Preview: „Heimatabend Siegen“ (WDR), 29. Oktober 2014

„Im „Heimatabend Siegen“ erzählen die Siegener selbst die Geschichte ihrer Stadt – eine Stadt, die Vorurteilen stoisch trotzt und umso mehr Überraschungen zu bieten hat.
Warum leben Menschen gern in ihrer Stadt und wollen sie vielleicht auch gar nicht mehr verlassen? Was das Liebenswerte an einer Stadt ist und was eher nicht, dokumentierten im vergangenen Jahr beeindruckende und zum größten Teil noch unveröffentlichte Filmaufnahmen aus zehn Städten Nordrhein-Westfalens. In diesem Jahr wird die Reihe mit fünf weiteren Städten fortgeführt. Weiterlesen →

Literaturhinweis: Christian W. Thomsen, Neue Zweite Blicke [2014]

thomsenNie in den letzten Jahrzehnten gab es so intensive Veränderungen in Siegen. Die Stadt vibriert vor Vitalität. Grund genug für Christian W. Thomsen, nach dem 2010 erschienenen und überaus erfolgreichen Band „Zweite Blicke“ eine Neuauflage weiterer Seh- und Erlebnisgeschichten mit „Neuen Zweiten Blicken / New Second Glances“ rund um Stadt und Umland vorzulegen.
Als Christian W. Thomsen 1973 als jüngster Gründungssenator und Professor für Anglistik, später auch Medienwissenschaften, von Marburg an die damalige Gesamthochschule nach Siegen berufen wurde, da dachte er nicht im Traum daran, dass er auch nach mehr als 40 Jahren der Stadt und dem Siegerland treu bleiben würde. Trotz Gastprofessuren in zahlreichen Ländern und Abwerbungsversuchen in- und ausländischer Universitäten schlug er in Siegen Wurzeln und zog das Siegerland vielen anderen Landschaften vor.
Als er 2010 den ersten Zweite Blicke-Band veröffentlichte, ahnte er nicht, welch überwältigender Erfolg dem Buch beschieden sein würde. Es war binnen kurzem ausverkauft und bis auf den heutigen Tag halten die Rufe nach einer Neuauflage an. Doch Thomsen entschied sich für einen Band Neue Zweite Blicke, weil aus seinem Inneren eine Fülle weiterer Seh- und Erlebnisgeschichten ans Licht des Tages drängte. Weiterlesen →

Günter Dick, St. Augustin: 4. INFO-Tafel in Weidenau – Müsenershütten montiert.


Nach den 3 Info-Tafeln, die an das Fickenhüttener Hammerwerk, den Ortsteil Buschgotthardtshütten und das ehemalige Ausflugslokal Waldhaus unterhalb des Tiergartens erinnern sollen, hat Günter Dick nun eine vierte Info-Tafel an der Hauswand in der Siegstr. Nr. 54 im ehemaligen Weidenauer Ortsteil Müsenershütten angebracht. Geholfen hat ihm dabei, trotz dem am 9.10.
herrschenden scheußligem Regenwetter, sein ehemaliger Schulfreund Günter Marx aus Müsenershütten.
Diese Stelle wurde ausgewählt, weil dort recht eindeutig nachvollzogen werden kann, was allein in den vergangenen 60 Jahren an dieser Stelle an alter Bausubstanz für immer verloren ging.

Wer weiß denn heute noch, dass an dieser Stelle im ehemaligen Teil der Zimmerstr. ab 1852 durch Hermann Müller die Siegerländer Eisen-Blechwarenindustrie und der daraus später entstandenen so erfolgreiche Apparatebau begonnen hat? Wer kann sich noch unter dem Begriff „Lochkapellchen“ etwas vorstellen und weiß wie es aussah, wo es genau gestanden hat und was es überhaupt mit dieser Bezeichnung für das unscheinbare Fachwerkhäuschen auf sich hatte? Weiterlesen →

Kunstraub: Rubens-Bild gelangt von Köln nach Paris

Peter Paul Rubens-Die Kreuzigung Petri
By Christian Nitz (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

