Vortrag „Vergesst nicht die Flüchtlinge dieser Welt“ –

Möglichkeiten und Grenzen einer Transformation des Denkmals „Deutscher Osten“ in ein Flüchtlingsdenkmal?´“
Dr. Hans Hesse, Köln und Ralf Witthaus, Crailsheim
Donnerstag, 30. Januar 2014, 19.30 Uhr
Ort: Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter
Gebühr: 3 Euro

denkmalostenSeit 1968 steht im Garten des Oberen Schlosses ein Denkmal mit der Inschrift „Vergesst nicht den Deutschen Osten“. Zwei spitz gegeneinander gestellte Dreiecke, eines größer, das andere kleiner, die deutsche Teilung symbolisierend, darauf drei Querbalken, den Buchstaben „E“ andeutend für das Wort „Einheit“. Es ist eines der über 1.200 Denkmäler in Deutschland, die an die Thematik „Flucht und Vertreibung“ erinnern. Es ist aber eines der vielen, deren Symbolik und – im Fall des Siegener Denkmals – deren Inschrift mitunter falsche Assoziationen wecken oder/und nicht mehr verstanden werden. Welcher Osten ist gemeint? Die ehemalige DDR? Weil nicht wenige Denkmäler dieser Art nicht mehr mit dem Grundgesetz übereinstimmen, mussten und müssen Veränderungen/Ergänzungen an ihnen vorgenommen werden. Weiterlesen

Ausstellung „Kunst aus dem Depot: Das Frankfurter Parlament 1848 – Karikaturen“

19. Januar bis 2. März 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Karikaturen1848Das Siegerlandmuseum ist im Besitz einer ungewöhnlichen Sammlung von Karikaturen, die den Verlauf der Verhandlungen in der Frankfurter Paulskirche 1848 festhalten. Sie porträtieren das Präsidium der Nationalversammlung, die parlamentarische Arbeit und die Gegensätze zwischen der Rechten und der Linken, die von ihm persönlich abgelehnte Wahl Königs Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser oder den Waffenstillstand von Malmö. Auch die satirischen Porträts auf die Abgeordneten der Nationalversammlung haben nichts an Aktualität eingebüßt. Es erscheint ein begleitender Katalog.

 

„Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte 18 – 2013“ erschienen

SB2013Abermals ist es der Redaktion der “Geschichtswerkstatt Siegen – Arbeitskreis für Regionalgeschichte e.V.“ gelungen, ein breites Spektrum regionalhistorischer Aufsätze in ihrem neuen Jahrbuch “Siegener Beiträge“ 2013 zusammenzutragen. Herausgekommen
ist auf 256 Seiten eine lesenswerte Aufsatzsammlung mit folgenden Schwerpunkten:

Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein – Christian Brachthäuser
Christian Brachthäuser, Bibliothekar des Stadtarchivs Siegen, geht in seinem Aufsatz “Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein (1322-1371)“ der Frage nach, ob und wie ein einflussreicher Mainzer Erzbischof als Namenspatron der erstmals 1713 so bezeichneten “graf gerlachs burg“ nördlich von Netphen-Afholderbach gedient haben könnte. Der kurfürstliche Wirkungskreis kann zwar nicht in direktem Zusammenhang mit dem Burgenbau stehen, da archäologische Funde aus dem 11. Jahrhundert vorliegen und die exponierte Befestigungsanlage bereits vor der Geburt Gerlachs aufgegeben wurde. Die historisch gewachsene Verflechtung zwischen dem Mainzer Kurstaat, der Grafendynastie Nassau und dem Siegerländer Adelsgeschlecht von Bicken, das von 1601 bis 1604 selbst einen Mainzer Erzbischof stellte, könnte jedoch darauf hindeuten, dass die Namensgebung in Erinnerung an jenen Amtsträger erfolgte, der diese enge Bande im 14. Jahrhundert begründet hatte. Weiterlesen

Ausstellung „Kunst aus dem Depot: Weihnachtsbilder“

Weihnachten131. Dezember 2013 bis 12. Januar 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Passend zur Adventszeit zeigt das Siegerlandmuseum eine Auswahl von Bildern mit Weihnachtsmotiven. Sie reichen von grafischen Arbeiten nach Rubens oder van Dyck bis hin zu Zeichnungen und Skizzen verschiedener Siegerländer Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Siegerlandmuseum, Ausstellungsseite

Sanierung des Grafentraktes im Oberes Schloss im Zeitplan

Bild: Steffen Mues, Babette Bammann, Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein vor der erneuerten Fassade

Bild: Steffen Mues, Babette Bammann, Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe und Stefan Schönstein vor der erneuerten Fassade

Gut voran kommen die Sanierungsarbeiten am Grafentrakt des Oberen Schlosses. Dies erklärten die Verantwortlichen der Stadt Siegen bei einem Pressetermin, der heute im „Trauzimmer“ des Schlosses stattfand.

