Vortrag: »Gedenkorte des Ersten Weltkriegs in Belgien und Nordfrankreich – Ein Reisebericht«

Mit einem Beitrag zur Erinnerungskultur des Ersten Weltkriegs startet die Vortragsreihe „Siegener Forum“ in das Jahr 2015. Am kommenden Donnerstag wird Klaus Merklein, Vorstandsmitglied des Aktiven Museums Südwestfalen, in einem bebilderten Reisebericht verschiedene Gedenkorte des Ersten Weltkrieges in Belgien und Nordfrankreich vorstellen.

Die Reise beginnt in der Wallonie, führt über Ypern und Umgebung nach Péronne an der Somme, weiter nach Meaux an der Marne und endet in Verdun. Dabei werden unterschiedliche ausgewählte Gedenkorte des Krieges, die stark kontrastieren, gezeigt und mit Hintergrundinformationen unterlegt. Neben Soldatenfriedhöfen und staatlichen Gedenkstätten sind auch industriefinanzierte und private Museen einbezogen. Somit liegt der Fokus auf der Darstellung der gegenwärtig bestehenden Gedenkinfrastruktur.

Der Referent Klaus Merklein ist Autor der im letzten Jahr erschienenen Publikation „Denkmäler in Siegen – Eine Dokumentation zur politischen Erinnerungskultur im öffentlichen Raum“.

Bereits jetzt möchten die Veranstalter darauf hinweisen, dass ab dem Februar die Veranstaltungen des Siegener Forums eine Stunde früher beginnen, also um 18.30 Uhr. Dies geschieht auf Wunsch vieler Stammbesucher der beliebten Vortragsreihe. Weiterlesen

Filmtipp: „Heimatabend Siegen“

Apollo-Theater Siegen
11. Januar 2015, 19.00 Uhr

Im „Heimatabend Siegen“ erzählen die Siegener selbst die Geschichte ihrer Stadt – eine Stadt, die Vorurteilen stoisch trotzt und umso mehr Überraschungen zu bieten hat.
Warum leben Menschen gern in ihrer Stadt und wollen sie vielleicht auch gar nicht mehr verlassen? Was das Liebenswerte an einer Stadt ist und was eher nicht, dokumentierten im vergangenen Jahr beeindruckende und zum größten Teil noch unveröffentlichte Filmaufnahmen aus zehn Städten Nordrhein-Westfalens. Im vergangenen Jahr wurde die Reihe mit fünf weiteren Städten fortgeführt. Weiterlesen

Ausstellung „Playing Lawrence on the other side.“

Die Expedition Klein und das deutsch-osmanische Bündnis im Ersten Weltkrieg“. Sonderausstellung im Preußen-Museum NRW Wesel

Major Fritz Klein wurde am 15. Januar 1877 in Hilchenbach geboren (lt. Geburtsurkunde des Standesamts  Müsen)

Major Fritz Klein wurde am 15. Januar 1877 in Hilchenbach geboren (lt. Geburtsurkunde des Standesamts Müsen)

Das Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen in Wesel entreißt eine der ungewöhnlichsten Orientexpeditionen des Ersten Weltkriegs dem Vergessen. Die Expedition Klein, die in den Irak und nach Persien führte, war die vielseitigste aller deutschen Expeditionen des Ersten Weltkriegs auf dem Boden des Osmanischen Reiches und seiner angrenzenden Nachbarstaaten. Wie in einem Brennpunkt bündelt diese Expedition die politischen, kulturellen und militärischen Beziehungen Deutschlands zum Vorderen und Mittleren Orient. Die denkwürdige Geschichte dieser Expedition unter dem Kommando des preußischen Hauptmanns und osmanischen Majors Fritz Klein ist deshalb in alle Bereiche der Ausstellung eingewoben. Weiterlesen

16. Dezember 1944 – 16. Dezember 2014:

70 Jahre „Ge(h)Denken“ (in) der Stadt Siegen

Am 16. Dezember 2014 jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem die Stadt Siegen durch einen alliierten Bombenangriff in nur wenigen Minuten zu 80 Prozent zerstört wurde. 348 Menschen verloren hierbei ihr Leben.
Der Jahrestag der Zerstörung Siegens im Jahr 1944 ist wieder Anlass für verschiedene Veranstaltungen und Aktionen des „Siegener Bündnis für Demokratie“, mit denen seit 2008 gesellschaftsübergreifend und schwerpunktmäßig in der Oberstadt zu einem aktiven Ge(h)Denken“ aufgerufen wird.
Über das Programm, das traditionell mit dem „Stillen Gedenken“ der Stadt Siegen am Dicken Turm beginnt (15.00 Uhr) und in diesem Jahr mit um 20.00 Uhr mit einem Konzert der Kantorei Siegen in der Nikolaikirche endet (20.00 Uhr), informiert Sie das unten stehende Programm: FlyerGehDenken16122014
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Siegen, 11.12.14