„Heute vor 220 Jahren, am 10. Oktober 1794, wurde das Gemälde „Kreuzigung Petri“ von Peter Paul Rubens, dessen Aufstellung in Köln das wohl wichtigste Kölner Kunstereignis im 17. Jahrhundert gewesen war, nach Paris gebracht.
Die Mitnahme des Gemäldes aus Rubens‘ Taufkirche Sankt Peter stand am Anfang des französischen Kunstraubs aus Köln. Aus ganz Deutschland wurden vor allem Gemälde und Denkmäler gestohlen, aber auch zerstört.  …. . Am 18. Oktober 1815 wurde die „Kreuzigung“ wieder in Köln aufgestellt.
Eine Abbildung der „Kreuzigung Petri“ von Rubens sowie weitere Informationen finden Sie unter: http://www.sankt-peter-koeln.de/wp/?page_id=151„
Quelle: Facebookseite des digitalen historischen Archivs Köln, 10.10.2014

Online: „Chronik der Wasserwirtschaftsverwaltung 1859 – 1952.

Von der meliorationstechnischen Planstelle beim Oberpräsidium in Münster zum Wasserwirtschaftsamt Münster.“

Die 1995 vom Staatlichen Umweltamt in Münster herausgegebene und von Dipl.-Ing. Dietrich Schedensack bearbeitete Schrift liegt als PDF-Datei vor.
Sie enthält auch Angaben zur Siegerländer Wiesenbewirtschaftung.

„Siegerländer heimatgeschichtliche Erzählungen“

eine Quelle zur regionalen Geschichtsdidaktik aus der NS-Zeit

SgldheimatgeschichtlErzählungen1Aus Privathand erhielt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein kürzlich zwei Hefte „Siegerländer heimatgeschichtliche Erzählungen“, um diese für die Präsenzbibliothek zu kopieren. Die beiden Veröffentlichungen erlauben einen Blick auf die Vermittlung der lokalen bzw. regionalen Geschichte durch die örtlichen Lehrer in der Zeit des Nationalsozialismus – s. dazu Lehrer zwischen 1933 und 1945 in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein. Weiterlesen →

Die Grabstätte des Landrates Keil

KeilPortraetGustav Gottfried Keil wurde am 20.5. 1836 in Hildesheim geboren, wo sein Vater Dr. phil. Johann Heinrich Christian Keil Pastor an der Kirche St. Jacobi war. Nach dem Abitur, das er in Hildesheim ablegte, studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, Bonn und Göttingen. Im Anschluss daran wurde er zunächst in den Staatsdienst Hannovers übernommen und verrichtete seinen Dienst in seiner Heimatstadt sowie in Zeven, Aurich und ab 1863 als stellvertretender Bürgermeister in Burgdorf. Nach dem Anschluss Hannovers an Preußen erfolgte jedoch 1867 die Amtsenthebung und Ausweisung aus Burgdorf durch den preußischen Generalgouverneur in Hannover wegen angeblicher fortgesetzter Renitenz gegen die vorgesetzten preußischen Behörden. Keil wurde an die Regierung Oppeln versetzt, wo er sich zu Beginn des Jahres 1869 mit Helene Auguste Friederike Sophie von Viebahn, der Tochter des Regierungspräsidenten, verlobte. Dieser Ehe, die im Oktober 1869 geschlossen wurde, entstammten drei Kinder.

Für viele preußische Beamte typisch war der Dienst im Osten Deutschlands. So wurde Keil von Oppeln aus in den folgenden Jahren nach Pleß, Gleiwitz, Liegnitz und Königsberg versetzt, ehe er in Marienburg 1872 zum Landrat ernannt wurde. Fünf Jahre später übernahm er die kommissarische Verwaltung des Landratsamtes in Siegen.

Nachdem der Kreistag auf eine eigene Wahl verzichtete und Keil als Landrat für den Kreis wünschte, erfolgte am 1. Mai 1877 die Bestätigung und Einsetzung in sein Amt in Siegen. Somit war Keil der erste nichtadelige Landrat des Kreises Siegen. Hier blieb er fast siebzehn Jahre tätig. Neben seinen vielfältigen Aufgaben war er besonders im gemeinnützigen Bereich engagiert. So war er im Vorstand des Kultur- und Gewerbevereins.

Über die Grabstätte des ehemaligen Landrats Gustav Gottfried Keil
Weiterlesen →