Vortrag „Fritz Busch und die Komponisten seiner Zeit“

Fritz Busch in Dresden. Foto: Ursula Richter

Fritz Busch in Dresden. Foto: Ursula Richter

Einer der berühmtesten Söhne der Krönchenstadt wird im Mittelpunkt der nächsten Vortragsveranstaltung des Siegener Forums stehen. Am Donnerstag, den 20. Februar 2014, wird Almut Ochsmann vom Max-Reger-Institut in Karlsruhe im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter über Fritz Busch und die Komponisten seiner Zeit vortragen. Fritz Busch hat als Dirigent und Pianist zahlreiche Werke von Komponisten seiner Zeit einstudiert und aufgeführt, einige auch zur Uraufführung gebracht. Mit vielen Komponisten stand Busch selbst in persönlichem Kontakt: Briefe von Richard Strauss, Paul Hindemith oder Hans Pfitzner sind die spannenden Zeugnisse davon. Einen Einblick in diese aufschlussreichen Korrespondenzen und die Zeit ihrer Entstehung gibt der Vortrag. Weiterlesen

Von den Stadtprivilegien zur Standeserhebung

Stadtarchiv Siegen widmet sich der Verleihung der Fürstenwürde für drei Grafen von Nassau-Siegen vor 350 Jahren

Die Bestätigung der Stadtprivilegien Siegens durch den regierenden Landesherrn Wilhelm Moritz Graf (ab 1664 Fürst) zu Nassau-Siegen. (Stadtarchiv Siegen, Best. Urkunden, Nr. 311)

Die Bestätigung der Stadtprivilegien Siegens durch den regierenden Landesherrn Wilhelm Moritz Graf (ab 1664 Fürst) zu Nassau-Siegen. (Stadtarchiv Siegen, Best. Urkunden, Nr. 311)

Rechtzeitig zum 350jährigen Jubiläum zweier wichtiger Ereignisse für Siegen widmet sich das Stadtarchiv in einem ausführlichen Onlineartikel der Erneuerung städtischer Privilegien am 7. Januar 1664 und der Erhebung dreier Grafen von Nassau-Siegen in den Reichsfürstenstand am 6. Mai 1664.

Besucher der Homepage www.stadtarchiv-siegen.de können ab sofort die Biografien zweier Angehöriger des Hauses Nassau-Siegen und deren Verdienste für die Niederlande im 17. Jahrhundert nachlesen. Nachdem bereits zwölf Jahre zuvor Johann Moritz als Regent des reformierten Landesteils und dessen Neffe Johann Franz Desideratus als Landesherr des katholischen Territoriums von Nassau-Siegen durch Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) mit dem Prädikat “Hochgeboren“ am 25. November 1652 in den Fürstenstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben worden waren, ließ Kaiser Leopold I. (1640-1705) die Fürstenwürde am 6. Mai 1664 auch auf die reformierten Grafen Georg Friedrich, Wilhelm Moritz und Friedrich Heinrich von Nassau-Siegen übertragen – übrigens mit dem Prädikat “Wohlgeboren“ und mit ausdrücklichem Verweis auf deren „angeborenen heroischen Tapferkeit und vortrefflichen Qualitäten“, wie es in der kaiserlichen Fürstungsurkunde heißt, die im Königlich Niederländischen Hausarchiv in Den Haag aufbewahrt wird. Weiterlesen

Vortrag „Vergesst nicht die Flüchtlinge dieser Welt“ –

Möglichkeiten und Grenzen einer Transformation des Denkmals „Deutscher Osten“ in ein Flüchtlingsdenkmal?´“
Dr. Hans Hesse, Köln und Ralf Witthaus, Crailsheim
Donnerstag, 30. Januar 2014, 19.30 Uhr
Ort: Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter
Gebühr: 3 Euro

denkmalostenSeit 1968 steht im Garten des Oberen Schlosses ein Denkmal mit der Inschrift „Vergesst nicht den Deutschen Osten“. Zwei spitz gegeneinander gestellte Dreiecke, eines größer, das andere kleiner, die deutsche Teilung symbolisierend, darauf drei Querbalken, den Buchstaben „E“ andeutend für das Wort „Einheit“. Es ist eines der über 1.200 Denkmäler in Deutschland, die an die Thematik „Flucht und Vertreibung“ erinnern. Es ist aber eines der vielen, deren Symbolik und – im Fall des Siegener Denkmals – deren Inschrift mitunter falsche Assoziationen wecken oder/und nicht mehr verstanden werden. Welcher Osten ist gemeint? Die ehemalige DDR? Weil nicht wenige Denkmäler dieser Art nicht mehr mit dem Grundgesetz übereinstimmen, mussten und müssen Veränderungen/Ergänzungen an ihnen vorgenommen werden. Weiterlesen

Ausstellung „Kunst aus dem Depot: Das Frankfurter Parlament 1848 – Karikaturen“

19. Januar bis 2. März 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Karikaturen1848Das Siegerlandmuseum ist im Besitz einer ungewöhnlichen Sammlung von Karikaturen, die den Verlauf der Verhandlungen in der Frankfurter Paulskirche 1848 festhalten. Sie porträtieren das Präsidium der Nationalversammlung, die parlamentarische Arbeit und die Gegensätze zwischen der Rechten und der Linken, die von ihm persönlich abgelehnte Wahl Königs Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser oder den Waffenstillstand von Malmö. Auch die satirischen Porträts auf die Abgeordneten der Nationalversammlung haben nichts an Aktualität eingebüßt. Es erscheint ein begleitender Katalog.

