Ist das Leben eines Archivaren eine Einbahnstraße?

Porträt 0351

Vorgestern stellte Prof. Dr. Reininghaus im Siegener Forum die Biographie von Friedrich Philippi, vor, die nun wahrlich keine Einbahnstraße war. Neben dem Dreiklang Archivar-Historiker-Hochschulprofessor trat seine Bedeutung als Archäologe hinzu. Salopp verkürzend darf man vielleicht sagen: Philippi brachte die Römer nach Westfalen.
Die Herausgabe der beiden Bände des Siegener Urkundenbuchs – besser eigentlich: Siegerländer Urkundenbuch – legten die Grundstein für die wissenschaftliche Erforschung der regionalen Geschichte – bis in die Jetztzeit. Zu diesem Zweck war er mit den wichtigsten Siegerländern Forschern vernetzt: Achenbach, Kruse, Heinzerling etc.

Vortrag: »Staatsarchivdirektor Prof. Friedrich Philippi (1853-1930) und das Siegener Urkundenbuch«

12 Pressefoto ReininghausMit einem besonders hochkarätigen Vortrag zur Geschichtsschreibung des Siegerlandes beendet das „Siegener Forum“ seine diesjährige Veranstaltungsreihe. Angesprochen werden nicht nur professionelle Historiker sondern alle Interessenten an der Geschichte der hiesigen Region. Am Donnerstag den 4. Dezember wird Professor Wilfried Reininghaus aus Münster Leben und Wirken des Staatsarchivdirektors Fridrich Philippi vorstellen und insbesondere auf dessen Bedeutung für das Siegerland eingehen.

Friedrich Wilhelm Philippi (1853-1930) hat wie kein anderer in der wilhelminischen Zeit die landesgeschichtliche Forschung in Westfalen geprägt. Als Leiter des Staatsarchivs Münster von 1897 bis 1921, als Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen und der Altertumskommission hat er zahlreiche Projekte angeregt und geleitet. Als Honorarprofessor der Universität Münster gab er sein Wissen an Studierende und Doktoranden weiter. Und auch für die historische Forschung des Siegerlandes kommt Friedrich Philippi überragende Bedeutung zu. Das von ihm 1887 und 1927 in zwei Abteilungen herausgegebene Siegener Urkundenbuch zählt nach wie vor zu den unverzichtbaren Standardwerken der regionalen Geschichtsschreibung. Weiterlesen

Vortrag „Provinz im Aufbruch. Siegens vergessene Kulturgeschichte“

Mittwoch, 03. Dezember 2014, 19:30
Hilchenbach-Dahlbruch, Viktoria-Kino

Sonntag, 30. November 2014, 18.30 Uhr
Siegen, Lyz, St.-Johann-Str. 18:

Schlossspiele Farbe-kleinLange Zeit galt die Stadt Siegen als „kulturelle Provinz“. Doch wie ist dieses Negativ-Image entstanden? Und stimmte es mit der kulturellen Wirklichkeit in den 1950er und 1960er Jahren überein? Der Historiker Dieter Pfau geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach. Dabei stellt er den Film „Siegen. Notizen zu einer Stadt“ erstmals in seinem Entstehungskontext vor.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Dieter Pfau mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein.

Nachbericht über die Exkursion über den Mittelalterlichen Altenberg im Oktober

Foto: Alexander Kiß

Foto: Alexander Kiß

Der nicht abziehen wollende Nebel passte gut zum Bild des sagenumwobenen Altenbergs. Dies hielt die knapp 40 Interessierten nicht davon ab, den Ausführungen des Siegener Historikers Dr. Andreas Bingener zum mittelalterlichen Altenberg zu folgen.
Dieses Angebot war Teil einer Vortrags- und Veranstaltungsreihe, die die Kreuztaler Industriegeschichte im Rahmen des Regionaleprojekts „Eisenstraße Südwestfalen“ beleuchtet. Unterstützt wird die Vortrags- und Veranstaltungsreihe, welche maßgeblich durch Katrin Stein (Projektleiterin Eisenstraße und Heimatpflegerin in Ferndorf) initiiert und organisiert wurde, durch die Stadt Kreuztal, wie Michael Häusig von der Stabstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus den Teilnehmern zu Beginn der Exkursion erläuterte. Die Eisenstraße Südwestfalen ist eine touristisch vermarktete Erlebnisroute vom nördlichen Kreis Altenkirchen bis nach Ennepetal/Iserlohn mit Informationen zu Orten mit industrieller Bedeutung, zu herausragenden Persönlichkeiten der Industriegeschichte, zu Sagen und Anekdoten. Weiterlesen