Walter-Krämer-Platz in Siegen nun offiziell eingeweiht

v.l.n.r.: Betram Müller (Kreisklinikum Siegen), Prof. Dr. Christian Brockhaus (Jury-Vorsitzender), Paul Breuer (Landrat a. D.), Erwin Wortelkamp (Künstler), Steffen Mues (Bürgermeister Stadt Siegen), Andreas Müller (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein)Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein

v.l.n.r.: Betram Müller (Kreisklinikum Siegen), Prof. Dr. Christian Brockhaus (Jury-Vorsitzender), Paul Breuer (Landrat a. D.), Erwin Wortelkamp (Künstler), Steffen Mues (Bürgermeister Stadt Siegen), Andreas Müller (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein)
Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein

Gestern wurde der Walter-Krämer-Platz in Siegen offiziell seiner Besttimmung übergeben. Zur Entstehungsgeschichte des Platzes s. folgende Einträge auf siwiarchiv.
Westfälische Rundschau, 11.12.14 
Link
zum Podcast von Radio Siegen v. 10.12.2014

Ist das Leben eines Archivaren eine Einbahnstraße?

Porträt 0351

Vorgestern stellte Prof. Dr. Reininghaus im Siegener Forum die Biographie von Friedrich Philippi, vor, die nun wahrlich keine Einbahnstraße war. Neben dem Dreiklang Archivar-Historiker-Hochschulprofessor trat seine Bedeutung als Archäologe hinzu. Salopp verkürzend darf man vielleicht sagen: Philippi brachte die Römer nach Westfalen.
Die Herausgabe der beiden Bände des Siegener Urkundenbuchs – besser eigentlich: Siegerländer Urkundenbuch – legten die Grundstein für die wissenschaftliche Erforschung der regionalen Geschichte – bis in die Jetztzeit. Zu diesem Zweck war er mit den wichtigsten Siegerländern Forschern vernetzt: Achenbach, Kruse, Heinzerling etc.

Vortrag: »Staatsarchivdirektor Prof. Friedrich Philippi (1853-1930) und das Siegener Urkundenbuch«

12 Pressefoto ReininghausMit einem besonders hochkarätigen Vortrag zur Geschichtsschreibung des Siegerlandes beendet das „Siegener Forum“ seine diesjährige Veranstaltungsreihe. Angesprochen werden nicht nur professionelle Historiker sondern alle Interessenten an der Geschichte der hiesigen Region. Am Donnerstag den 4. Dezember wird Professor Wilfried Reininghaus aus Münster Leben und Wirken des Staatsarchivdirektors Fridrich Philippi vorstellen und insbesondere auf dessen Bedeutung für das Siegerland eingehen.

Friedrich Wilhelm Philippi (1853-1930) hat wie kein anderer in der wilhelminischen Zeit die landesgeschichtliche Forschung in Westfalen geprägt. Als Leiter des Staatsarchivs Münster von 1897 bis 1921, als Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen und der Altertumskommission hat er zahlreiche Projekte angeregt und geleitet. Als Honorarprofessor der Universität Münster gab er sein Wissen an Studierende und Doktoranden weiter. Und auch für die historische Forschung des Siegerlandes kommt Friedrich Philippi überragende Bedeutung zu. Das von ihm 1887 und 1927 in zwei Abteilungen herausgegebene Siegener Urkundenbuch zählt nach wie vor zu den unverzichtbaren Standardwerken der regionalen Geschichtsschreibung. Weiterlesen

Vortrag „Provinz im Aufbruch. Siegens vergessene Kulturgeschichte“

Mittwoch, 03. Dezember 2014, 19:30
Hilchenbach-Dahlbruch, Viktoria-Kino

Sonntag, 30. November 2014, 18.30 Uhr
Siegen, Lyz, St.-Johann-Str. 18:

Schlossspiele Farbe-kleinLange Zeit galt die Stadt Siegen als „kulturelle Provinz“. Doch wie ist dieses Negativ-Image entstanden? Und stimmte es mit der kulturellen Wirklichkeit in den 1950er und 1960er Jahren überein? Der Historiker Dieter Pfau geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach. Dabei stellt er den Film „Siegen. Notizen zu einer Stadt“ erstmals in seinem Entstehungskontext vor.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Dieter Pfau mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein.