siwiarchiv auf soundcloud

Siwiarchiv beabsichtigt im neuen Jahr auch regionalarchivisch bzw. -geschichtlich relevante Reden und Vorträge, Musik und Geräusche zu dokumentieren. Zu diesem Zweck wird siwiarchiv das Media-sharing-Portal soundcloud benutzen.

Vortrag Stefan Kummer: NS-Krankenmord und Sterilisationen im Kreis Siegen-Wittgenstein, 08.11.2012

Vortrag zur Digitalisierung und Präsentation von Reichskammergerichtsakten in Münster

Münster, Hörsaal der Kath.-Theol. Fakultät (KTh I), Johannisstr. 8-10

Im Rahmen eines öffentlichen Präsentationsabends des Zentrums für Textedition und Kommentierung (ZeTeK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (http://www.uni-muenster.de/ZeTeK/) am 17. Januar, 19 Uhr, berichtet Dr. Thomas Reich vom Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, über „Reichskammergerichtsakten in Münster – Digitalisierung und Präsentation für das 21. Jahrhundert“. Weiterlesen

Cécile Hummel, „Zeit Sehen – Zurück Blicken“, 2012

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Cécile Hummel „Zeit sehen – Zurück blicken“, 2012, Foto: Thomas Kellner

Kunstwerk des Monats
im Museum für Gegenweartskunst, Siegen

Katja Siebel stellt das Werk, das in der aktuellen Ausstellung des Museums gezeigt wird, vor:
“ ….. Die Arbeit Zeit Sehen – Zurück Blicken der schweizer Künstlerin Cécile Hummel basiert auf Glasnegativen, die sie einem Straßenhändler in Süditalien abkaufte. Die Aufnahmen entstanden in den 1930er und 1940er Jahren. Hummel scannte die Abzüge der Glasnegative digital ein und druckte sie im Offset-Verfahren großformatig aus. Dargestellt sind Personen, die für ein Porträt posieren – wahrscheinlich mit der Absicht, dass die Fotografie ihre Individualität an einem bestimmten Moment in ihrem Leben fixiert und so den Angehörigen auch in den folgenden Generationen als wertvolles Erinnerungsbild dient. Die Fotografien besitzen auch eine kulturgeschichtliche und soziologische Gültigkeit, die über den privaten Anlass hinaus geht. Denn die sich mit fortschreitenden technischen Möglichkeiten als Massenmedium entwickelnde Fotografie löste die klassische Porträtmalerei ab und machte eine neue Erinnerungskultur des kleinen und mittleren Bürgertums möglich.…..“

Dank an Thomas Kellner für die Bereitstellung des Bildes!

Ausstellung „100x Studio für Neue Musik“

plakat_sylvioSeit 1995 gibt es das „Studio für Neue Musik“ an der Siegener Universität, und mittlerweile fand das 100. Konzert statt.
Zu jeder Veranstaltung gab es ein künstlerisch gestaltetes Plakat, das auf besondere Weise auf die besondere Musik hinwies, die den Hörer im „Studio für Neue Musik“ erwartete.
Gestaltet hat alle diese Plakate der Kölner Künstler Daniel Hees, ehemals Professor für Malerei und Druckgrafik an der Siegener Universität – jedes Plakat hat er individuell entworfen, auf der Grundlage einer Zeichnung oder eines Aquarells aus seinen zahlreichen Skizzenbüchern.
Die Ausstellung „100x Studio für Neue Musik“ zeigt nun eine Auswahl der schönsten Plakate – poetische, skurrile, provokante, hintersinnige, rätselhafte – und präsentiert damit gleichzeitig eine Retrospektive der Veranstaltungsreihe. Weiterlesen

Ausstellung „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern?“

Vom Umgang mit fotografischem Material

Museum für Gegenwartskunst, Siegen
02.12.2012 – 03.03.2013

Paula Roush, Found Photo Foundation/FPF_1

Paula Roush, „Found Photo Foundation / FPF“, 2007-2012
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/

Die große Gruppenausstellung „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern? Vom Umgang mit fotografischem Material“ zeigt auf über 1200 qm Ausstellungsfläche 23 jüngere Positionen der Gegenwartskunst, die einen besonderen Umgang mit Fotografien, meist Reproduktionsfotografien oder gefundenen Fotografien, praktizieren.

Als Hommage beziehen sich zwei Projekte der Ausstellung ganz konkret auf die Arbeit von Aby Warburg, während der Bezug bei den anderen Arbeiten eher assoziativer Art ist. Neben Sammlung, Ansammlung, archivierenden und ordnenden Verfahren werden auch Verbindungen von fotografischem Material mit Malerei und Skulptur vorgestellt. Weiterlesen

Vor 10 Jahren: Übernahme von Kriegsgefangenenentschädigungsakten

Ein Blick in die Archivarbeit.

Akzession
In den Sommerferien 2003 musste aus organisatorischen Gründen ein als Lagerraum genutzter Kelleraum der Bismarckschule, Siegen-Weidenau, geräumt werden. Der stellvertretende Amtsleiter des Schulamtes bat das Kreisarchiv sich dort aufgefundene Akten anzusehen. Es stellte fest, dass es sich um ca. 40 m mit Einzelfallakten der Kriegsgefangenenentschädigung nach § 3 des KgfEG handelt. Eine Transport in die Räume des Archivs wurde vereinbart und im Spätherbst realisiert. Weiterlesen

Zur Kriegefangenenschaft Dr. Lothar Irles (1905-1974) –

ein Selbstzeugnis.

Aus gegebenem Anlass recherchierte das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein in seinem umfangreichen Bestand der Einzelfallakten der Kriegsgefangenenentschädigung nach einer eintsprechenden Akte für den nicht nur in der NS-Zeit aktiven Siegener Volkskundler und Genealogen Dr. Lothar Irle.

In der Akte befindet sich folgende Erklärung Dr. Lothar Irles vor dem Ausgleichsamt in Siegen, 15.8.1957
“Im Mai 1945 geriet ich als Wehrmachtsangehöriger bei Oslo in englische Kriegsgefangenenschaft und wurde bis August 1945 als Kriegsgefngener festgehalten. Im August 1945 wurde ich als ehem. NS-Führungsoffizier von den Engländern in ein anderes Lager verbracht, in dem sich nur politische Gefangene aufhielten. Es handelt sich um das Interniertenlager Myra/Norwegen. Bis Nov. 1945 war ich neben dem vorgenannten Lager auch noch in dem Lager Etterstad/Norwegen, von wo ich sodann nach Westertimke/Deutschland überführt wurde. Ich war noch in weiteren Lagern bis zum April 1946. Sodann kam ich nach Fallingbostel und wurde in Fallingbostel noch bis zum 27.3.1947 festgehalten.
Ich erkläre nochmals ausdrücklich, daß ich als Wehrmachtsangehöriger g[efang]engenommen wurde und die Internierung direkt anschließend an die Kriegsgefangenenschaft erfolgte.
Als Zeugen geben ich Herrn B. P., Buschhütten ,….. an.”
Über den weiteren Verfahrensverlauf gibt die Akte wie folgt Auskunft: Weiterlesen