Ausstellungseröffnung zur Wittgensteiner Kirche im Ersten Weltkrieg

Schautafeln, Dokumente, Exponate sind im Berleburger Haus der Kirche bis Ewigkeitssonntag zu sehen

Gerne kam Dr. Johannes Burkardt mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch.

Gerne kam Dr. Johannes Burkardt mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch.

Am Freitag wurde im Haus der Kirche des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein die Ausstellung „Unser Volk betet wieder – wenigstens am Anfang des Krieges“ eröffnet. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte Staatsarchivdirektor Dr. Johannes Burkardt viele Dokumente und Exponate jener Zeit aus dem Wittgensteiner Kirchkreis-Archiv zusammengestellt. Hinzu kamen elf Schautafeln, die sehr konzentriert Archivmaterial aus Siegerland und Wittgenstein thematisch zusammenfassten. Die Frage über allem: Welche Rolle spielte damals die Kirche? Zwei Tage vorm Volkstrauertag wurde die Ausstellung eröffnet. Durch die Eröffnung führte der Wittgensteiner Synodalassessor Dieter Kuhli, die musikalische Gestaltung übernahm Dr. Ulf Lückel. Weiterlesen

„Lost Generation meets Smartphone-Generation“

Markus Meckel stellt innovative History APP vor
pfauapp!
Die „Lost Generation“ – die verlorene, junge Generation, die im Ersten Weltkrieg lebte, litt und starb – steht im Mittelpunkt der APP des Volks­bundes. 100 Jahre nach Beginn der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts spricht diese Smartphone-/ Smartpad-APP vor allem die heutige Generation an. Die APP ist ab sofort für iOS im „App Store“ von Apple sowie für Android im „Play Store“ von Google erhältlich.
Unter dem Motto: „Lost Generation meets Smartphone-Generation“ will der Volksbund gerade junge Menschen auf das Thema aufmerksam machen und für die Schicksale ihrer Altersgenossen im Weltkrieg sensibilisieren. Das Thema Bildung ist Markus Meckel, Präsident des Volksbundes, sehr wichtig. „Durch die fünf Avatare – Menschen, die wirklich gelebt haben – lernen ihre Altersgenossen von heute sehr intensiv und authentisch, was es heißt, in dieser Zeit gelebt zu haben. Auch wenn wir einen Game-Designer bei der Gestaltung um Unterstützung gebeten haben ist mir eines ganz wichtig: ,Lost Generation‘ ist kein Spiel, sondern eine echte Zeitreise in unsere Vergangenheit“, sagt Markus Meckel. Etwa 120 Minuten Videomaterial sowie rund 700 Einzelbilder mit begleitenden Texten werden mit der APP präsentiert.
Zielgruppe: Jugend – Lebendige Geschichte
Die von den Historikern Stefan Nies und Dieter Pfau entwickelte APP richtet sich inhaltlich in erster Linie an Jugendliche. Sie ist hervorragend für den Einsatz im Schulunterricht oder außerschulisch in der historischen und politischen Bildungsarbeit geeignet. Entsprechend ist das Produkt aufgebaut. Anhand von fünf sogenannten Avataren können heutige Jugendliche erfahren, wie die Jugendlichen vor 100 Jahren den Ersten Weltkrieg erlebt haben.
Reale Avatare erklären ihr Leben im Ersten Weltkrieg
pfauapp2Für die einzelnen Avatare wurden reale Schicksale ausgewählt. Diese jungen Menschen haben tatsächlich gelebt und ihre Erlebnisse werden mit authentischen, meist auch privaten Fotos und Briefen dokumentiert. Die ausgewählten jungen Menschen stammen aus verschiedenen Milieus und gehören unterschiedlichen Religionen an. So gehörte ein junger Mann auch zu den fast 100 000 Soldaten jüdischen Glaubens, die im Ersten Weltkrieg für den Kaiser kämpften.
Die dargestellten Personen haben den Krieg an der West-, Ost- und Heimatfront erlebt. So lernen die Nutzer der APP den Ersten Weltkrieg und seine Begleiterscheinungen aus verschiedenen Perspektiven kennen.
Das Leben jedes Avatars wird mit fünf Videosequenzen (Länge jeweils ca. 3 Minuten) dargestellt. Auch hier wurden authentische Fotografien, Grafiken, Briefe und andere Quellen verwendet. Diese Materialien können in einer „Doku“-Ebene auch einzeln mit zusätzlichen Informationen betrachtet werden.
Für den Siegener Raum von Interesse: eine der in der App vorgestellten biografischen Skizzen („Avatare“) ist die von Wilhelm Fries aus Weidenau.

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www.damals-in-siegen.de – history sells?

Ihre Meinung ist gefragt!

"Tietz 1932. 1928 wurde der damalige Neubau unter dem Namen Tietz eröffnet." [Heute u. a. Sitz des Siegener Stadtarchivs]

„Tietz 1932. 1928 wurde der damalige Neubau unter dem Namen Tietz eröffnet.“ [Heute u. a. Sitz des Siegener Stadtarchivs]

Vor wenigen Tagen hat die Siegener Zeitung den Online-Shop Damals-in-Siegen.de eröffnet: „In ihren Anfängen war die Fotografie teuer und nicht für jedermann erschwinglich. Familienporträts, Ansichten eines Dorfes oder einer Stadt, der Besuch eines hochdekorierten Gastes … keine Schnappschüsse, aber Momentaufnahmen einer vergangenen Zeit.

Lebhafter wurde die Fotografie als Illustration besonderer Ereignisse oder regionaltypischer Arbeitswelt – sie dokumentierte und die Zeitung machte sie mit dem Abdruck einer breiten Leserschaft zugänglich. Weiterlesen

Handbuch der hessischen Geschichte 3 erschienen

hbhessgeschWinfried Speitkamp (Hg.): Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900–1806. Handbuch der hessischen Geschichte 3. XVIII und 530 Seiten, 15 s/w Karten (Veröffentlichungen der Historischen Kommision für Hessen
ISBN 978-3-942225-17-5 geb. € 36,00

Seit dem Jahr 2010 erscheint das Handbuch der hessischen Geschichte in neuer Gestalt. An die Stelle des Planes, große übergreifende und alle Themenbereiche einer Epoche abdeckende Werke zu schaffen, ist nun das Konzept einer offeneren Handbuchreihe getreten. Die einzelnen Bände versammeln unter einem stärker eingegrenzten Thema einschlägige Beiträge.
Dieser Band enthält territorialgeschichtliche Darstellungen zu folgenden früheren Herrschaften und Territorien in der Zeit zwischen ca. 900-1806: Nassauische Grafschaften, Grafschaft Diez, Herrschaften an der Lahn, Grafschaft Katzenelnbogen, Herrschaften zwischen Rhein und Odenwald, Grafschaft Erbach, Grafschaft Hanau, Grafschaft Isenburg-Büdingen, Herrschaften in der Wetterau, Wetterauer Grafenverein, Reichsritterschaften, Grafschaft Solms, Grafschaft Ziegenhain, Grafschaft und Fürstentum Waldeck bis 1814/1816 und Grafschaft Wittgenstein. Der Band wird erschlossen durch ein Orts- und Personenregister.
Der Band ist erhältlich im Buchhandel oder bei der Historischen Kommission für Hessen (hiko-marburg@web.de)

Quelle: Historische Kommission für Hessen