenstein 1 (2016) angekündigt

Inhalt:
Friedrich Opes: Der unterschlagene Ochse – szenisches Spiel in drei Akten
Ernst Imhof: Wie der elektrische Strom ins Lahntal kam
Klaus Mengel: Der Streit um die Nachfolge des 83-jährigen Elsoffer Pfarrers Jüngst
Heinrich Imhof: 1816 – das Jahr ohne Sommer und die Auswirkungen auf die Auswanderung aus Wittgenstein
Paul Riedesel: Eine Kette, die ein ganzes Jahrhundert lang war
Fritz Weber/Walter Dörr: Das Roths-Haus in der Zeit, als Wittgenstein zum Großherzogtum Hessen gehörte
Hans Wied: Erinnerung an einen grausamen Mord und Selbstmord in Laasphe (Schluss)

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Zeitschrift Wittgenstein

Literaturhinweis: Marcel Lepper/Ulrich Raulff (Hrsg.): Handbuch Archiv. Geschichte, Aufgaben, Perspektive

HbArchivRaulffVerlagswerbung: “ Institution Archiv gestern, heute und morgen. Was macht Archive so wichtig? Als politisches und kulturelles Gedächtnis initiieren und beherbergen sie zum einen Forschung, zum anderen führen sie den öffentlichen Dialog. Die Idee des Archivs und die Institution, Theorie und Praxis, Begriff und Metapher des Archivs werden im Handbuch ausführlich erfasst – die heutigen Funktionen öffentlicher Archive in Deutschland und Westeuropa im globalen Kontext betrachtet. Interessant: der Vergleich mit privaten Praktiken des Sammelns und Erschließens.“

Autoren:
PD Dr. Marcel Lepper, Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik und Leiter des Forschungsreferats im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Privatdozent an der Universität Stuttgart
Prof. Dr. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach

ca. 432 S., Gebunden, ISBN: 978-3-476-02099-4

Ausstellung „Siegen an der ‚Heimatfront‘. 1914-1918“. Führungen

Buchung und Reservierung von Gruppenführungen durch die Ausstellung

Für die Ausstellung „Siegen an der ‚Heimatfront‘. 1914-1918: Weltkriegsalltag in der Provinz“, die vom 17. April bis 19. Juni 2016 im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss gezeigt wird, können ab sofort auch Gruppenführungen gebucht werden! Für Rückfragen und Reservierungen steht Herr Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen unter der Rufnummer 0271 / 404-3090 oder per Mail unter c.brachthaeuser@siegen.de zur Verfügung. Weiterlesen

Weiteres Kuhmichel-Werk im Geisweider Rathaus

Kulturausschuss-Vorsitzende Traute Fries, Künstlertochter Inge Kuhmichel sowie Astrid Schneider von der städtischen Kulturabteilung und Stadtbaurat Michael Stojan präsentierten die Schweißplastik der Öffentlichkeit. (Foto: Stadt Siegen)

Kulturausschuss-Vorsitzende Traute Fries, Künstlertochter Inge Kuhmichel sowie Astrid Schneider von der städtischen Kulturabteilung und Stadtbaurat Michael Stojan präsentierten die Schweißplastik der Öffentlichkeit. (Foto: Stadt Siegen)

Nach den Bronzereliefs – sie hingen zuvor im ehemaligen Krupp-Hochhaus an der Geisweider Straße – des bekannten Siegerländer Künstlers Hermann Kuhmichel schmückt nun ein weiteres seiner Werke das Geisweider Rathaus: Stadtbaurat Michael Stojan präsentierte am Mittwoch, 16. März 2016, eine dreiteilige Schweißplastik, die Motive aus der Arbeitswelt zeigt.

„Mit der Schweißplastik konnte ein beeindruckendes Werk des für die Stadt Siegen wichtigen Künstlers Hermann Kuhmichel in einem würdigen Rahmen gesichert werden“, sagte Stadtbaurat Michael Stojan. Weiterlesen

