Ausstellung “Landschaft, die sich erinnert”

10.06. bis 30.09.2018, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Thomas Kellner, Mundloch / Lochkamerafotografie (Heinrichshoffnung, Siegerland), 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Was ist Landschaft heute? Noch immer stellt man sich das ästhetische Ideal eines abwechslungsreich gestalteten Natur-, Agrar- und Siedlungsraums vor. Moderne Landschaften sind dagegen häufig ‚Nicht-Orte‘. Dort werden Spuren sichtbar – von ökonomischen Eingriffen, wechselnden Grenzziehungen, Flucht, Krieg oder von Zersiedlung und Bergbau.
Übrig bleibt Restnatur, in der Ruinen von geschichtlichen Ereignissen zeugen. Öde Landschaften, die von vergangener Gewalt sprechen, degradiert zu Material. Gleichzeitig werden (Kriegs-)Erinnerungen durch architektonische Monumente des 20. Jahrhunderts sichtbar verkörpert.
24 Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung bringen Landschaften zum Sprechen. Sie schaffen aktuelle Landschaftsbilder zwischen Fiktion, Sinnbild und Dokumentation und appellieren an unser Vermögen, diese zu lesen und zu entziffern – aber auch an unsere Imagination und unsere Fähigkeit, zu trauern.
Werke von:
Marianna Christofides, Luc Delahaye, Chloe Dewe Mathews, Lukas Einsele, Anca Benera und Arnold Estefán, Cyprien Gaillard, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Markus Karstieß, Thomas Kellner, Jan Kempenaers, Anselm Kiefer, Aglaia Konrad, Susanne Kriemann, Armin Linke, Richard Mosse, Andreas Mühe, Multiplicity, Paul Nash, Alexandra Navratil, Milica Tomić & Sans Souci Collective, Unknown Fields, Danny Veys, Paul Virilio und Kristof Vrancken.

Eine Kooperation mit dem Museum of Contemporary Art, Bukarest, dem Center for Decontamination, Belgrad und der Sint-Lukas Galerie, Brüssel.

Kuratoren:
Eva Schmidt, Kai Vöckler
Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit vielen Texten und Abbildungen im Snoeck Verlag, Köln.

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Stiftung der Sparda Bank West, dem Freundeskreis, der Flämischen Gemeinsachft und dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa).
Quelle: Museum für Gegenwartskunst Siegen, Ausstellungsseite

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