Literaturhinweis: Thomas A. Bartolosch: Dr. Georg Ufer (1900 – 1989)

ein Geologe des Siegerländer Erzbergbaus als einer der „Gerechten unter den Völkern“ der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

Das Aktive Museum Südwestfalen hat diese 41 Seiten starke und mit 55 Abbildungen versehen Broschüre vor wenigen Tagen vorgelegt. Der Betzdorfer Geschichtsdidaktiker Dr. Thomas Bartolosch schildert die Biographie Ufers in fünf Kapiteln:

  • Kindheit und Jugend, Schule und Studium
  • Lenbem und Arbeiten auf dem Balkan
  • Die zweifache Rettung des französischen Juden Josef Pozwolski
  • Hohe Auszeichnung als einer der „Gerechten unter den Völkern“
  • Auslandsaufenthalte außerhalb Europas, persönliche Begegnungen und Lebensende

Die Broschüre kann über das Aktive Museum Südwestfalen bezogen werden.

Literaturhinweis: Christoph Reimann: Die Tagebücher des Grafen Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1687-1741)

als Selbstzeugnis eines pietistischen Landesherrn.
kassel university press, ISBN: 978-3-7376-0622-6, 2019, 713 Seiten
Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2017

„In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die kleine, politisch und wirtschaftlich unbedeutende Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg zu einem Zentrum des Pietismus. Maßgeblich verantwortlich dafür war Graf Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1687-1741), der als Landesherr diese Entwicklung nicht nur tolerierte, sondern gezielt vorantrieb. Casimirs pietistische Gesinnung prägt auch seine umfangreichen Tagebücher, die er von 1724 bis zu seinem Todesjahr 1741 führte.
Die vorliegende Studie liefert eine umfassende Analyse dieser Tagebücher, wobei der Schwerpunkt auf dem pietistischen Charakter der Quelle liegt. Dabei entsteht das Bild eines frommen und gewissenhaften Landesherrn, der sich nicht nur für das diesseitige Wohl seiner Untertanen, sondern ebenso sehr für ihr Seelenheil verantwortlich fühlt, zugleich aber von der eigenen Sündhaftigkeit überzeugt ist und sich nach einer radikalen Wiedergeburt sehnt. Durch Einbeziehung weiterer Quellen aus den Berleburger Beständen wird deutlich, wie sehr die skrupulöse Gewissenhaftigkeit, die Casimirs Tagebücher kennzeichnet, auch die Praxis seiner Landesherrschaft beeinflusste. Weiterlesen

„Zeitspuren“-Linktipp: Heinrich von Achenbach (1829–1899)

Kommentare, Meinungen, Informationen und Anregungen zu dieser Präsentation können Sie gerne hier abgeben.
Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Siwiarchiv-Blogparade: „#Archivpolitik“

Es ist bereits zu einer Tradition geworden, dass siwiarchiv an seinem Geburtstag eine Blogparade startet.

Auf dem diesjährigen Rostocker Archivtag betonte Hans-Christian Ströbele die Kontrollfunktion von Archiven in der Demokratie und die daraus resultierende Einbindung in die Verwaltung. Ein Archiv sollte “ …. in eine eigenständige Körperschaft überführt werden, um so dessen Unabhängigkeit zu stärken….. “ Schon auf dem Bremer Archivtag (2011) hatte Heribert Prantl die „Demokratierelevanz“ der Archive formuliert. Er führte weiter aus: “ ….. Der archivarische Schöpfungsakt ist ein politischer Akt, weil er auswählt, weil er darüber urteilt, was zukunftsbedeutsam ist und was nicht. Der homo conservator ist ein homo politicus. Sein Schöpfungsakt entscheidet, welche Quellen versiegen und welche aus der Vergangenheit in die Zukunft fließen; er entscheidet, welche Texte, Töne und Bilder später einmal die Erinnerung und das kollektive Gedächtnis stimulieren können. Der Archivar formt aus einem Haufen von geschriebenen, gedruckten und gespeicherten Materialien einen Kosmos der Ordnung.
….“ Helge Kleifeld hat sich  unlängst in seiner Dissertation „Archive und Demokratie“ eingehender mit der Thematik auseinandergesetzt.
Die mehrfach formulierte Bedeutung von Archive für die demokratische Gesellschaft korreliert aber nicht immer mit der aktuellen Tagespolitik, wie z. B. jüngst die Mittelstreichungen für das Archiv für alternatives Schrifttum in Duisburg gezeigt haben.
Dieses Spannungsverhältnis führt zu Fragen, um die die Texte der Blogparade kreisen können: Was erwarten Archive von der Politik? Umgekehrt: Was die Politik von den Archiven? Welchen Wünsche, Forderungen etc.  haben die Archivnutzenden an Politik und Archive? Wie sah die Rolle der Archive in anderen politischen Systemen aus?

Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28. Februar 2019 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen

Linktipp: Wikipedia-Artikel zu Günther Wrede, Archivar und

Autor der Wittgensteiner Territorialgeschichte

Link: „Günther Wrede“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Dezember 2018, 12:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Wrede (Abgerufen: 14. Januar 2019, 11:11 UTC)

Wer sich intensiver mit Günther Wrede auseinandersetzen will. der muss dessen Personalakten und den Nachlass im Niedersäschsischen Landesarchiv Osnabrück auswerten. Ein Blick in die noch unverzeichnete Sammlung Günther Wrede im Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, in Münster erscheint sinnvoll, wenn der Blick auf die Bedeutung Wredes für die westfälische Geschichtsforschung gerichtet werden soll.

„Zeitspuren“ führen zu Wikipedia-Artikel

In der vergangenen Woche wurde hier auf den Text zur frühen Industrialisierung in der Region von Thomas Collins Banfield, eine Quellenveröffentlichung des Zeitspuren-Projekts, hingewiesen. Darauf folgend ist nun ein Artikel zu Banfield in der deutsprachigen Wikipedia erschienen. Er fusst auf Recherchen von Peter Kunzmann und wurde von ihm redaktioniert.