„Tagesbrüche“ – Lesung mit Autor Achim Heinz

Heute, 15:00, Bergbau-Museum Herdorf-Sassenroth

heinztagesbruchAchim Heinz, Leiter des Bergbaumuseums in Herdorf- Sassenroth, hat in seinem Roman die einstige Lebenswelt der Bergleute und ihrer Familien mit Ereignissen der Gegenwart verknüpft.
Was verbindet einen 17jährigen Bergarbeiter um 1890 mit einer 11jährigen Schülerin 2004?
Der hiesige Bergbau um 1890. Tief unter der Erde arbeitet der 17jährige Joseph. Dort ist er Tag für Tag mit dem Grubenpferd Max in einer Eisenerzgrube unterwegs. Bei einem Grubenunglück bewährt der Pferdejunge sich. Bald ist er dort unten in geheimer Mission unterwegs. Doch was treibt der unheimliche Bergmann Hugo bei seinen nächtlichen Ausflügen, für die er sogar nüchtern bleibt?
Um 2004. Die 11jährige Linda kurvt wieselflink durch ihren nicht immer einfachen Alltag. Dabei entwickelt sie eine enorme Fähigkeit zur Selbstdarstellung. Fantasievoll schafft sie es, das tägliche Leben mit ihrer überforderten Mutter zu meistern. Doch ihre Welt droht einzustürzen. Linda sieht sich Herausforderungen gegenüber, die für sie kaum zu bewältigen sind.

Was hat Lindas Welt mit der uralten Bergbaugeschichte zu tun? Warum zweifelt ein Jäger immer wieder an seinem Verstand? Wie kann die Vergangenheit Linda helfen? Und was ist eigentlich das »Geheimnisvolle Geräusch«? Die „Tagesbrüche“ bringen es an den Tag.

Ausstellung „Künstler des Siegerlandes“

Museum Wilnsdorf, 20. März – 17. April 2016

Bildunterschrift: Im Museum Wilnsdorf sind ab 20. März einige Bilder aus der Sammlung Siegerländer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts ausgestellt, darunter Werke von Hermann Manskopof (re.) und Willi Schütz (li.).

Im Museum Wilnsdorf sind ab 20. März einige Bilder aus der Sammlung Siegerländer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts ausgestellt, darunter Werke von Hermann Manskopof (re.) und Willi Schütz (li.).

„Eine kleine Werkschau Siegerländer Künstler ist ab dem 20. März im Museum Wilnsdorf zu sehen. Die Bilder stammen aus einer Sammlung des Museums, in der über fünfhundert Zeichnungen, Aquarelle und Acrylgemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert zusammengetragen sind. …..

Die ausgestellten Werke entspringen den Händen namhafter Künstler wie Karl Jung-Dörfler, Hermann Manskopf, Adolf Sänger, Martin Schulz, Willi Schütz und anderen. Entsprechend viele unterschiedliche Maltechniken und Motive gestalten eine bunte, abwechslungsreiche Ausstellung. Die Werke sind bis 17. April 2016 zu sehen.“
Quelle: Museum Wilnsdorf, Ausstellungen

Stift Keppel geht „Unter Tage“

Lehrprojekt der Ruhr-Universität Bochum und der Robert Bosch Stiftung startete am 23.02.2016 unter Beteiligung von Hilchenbacher Schülern. Thema sind Bergwerksrealitäten und Phantasien von der Welt „unter Tage“

RUBKeppelAm 23. Februar 2016 startete am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität ein großangelegtes Lehrprojekt, an dem mehrere Bochumer Professuren sowie Partnerinstitutionen beteiligt sind. Das Projekt wird größtenteils von der Robert Bosch Stiftung finanziert und ist Teil des renommierten „Denkwerk“-Programms, das darauf abzielt, SchülerInnen und LehrerInnen einen Einblick in aktuelle geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu ermöglichen.

Unter Leitung von Professor Dr. Sebastian Susteck vom Arbeitsbereich germanistische Literaturdidaktik wird über einen Zeitraum von drei Jahren an der Erforschung von historischer Bergwerksrealität und Bergwerksphantasien in Kunst und Alltagskultur gearbeitet. Für SchülerInnen wird ein Schlüsselthema zum Verständnis der eigenen Heimat geöffnet, sei es das Ruhrgebiet oder das Siegerland oder weiterer Bergwerksregionen. Am Projekt noch beteiligt sind u.a. das Alfried-Krupp-Schülerlabor der Ruhr-Universität, das Deutsche Bergbaumuseum Bochum, das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt (Dortmund) sowie zwei Schulen in Bochum, je eine Witten und Hagen sowie das Gymnasium Stift Keppel in Hilchenbach. Von dort nehmen insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler teil, sie stellen damit die größte Forschergruppe im Projekt. Die SchülerInnen aus den zwei Regionen Ruhrgebiet und Siegerland forschen unter dem Titel „Unter Tage“ zur Frage, wie die Welt unter Tage literarisch, dokumentarisch und künstlerisch erfasst wurde. Welche Phantasien sind aus ihr hervorgegangen und haben von Romanen über Filme bis hin zu Bildbänden und Werbebroschüren des Fremdenverkehrs eine ganze (Text-Bild-)Kultur geprägt? Weiterlesen