 

„Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte 18 – 2013“ erschienen

SB2013Abermals ist es der Redaktion der “Geschichtswerkstatt Siegen – Arbeitskreis für Regionalgeschichte e.V.“ gelungen, ein breites Spektrum regionalhistorischer Aufsätze in ihrem neuen Jahrbuch “Siegener Beiträge“ 2013 zusammenzutragen. Herausgekommen
ist auf 256 Seiten eine lesenswerte Aufsatzsammlung mit folgenden Schwerpunkten:

Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein – Christian Brachthäuser
Christian Brachthäuser, Bibliothekar des Stadtarchivs Siegen, geht in seinem Aufsatz “Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein (1322-1371)“ der Frage nach, ob und wie ein einflussreicher Mainzer Erzbischof als Namenspatron der erstmals 1713 so bezeichneten “graf gerlachs burg“ nördlich von Netphen-Afholderbach gedient haben könnte. Der kurfürstliche Wirkungskreis kann zwar nicht in direktem Zusammenhang mit dem Burgenbau stehen, da archäologische Funde aus dem 11. Jahrhundert vorliegen und die exponierte Befestigungsanlage bereits vor der Geburt Gerlachs aufgegeben wurde. Die historisch gewachsene Verflechtung zwischen dem Mainzer Kurstaat, der Grafendynastie Nassau und dem Siegerländer Adelsgeschlecht von Bicken, das von 1601 bis 1604 selbst einen Mainzer Erzbischof stellte, könnte jedoch darauf hindeuten, dass die Namensgebung in Erinnerung an jenen Amtsträger erfolgte, der diese enge Bande im 14. Jahrhundert begründet hatte. Weiterlesen

Ausstellung „Kunst aus dem Depot: Weihnachtsbilder“

Weihnachten131. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Passend zur Adventszeit zeigt das Siegerlandmuseum eine Auswahl von Bildern mit Weihnachtsmotiven. Sie reichen von grafischen Arbeiten nach Rubens oder van Dyck bis hin zu Zeichnungen und Skizzen verschiedener Siegerländer Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Siegerlandmuseum, Ausstellungsseite

Sanierung des Grafentraktes im Oberes Schloss im Zeitplan

Bild: Steffen Mues, Babette Bammann, Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein vor der erneuerten Fassade

Bild: Steffen Mues, Babette Bammann, Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein vor der erneuerten Fassade

Gut voran kommen die Sanierungsarbeiten am Grafentrakt des Oberen Schlosses. Dies erklärten die Verantwortlichen der Stadt Siegen bei einem Pressetermin, der heute im „Trauzimmer“ des Schlosses stattfand.

Im Laufe der Maßnahmen, die Anfang Juli 2013 begannen, wurde das Gebäude in den von Schäden betroffenen Bereichen entkernt. Im zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss sind auf der Hofseite die Holzbalkendecken sowie das äußere und in Teilen das innere Fachwerk saniert worden.

Verbaut wurden dabei bisher ca. 90 Quadratmeter Mauerwerk im Sockel und in den Fachwerkgefachen (Räume zwischen den Holzbalken). Außerdem sind ca. 200 Laufende Meter Fachwerkhölzer in Eiche und ca. 60 Laufende Meter Deckenhölzer in Eiche verbaut worden. Für Sommer 2014 ist die Fertigstellung der umfassenden Sanierungsmaßnahmen vorgesehen. Weiterlesen

250 Ausstellungsstücke für „Siegen an der Heimatfront“

meldet Radio Siegen am 7.11.2013:

„Für die Ausstellung „Siegen an der Heimatfront“ sind bisher rund 250 Exponate zusammengekommen. Sie stammen von Siegener Bürgern und aus der Umgebung. Mit dabei sind unter anderem Feldpost, Bilder aus Lazaretten oder Alltagsgegenstände wie Sicheln. Mit den Gegenständen wollen die Geschichtswerkstatt und das Stadtarchiv Siegen nicht nur den ersten Weltkrieg bei uns, sondern vor allem das Alltagsleben der Menschen darstellen. Die Ausstellung könnte in einem Jahr starten. Bis dahin suche man noch nach weiteren Ausstellungsstücken, sagt Ludwig Burwitz vom Stadtarchiv.“