Neues vom Walter-Krämer-Platz in Siegen


„…. Im November 2014 wurde der Walter-Krämer-Platz am Siegener Kreisklinikum fertiggestellt. Auf dem vom Künstler Erwin Wortelkamp gestalteten Platz sind mehrere Elemente zu sehen, die das Leben und Wirken Walter Krämers künstlerisch würdigen. Eine Stele aus Beton zeigt Krämers Konterfei, ein Spruch auf dem Boden leitet die Besucher in das Kreisklinikum: „Die Sorge für den anderen siegt über die Sorge um sich selbst.“ – Emmanuel Levinas. ….“ – so stellt der Wikipedia-Eintrag ( v. 18.11.2014, 10:51) den aktuellen Sachstand dar.
Über eine inoffizielle Einweihungsfeier berichteten die Westfälische Rundschau am 16.11.2014 und der Siegerlandkurier am  14.11.2014.
siwiarchiv hat mehrfach über Walter Krämer und dessen geplante Ehrung in Siegen berichtet.

„Frisch erforscht!“ – Aktuelle westfälische Keltenfunde im LWL-Museum Herne

Diese Pflugwerkzeuge wurden an mehreren Fundstellen im Siegerland entdeckt. Foto: LWL/Jülich

Diese Pflugwerkzeuge wurden an mehreren Fundstellen im Siegerland entdeckt. Foto: LWL/Jülich

Dass Südwestfalen Teil der keltischen Welt war, beweisen aktuelle Funde, die ab sofort parallel zu der Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten“ über Schätze aus dem Salz im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen sind.

Die Funde belegen die Anwesenheit der Kelten in Westfalen: Münzen aus Iserlohn (Märkischer Kreis), Bruchstücke eines Verhüttungsofens aus Gerhardsseifen (Kreis Siegen-Wittgenstein), ein Fragment eines Holzbuckelarmrings von der Wallburg Bruchhauser Steine bei Olsberg (Hochsauerlandkreis) und Pfluggeräte aus Burbach (Kreis Siegen-Wittgenstein). Weiterlesen

Ausstellungseröffnung: „Alte Schätze“

4FachwerlAlteSchaetzeAm Donnerstag, den 27. November 2014 um 17.30 Uhr wird im Freudenberger 4FACHWERK MITTENDRIN MUSEUM die Ausstellung ALTE SCHÄTZE eröffnet.

Mit dieser Ausstellung erinnert das Museum an die Siegerländer Künstler Adolf Saenger, Theo Meier-Lippe, Hanne und Hans Achenbach, Hermann Manskopf, Walter Helsper, Hugo Neuhaus, Reinhold Köhler und Wolfgang Kreutter.

„ALTE SCHÄTZE“: Weil diese als die prägende Nachkriegs-Künstlergeneration unter Kennern der Region noch immer hohe Wertschätzung genießt, ebenso, weil diese der „Schatzkammer“ des Kreises Siegen-Wittgenstein entliehen sind. Das Kreisarchiv erfüllt auch die Aufgabe, die Gemäldesammlung des Kreises zu betreuen. Nach langer Zeit ist eine Auswahl dieser Werke erstmals wieder für die Öffentlichkeit in Freudenberg zugänglich. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung zur Wittgensteiner Kirche im Ersten Weltkrieg

Schautafeln, Dokumente, Exponate sind im Berleburger Haus der Kirche bis Ewigkeitssonntag zu sehen

Gerne kam Dr. Johannes Burkardt mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch.

Gerne kam Dr. Johannes Burkardt mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch.

Am Freitag wurde im Haus der Kirche des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein die Ausstellung „Unser Volk betet wieder – wenigstens am Anfang des Krieges“ eröffnet. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte Staatsarchivdirektor Dr. Johannes Burkardt viele Dokumente und Exponate jener Zeit aus dem Wittgensteiner Kirchkreis-Archiv zusammengestellt. Hinzu kamen elf Schautafeln, die sehr konzentriert Archivmaterial aus Siegerland und Wittgenstein thematisch zusammenfassten. Die Frage über allem: Welche Rolle spielte damals die Kirche? Zwei Tage vorm Volkstrauertag wurde die Ausstellung eröffnet. Durch die Eröffnung führte der Wittgensteiner Synodalassessor Dieter Kuhli, die musikalische Gestaltung übernahm Dr. Ulf Lückel. Weiterlesen