Lehrerforbildung: „Handel, Macht, Kapital: Historische Dimensionen wirtschaftlichen Handelns“

HISTORICA ET DIDACTICA, am 7. und 8. Februar 2020 an der Universität Siegen

Ziel der Fortbildungsreihe HISTORICA ET DIDACTICA ist es, Unterrichtenden des Faches Geschichte aller Ausbildungsphasen und Qualifikationsstufen aktuelle Forschung und die Arbeit mit neuen Quellen zu ausgewählten Themen zunächst in Fachvorträgen vorzustellen. In anschließenden Workshops reflektieren die Referentinnen und Referenten zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht. Es werden Fragestellungen, Zugänge und Methoden diskutiert und Materialien präsentiert, die geeignet sind, den Schülerinnen und Schülern neue und spannende Facetten historischer Lebenswelten zu erschließen.

Durch die Auseinandersetzung mit ökonomischen Praktiken und Diskursen aus verschiedenen Zeitbereichen und regionalen Kontexten soll ein Bewusstsein für die Zusammenhänge von menschlichem Wirtschaften und anderen Aspekten der Lebenswelt geschaffen werden. Dieser kulturgeschichtliche Zugang zur Wirtschaftsgeschichte ermöglicht es, klassische Lehrplanthemen in neuer Weise aufzugreifen, die an aktuelle gesellschaftliche Debatten anknüpfen. So kann beispielsweise herausgearbeitet werden, dass die kapitalistische Wirtschaftsform keine anthropologische Konstante darstellt, sondern nur eine von vielen möglichen Formen ökonomischen Handelns ist, die ihre eigene Geschichte hat. Schülerinnen und Schüler werden durch diese historische Perspektivierung motiviert, sich differenzierte Urteile über verschiedene Wirtschaftsformen und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu bilden. Weiterlesen

Heute vor 25 Jahren: 1. Konzert des Studios für Neue Musik an der Universität Siegen

Heute, 20:00: Jubiläumskonzert „WIE DIE ZEIT VERGEHT. 25 Jahre Studio für Neue Musik“ in Zusammenarbeit mit dem Apollo-Theater Siegen. Kuss-Quartewtt spielt Musik von Ludwig van Beethoven, Martin Herchenröder, Bruno Mantovani, Enno Poppe und Aribert Reimann

Seit 1995 stehen Neue und neuste Musik im Fokus. Musikalische Avantgarde fernab der Metropolen, sozusagen ‚auf dem Lande‘? Kann so etwas gelingen? Als 1995 das Studio für Neue Musik der Universität Siegen ins Leben gerufen wurde, war genau das das Ziel: Neue und neuste Musik für jeden erlebbar zu machen, nicht dort, wo es sie schon lange gab, und nicht als elitäres Festival für ohnehin schon Eingeweihte, sondern als neuartigen, lebendigen musikalischen Baustein im kulturellen Mosaik in einer Universitätsstadt – für Studierende als Ergänzung der universitären Lehre und für die regionale Öffentlichkeit als Angebot für Neugierige, oder mehr: als Angebot, das dazu angetan war, neugierig zu machen. 2020 wird das Studio für Neue Musik nun „25“, ….

Zwei Elemente prägen seither die Veranstaltungsreihe – studentische Aufführungen, Performances und Projekte auf der einen Seite und Konzerte internationaler Spitzenmusiker auf der anderen. Denn: „Neue Musik muss live und auf höchstem künstlerischem Niveau gehört werden, nur so haben Hörerinnen und Hörer die Möglichkeit, ihre faszinierende Vielfalt zu erfahren und sie als angemessenen Ausdruck unserer Zeit und unserer Perspektive auf die Welt zu erleben“, sagt Martin Herchenröder (Foto links, Fotograf Armin Zedler), der die Reihe 1995 kurz nach seinem Dienstantritt als Professor an der Siegener Universität ‚erfand‘ und der sie seitdem künstlerisch und organisatorisch leitet. Weiterlesen

