Begleitheft zur Ausstellung „Leben mit Behinderung gestern und heute“

euthanaleichtsprach1Das Begleitheft dürfte die erste regionalgeschichtliche Veröffentlichung sein, die in „Leichter Sprache“ geschrieben wurde. Beispielgebend und nachahmenswert!
Das 27 Seiten starke Heft schildert zwei Schicksale von Opfern der NS-Krankenmorde und schlägt die Brücke zu vier aktuellen Lebenswegen in Siegen-Wittgenstein.
Zu erhalten ist das Heft über den AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Koblenzer Straße 138 57072 Siegen, Tel.:0271/3386-0, info@awo-siegen.de . Dem Heft ist eine weite Verbreitung zu wünschen.

Einträge auf siwiarchiv zum Thema NS-Krankenmorde

Siegerland 1/2013 erschienen

Inhalt

Garf Johann VIII. von Nassau-Siegen (1583 – 1638), von Holger Th. Gräf Seite     3
Die evangelische Pfarrkirche in Oberholzklau, von Katja Siebel Seite   19
Der Hilchenbacher Orgelstreit, von Gabriel Isenberg Seite   30
Die Altarräume der vorkonziliären Liturgie in den Kirchen des Dekanats Siegen, von Erwin Isenberg Seite   36
Der Köln-Müsener Bergwerks-Actien-Verein, von Horst Grafe Seite   61
Das Schicksal der „Schlanken Mathilde“, von Reinhard Helsper Seite   75
Der Siegerländer Kunstverein 1922 – 1925, von Kirsten Schwarz-Gahlmann Seite   93
Artur Franz oder „Der Vogel-Franz“, von Alfred Becker Seite 113
Vorstands- und Vereinsarbeit 2012/2013, von Andreas Bingener Seite 119
Rezensionen Seite 125

Quelle: Homepage Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Homepage

Eli und Aki Rosenberg in Siegen:

Auf den Spuren der Vorfahren unterwegs

Eli Rosenberg aus Dänemark nahm gemeinsam mit seiner Frau Pia im November 2008 an der Gedenkstunde zur 70. Wiederkehr der Pogromnacht in Betzdorf teil. Vor einigen Tagen besuchte er erneut die Heimat seiner Vorfahren. Diesmal in Begleitung seines älteren Bruders Aki aus Israel. Sie statteten zunächst der Viktoriastraße in Betzdorf einen Besuch ab. Hier war Großvater Louis Rosenberg (1875-1953) Eigentümer eines Konfektionsgeschäftes. Zur Eli und Aki Rosenberg (von links) besuchten Landrat Paul Breuer (Mitte) gemeinsam mit Klaus Merklein und Traute Fries (rechts) im Kreishaus in Siegen.Geschäftsaufgabe durch die nationalsozialistischen Machthaber gezwungen, zog er 1938 zu seinem Bruder Julius nach Siegen in die damalige Adolf-Hitler-Straße (Sandstraße). Julius Rosenberg betrieb hier einen Viehhandel. Willy Rosenberg (1914-1990), Louis Sohn, war Verkäufer bei Leonhard Tietz – später Kaufhof – in der Siegener Oberstadt. Er erfasste die politische Situation bereits sehr früh, emigrierte 1933 nach Frankreich und später nach Palästina. Mit seiner Frau Nursia hatte er drei Söhne, neben Aki (Jahrgang 1945), Eli (Jahrgang 1955) noch Rami (1939). Weiterlesen

Plakatkunst als Sammelband

heesbildbandLückenlose Serie jetzt als Künstlerbuch: Universi verlegt alle von Daniel Hees gestalteten Plakate für das „Studio für Neue Musik“.

Das „Studio für Neue Musik“ der Universität Siegen hat im vergangenen Jahr sein 100. Konzert gefeiert. Die vom Komponisten, Organisten und Musikwissenschaftler Professor Martin Herchenröder 1995 gegründete Reihe war ursprünglich als Ergänzung des Lehrangebots im Fach Musik an der Universität Siegen geplant. Mittlerweile hat sie sich längst zu einer international bekannten, vom Publikum, von Künstlern wie Studierenden nachgefragten Reihe von Renommee entwickelt, was u.a. auch die häufigen Mitschnitte von WDR und Deutschlandfunk dokumentieren. Weiterlesen

Wettbewerb zur Gestaltung des „Walter-Krämer-Platzes“ geht in die nächste Runde

Der im Frühjahr ausgelobte Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des künftigen Walter Krämer-Platzes am Kreisklinikum in Siegen geht in die zweite Wettbewerbsphase. Die Jury unter Vorsitz des renommierten Kunstexperten Prof. Dr. Christoph Brockhaus hat in ihrer ersten Sitzung, die im Kreisklinikum Siegen stattfand, aus insgesamt 22 Einsendungen zwei Vorschläge ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen. Die beiden Künstler werden jetzt aufgefordert, bis Ende Oktober 2013 eine detaillierte Entwurfsplanung einzureichen, in der unter anderem die technische Realisierbarkeit nachgewiesen und zudem eine genaue Kostenaufstellung enthalten ist. Damit beginnt offiziell die zweite Wettbewerbsphase, an deren Ende eine endgültige Entscheidung der Jury steht. Weiterlesen

Aufbruch in eine neue Zeit:

Tankstelleneröffnung im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Testlauf mit Oldtimer: Dr. Hubertus Michels, Leiter des Referates Bauwesen, LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen, Alexander Eggert (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Kathrin Bödeker vom Autohaus Stricker fahren an der Tankstelle aus Siegen-Niederschelden vor, die an den kommenden drei Sonntagen im LWL-Freilichtmuseum Detmold eröffnet wird. Foto: LWL/Jähne

Testlauf mit Oldtimer: Dr. Hubertus Michels, Leiter des Referates Bauwesen, LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen, Alexander Eggert (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Kathrin Bödeker vom Autohaus Stricker fahren an der Tankstelle aus Siegen-Niederschelden vor, die an den kommenden drei Sonntagen im LWL-Freilichtmuseum Detmold eröffnet wird.
Foto: LWL/Jähne

Mit der Eröffnung der historischen Tankstelle aus Siegen-Niederschelden ziehen die 1960er Jahre ins Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale eröffnete die Tankstelle am Sonntag, 14. Juli. „Es hätte kein besseres Gebäude geben können, um mit dem Ausbau des Siegerländer Weilers im Stile der 1960er Jahre zu beginnen“, erklärt LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. „Durch den Ausbau des Tankstellennetzes wurden Urlaubsreisen und Ausflüge auch für die Bevölkerung Westfalens deutlich einfacher. Eine neue Freiheit zog ein.“ Somit können im LWL-Freilichtmuseum Detmold nun erstmals wichtige kulturgeschichtliche Phänomene der Nachkriegszeit thematisiert werden, die auch auf dem Land zu Verstädterungserscheinungen und deutlichen Modernisierungen führten.

Die Tankstelle Schütz aus Siegen-Niederschelden wurde 1951 errichtet und wird im Freilichtmuseum im Zustand der 1960er Jahre gezeigt. Sie ist räumlich und funktional gegliedert in eine vorgelagerte, überdachte Tankinsel mit Zapfsäulen, ein dahinter liegendes Tankwarthaus mit Kassenraum sowie separatem WC und eine daran angeschlossene, befahrbare Wasch- bzw. Pflegehalle. Weiterlesen