Im Laufe der Maßnahmen, die Anfang Juli 2013 begannen, wurde das Gebäude in den von Schäden betroffenen Bereichen entkernt. Im zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss sind auf der Hofseite die Holzbalkendecken sowie das äußere und in Teilen das innere Fachwerk saniert worden.

Verbaut wurden dabei bisher ca. 90 Quadratmeter Mauerwerk im Sockel und in den Fachwerkgefachen (Räume zwischen den Holzbalken). Außerdem sind ca. 200 Laufende Meter Fachwerkhölzer in Eiche und ca. 60 Laufende Meter Deckenhölzer in Eiche verbaut worden. Für Sommer 2014 ist die Fertigstellung der umfassenden Sanierungsmaßnahmen vorgesehen. Weiterlesen

250 Ausstellungsstücke für „Siegen an der Heimatfront“

meldet Radio Siegen am 7.11.2013:

„Für die Ausstellung „Siegen an der Heimatfront“ sind bisher rund 250 Exponate zusammengekommen. Sie stammen von Siegener Bürgern und aus der Umgebung. Mit dabei sind unter anderem Feldpost, Bilder aus Lazaretten oder Alltagsgegenstände wie Sicheln. Mit den Gegenständen wollen die Geschichtswerkstatt und das Stadtarchiv Siegen nicht nur den ersten Weltkrieg bei uns, sondern vor allem das Alltagsleben der Menschen darstellen. Die Ausstellung könnte in einem Jahr starten. Bis dahin suche man noch nach weiteren Ausstellungsstücken, sagt Ludwig Burwitz vom Stadtarchiv.“

Vor 100 Jahren: Bezug des neuen Gebäudes der Wiesen- und Wegebauschule am Häusling

Das Schulgebäude der 1913 eingeweihten Wiesen- und Wegebauschule (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

Das Schulgebäude der 1913 eingeweihten Wiesen- und Wegebauschule (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

In der aktuellen Ausgabe seiner Reihe “Klick in die Vergangenheit“ präsentiert das Stadtarchiv Siegen für die virtuellen Archivnutzer auf www.stadtarchiv-siegen.de beispielhafte Ausarbeitungen von Schülern der ehemaligen Wiesenbauschule. Anlass ist die feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes am Häusling am 20. Mai 1913. Im Mittelpunkt sowohl des Onlineartikels als auch der begleitenden Vitrinenpräsentation im Lesesaal des Stadtarchivs im Siegener KrönchenCenter steht neben der Gebäudeeinweihung, die vor einhundert Jahren in Anwesenheit politischer Prominenz stattfand, auch die damalige Gestaltung des Schulgeländes. Originale Kartierungsarbeiten ehemaliger Schüler der Wiesen- und Wegebauschule komplettieren zudem die Vitrinenausstellung. Weiterlesen

Vortrag: »(…) in der Johannis Kirche eine Comödie gehalten (…)«

– Siegener Theaterleben vom 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert)

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 17.10.2013, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter, Markt 25, Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

Mit einem wenig bekannten Kapitel der Siegener Kulturgeschichte wird am kommenden Donnerstag die Veranstaltungsreihe des „Siegener Forums“ im städtischen Kulturzentrum KrönchenCenter fortgesetzt, dieses Mal in Kooperation mit dem „Freundeskreis der Busch-Brüder e.V. Siegen“. Stadtarchivar Ludwig Burwitz wird sich dann mit der Frage auseinandersetzen, ob man in Siegen von einer lebendigen Theatertradition sprechen kann.
Wie in vielen anderen Städten setzt auch in Siegen mit dem Erstarken des Bürgertums im frühen 19. Jahrhundert ein Interesse an kulturellen Veranstaltungen ein. Dies zeigt sich unter anderem im Auftreten von Wanderschauspielern noch während der so genannten Franzosenzeit. Aber was war davor? Mussten die Siegener gänzlich auf schauspielerische Genüsse verzichten?
Anhand verschiedener Quellen aus dem Stadtarchiv zeigt der Referent auf, dass es bereits seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert regelmäßig geistliche und weltliche Spiele in Siegen gab. Und als im November 1555 der neue Rektor der Lateinschule feierlich in sein Amt eingeführt wird, führen Schüler und Bürger der Stadt eine Komödie auf, die man getrost als den Beginn der Siegener Theatertradition bezeichnen kann. Weiterlesen