VHS-Kurs in Bad Berleburg: Lesen alter Handschriften – Fortgeschrittene

Bad Berleburg, Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 10 Abende:Mo. 12.02.2020 – Mo. 20.04.2020, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr, Kosten: 60,00 €, Klaus Homrighausen

Wer hat nicht schon zu Hause alte Briefe, Omas Poesie-Album oder ältere Dokumente gefunden und stand vor dem Problem, diese nicht lesen zu können. Dasselbe Problem stellt sich häufig, wenn man mit Hilfe der Kirchenregister Familienforschung betreiben will.
Allen denen will dieser Kurs Hilfen an die Hand geben. Anhand von lustigen, informativen und geschichtlich interessanten Texten aus dem 19. bis 16. Jahrhundert kann das Lesen der Sütterlin-Schrift und der deutschen Kurrentschrift gelernt und geübt werden.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Hilchenbach: Festakt zum 50. Todestag Hilchenbacher Ehrenbürgers Wilhelm Münker am 20. September 2020

Heute berät der Hilchenbacher Stadtrat den o. g. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der CDU-Fraktion vom 20.Januar 2020:
„Am 20. September 1970 – genau vor 50 Jahren also  – starb Wilhelm Münker im Alter von fast 96 Jahren. Bis heute lebt die Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Bürger unserer Stadt weiter. Viele fühlen sich aufgrund persönlicher Begegnungen mit ihm bleibend verbunden. Die Stadt hält ihm auf vielfältige Weise gedenkend die Treue und trägt Sorge dafür, dass das Leben und Wirken Wilhelm Münker im Dienste von „Heimat, Umwelt und Jugend“ (so der Titel einer vom Deutschen Jugendherbergswerk 1989 herausgegebenen Biographie) nicht in Vergessenheit gerät. Weiterlesen

VHS-Kurs in Bad Berleburg: Lesen alter Handschriften – Einsteiger

Bad Berleburg, Berufskolleg Wittgenstein, Raum 1117, Am Breitenbach 1, 10 Abende:Mo. 10.02.2020 – Mo. 27.04.2020, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr, Kosten: 60,00 €, Klaus Homrighausen

Wer hat nicht schon zu Hause alte Briefe, Omas Poesie-Album oder ältere Dokumente gefunden und stand vor dem Problem, diese nicht lesen zu können. Dasselbe Problem stellt sich häufig, wenn man mit Hilfe der Kirchenregister Familienforschung betreiben will.
Allen denen will dieser Kurs Hilfen an die Hand geben. Anhand von lustigen, informativen und geschichtlich interessanten Texten aus dem 19. bis 16. Jahrhundert kann das Lesen der Sütterlin-Schrift und der deutschen Kurrentschrift gelernt und geübt werden.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Universität Siegen besucht das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein

Zwei Studierendengruppen der Universität Siegen besuchten zu Beginn der Woche das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein. Angehenden Grundschullehrer*innen wurde die Arbeitsweise der Archive und der Aufbau des Archivwesens in der Bundesrepublik Deutschland vorgestellt. Bedeutende Stücke des Kreisarchivs wurden präsentiert (Ältestes Schriftstück, Briefe Louis Ernst, Goldenes Buch). Ein Schwerpunkt lag zudem auf Archivgut, das Archive als außerschulischen Lernort Grundschulen für Schwerpunkthtemen des Sachkundeunterrichtes anbieten können. Das Kreisarchiv stellte Schulchroniken und historische Photographien, die die baulichen Entwicklung von Orten dokumentierten, vor. Bei der zweiten Gruppe lag der Schwerpunkte auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die Archive (Stichwort: Digitale Langzeitarchivierung) sowie auf die Wege, Archivar+in zu werden.

