
Kartenvisualisierung der Adressaten des Klagebriefs. (u. a. mit der Stadt Siegen und der Familien Sayn-Wittgenstein Berleburg). Daten und Visualisierung: Alina Ostrowski. Grundkarte: Open Street Maps. Verwendetes Programm: QGIS.
„Am vierten Mai 1444 stellte die Stadt Soest, die sich zu jenem Zeitpunkt seit mehreren Jahren in anhaltendem Konflikt mit ihrem Stadtherrn, dem Kölner Erzbischof Dietrich von Moers, befand, ein etwa 1,80 m langes Schreiben aus, welches sie selbst als „Klagebrief“ bezeichnete und welches an über hundert namentlich genannte Adressaten gerichtet war. In ihrem Klagebrief führten die Soester weitläufig alle Beschwerden auf, die sie im Konflikt mit dem Erzbischof zu beklagen hatten, und kündigten an, sich im Falle einer ausbleibenden Einigung einem neuen Stadtherren zu verschreiben. Im Juni folgte dann tatsächlich der Anschluss an den Jungherzog von Kleve und die Fehdeansage an Kurköln. Der eigenmächtige Übertritt der Stadt zu einem anderen Stadtherren war eine beispiellose Eskalation in einem regionalen Konflikt, der sich in der Folge als sogenannte Soester Fehde (1444–1449) zu einem kriegerischen Ereignis überregionaler Bedeutung auswuchs. …“
Quelle: Alina Ostrowski (24. August 2026). Propaganda in der Soester Fehde? Der Soester Klagebrief vom 4. Mai 1444. Westfalen/Lippe – historisch. Abgerufen am 25. August 2026 von https://doi.org/10.58079/16ols

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Mobilität in der Sackgasse – Am frühen Morgen in Südwestfalen: Pendler reihen sich Stoßstange an Stoßstange, Umleitungen ziehen sich durch Dörfer, und Baustellen gehören zum üblichen Straßenbild. Was für viele Alltag ist, ist für den Siegener Wissenschaftler Dr. Christian Franke ein historisch gewachsenes Problem und ein Warnsignal für die Zukunft.
Zwischen 1975 und 2010 erschien der „Westfälische Städteatlas“ in insgesamt elf großformatigen Lieferungen. Weitere Bände sind unterblieben, da das Projekt seit 2014 in veränderter Form als „Historischer Atlas westfälischer Städte“ fortgeführt wird. Gleichwohl stellen die 80 – u. a. , Freudenberg, Hilchenbach, Siegen – im „Westfälischen Städteatlas“ behandelten Städte bis heute den Kernbestand der westfälischen Atlasarbeit dar.
In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.

Die Autorinnen und Autoren eröffnen ein Panorama unterschiedlicher Dimensionen aus archivischer und historischer Perspektive von Kinderkuren, die in Deutschland zwischen 1945 und 1990 nach Schätzungen bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen haben. Die Archivarinnen und Archivare präsentieren Bestände verschiedener Archive sowie rechtliche und praktische Fragen der Nutzung im Zusammenhang von Aufarbeitungsinteresse und Persönlichkeitsrechten. Die Historikerinnen und Historiker sondieren neue Forschungsfragen – u.a. zur longue durée der Kinderkuren oder der Kinderkurheime als andere Orte (Foucault) –, unternehmen in Fallstudien erste Erkundungen des Feldes in internationaler Perspektive und präsentieren Forschungsergebnisse zu „Medikamentenmissbrauch“ oder der Heimaufsicht. Zudem werden methodische Fragen im Kontext von Oral History und Auftragsforschung thematisiert sowie die museale Vermittlung im Kontext einer ausgewogenen Darstellung der Kinderkuren austariert.