Veranstaltungen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 26.01., 15.30 Uhr
Ort: Ratssaal Rathaus Siegen, Markt 2
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V. und Universitätsstadt Siegen

„Jüdische Familien aus Klafeld-Geisweid“
Begrüßung: Hans-Walter Klein
Grußwort: Bürgermeister Steffen Mues
Bildvortrag: Traute Fries
Vorstellung einer Broschüre

Montag, 27.01., 15.30 Uhr
Ort: Fred-Meier-Platz in Kreuztal-Littfeld, Grubenstraße 31
Mitveranstalter: Stadt Kreuztal

Ansprachen: Bürgermeister Walter Kiß und Pfr. Jochen Ahl, Ev.-Ref. Kgm Krombach
Mitwirkung: Jugendtreff Glonk und Schulchor der Grundschule Littfeld

Film „Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft“

24.1.2020, 19:00, Markt 25, 57072 Siegen, KrönchenCenter, Vortragsraum


»Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft« ist ein 1971 aufwendig produzierter Farbfilm über das Siegerland. Unter der Regie des bekannten Autors und NDR Mitarbeiters Peter Schier-Gribowsky ließen die Filmemacher kaum eine Gemeinde der Region aus. Neben einem spannenden Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt lassen insbesondere die Landschafts-, Stadt-und Dorfansichten, aber auch die Mode und Fahrzeuge den eigentümlichen Charme der 70er Jahre wieder lebendig werden. Weiterlesen

Vortrag: Wolfram Pyta „Der politische Lebensweg des Paul von Hindenburg“

Paul von Hindenburgs (1847-1934) politischer Lebensweg ist Thema eines Vortrags des Stuttgarter Historikers Professor Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart) im Rahmen der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am 23. Januar 2020 im KrönchenCenter im Vortragsraum der VHS statt.

Der als Kriegsheld gefeierte Hindenburg rückte als Reichspräsident der Weimarer Republik erneut in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Die siegreiche Schlacht bei Tannenberg des bereits pensionierten Offiziers gegen das russische Heer während des Ersten Weltkriegs begründete seinen Ruf. Damit war zugleich der Grundstein gelegt, ihn in konservativen Kreisen der Weimarer Republik als Integrationsfigur im zweiten Wahlgang um die Reichspräsidentschaft 1925 ins Rennen zu schicken. Diese Wahl gewann er ebenso wie die von 1932. Seine Amtszeit dauerte insgesamt mehr als acht Jahre, in die auch die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichkanzler am 30. Januar 1933 fiel.
Noch heute ist Hindenburg, 1933 zum Ehrenbürger der Stadt Siegen ernannt, durch die Bezeichnung von Straßen und Plätzen mit seinem Namen allgegenwärtig. Ob ihm diese Auszeichnung und damit eine Vorbildfunktion im öffentlichen Raum zu Recht zusteht, wird kontrovers diskutiert.

[Umbenennungen der Hindenburgstr. auf siwiarchiv:
Als aus der Sandstraße die Adolf-Hitler-Straße wurde
Siegener Straßenbenennungen in der NS-Zeit und in der frühen Bundesrepublik
Online-Datenbank zur NS-Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe freigeschaltet
Namensumbenennung der Hindenburgstraße in Hilchenbach]
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Siwiarchiv-Blogparade: #Archivesindnichtneutral ?

Es ist bereits zu einer Tradition geworden, dass siwiarchiv an seinem Geburtstag eine Blogparade startet.

Im September 2018 verabschiedete der Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands eine vieldiskutierte Resolution zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie. In der deutschen Archivwelt ist es zu weder zu einer Diskussion über die Neutralität der Archive in einer gefährdeten demokratischen Gesellschaft gekommen, geschweige denn zu einer Resolution.

Dies führt zu Fragen, um die die Texte der Blogparade kreisen können: Wie neutral  müssen Archive aus Sicht der Archivnutzenden oder der Archivträger sein? Fehlt eine vergleichbare Resolution der deutschen Archivwelt zur Demokratie? Wenn ja, wie könnte dies aussehen? Wie neutral sind archivische Arbeitsweisen, z. B. bei Bewertungsfragen, in ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Archivpädagogik? Ist Neutralität ein Faktor in der alltäglichen Archivarbeit?

Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 29. Februar 2020 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen