Literaturhinweis: Karl Heupel, Bergbau im Siegerland – Grube “Große Burg”

Bergbau im Siegerland – Grube “Große Burg”Mit Lebenserinnerungen von Hermann Held    252 Seiten   Ein Buch zum Sehen, Verstehen und zum Erinnern!  Als Hermann Held aus Altenseelbach Rentner wurde, hatte er sich vorgenommen alle Gruben in seiner Heimat zu finden. Manchmal musste er lange suchen, bis er einen Stollen oder eine Halde entdeckte. Einige Halden waren nicht mehr zu finden, da sie abgetragen und dem Wegebau zum Opfer gefallen waren. Mit seinem erworbenen Wissen hielt er in Vorträge zum Thema Bergbau und stellte dabei fest, dass die Menschen ein großes Interesse an bergbaulichen Themen besitzen. Ihm persönlich lag vor allem die Geschichte der Grube „Große Burg“ am Herzen. Das Buch beinhaltet übertragbare Informationen, die auch für die meisten Bergwerke im Siegerland zu treffen und gibt einen fantastischen Einblick in die Welt untertage.  Weiterlesen

Stefanie Siedek-Strunk hat für ihre Masterarbeit über Separatisten im Siegerland im 18. Jahrhundert den Historikerpreis der Dirlmeier Stiftung erhalten

Preis Stefanie Siedek-Strunk

Im Rahmen des Jahresempfangs des Rektorats am 7. November 2013 hat Stefanie Siedek-Strunk für ihre kirchengeschichtliche Masterarbeit im Studiengang Internationale Kulturhistorische Studien den Historikerpreis der Dirlmeier Stiftung erhalten. Mit ihrer Arbeit unter dem Thema „Siegerländer Separatismus in kirchlicher und obrigkeitlicher Wahrnehmung. Quellenstudien zur Mitte des 18. Jahrhunderts“ hat sie einen fundamentalen und innovativen Beitrag zum Verständnis der religiösen Traditionen des Siegerlandes und zur wenig erforschten Phase des Übergangs vom Pietismus zur Erweckungsbewegung generell geleistet. Weiterlesen

Prof. Dr. Wilhelm Kohl vollendet sein 100. Lebensjahr

wKohl100Am 9. Dezember wurde der Archivar und Landeshistoriker Prof. Dr. Wilhelm Kohl 100 Jahre alt. Auch heute noch hält er sich mit Arbeit fit – täglich erschließt er mindestens eine mittelalterliche Urkunde. Erst vor einem halben Jahr hat er als Autor landesgeschichtlicher Bücher und Aufsätze die Feder aus der Hand gelegt. Pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint sein letzter Aufsatz über „Alte, verloren gegangene Epitaphien in Münster und Rheine“ im Druck. Weiterlesen

Von Baustelle zu Baustelle – von Gießen nach Siegen

awollEin Interview zum 90. Geburtstag von Gründungsrektor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Artur Woll.

Frage: Herr Prof. Woll, Sie sind kürzlich 90 Jahre alt geworden – herzlichen Glückwunsch und alle guten Wünsche nachträglich. Schaut man auf Ihren frühen Lebenslauf, schien die akademische Laufbahn nicht vorgezeichnet. Mit 30 haben Sie – sicherlich auch kriegsbedingt – das Abitur am Abendgymnasium gemacht. Kam das Interesse am Studium spät, oder waren die Bedingungen vorher ungünstig?

Prof. Woll: Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern. Mein Vater war Bergmann und schon früh Invalide. Ich habe keinen Beruf erlernt, war Hilfsarbeiter bei der Bahn. 1940 bin ich als 17-Jähriger schon freiwillig Soldat geworden. Das habe ich gemacht, da man auf diese Weise die Waffengattung wählen konnte. Ich habe mich für die Luftwaffe entschieden, bin zum Piloten und schließlich zum Fluglehrer ausgebildet worden. Nach dem Krieg war ich bei der Bahn als Hemmschuhleger an einem Duisburger Verschiebebahnhof beschäftigt. Mit meiner Tätigkeit als Hilfsarbeiter war ich aber nicht zufrieden. Ich wollte weiterkommen. Als 1950 das erste Abendgymnasium in NRW in Duisburg öffnete, bin ich dorthin gegangen und habe 1954 mein Abitur gemacht. Der Direktor des Abendgymnasiums hat mich bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiaten vorgeschlagen. So war es mir möglich zu studieren. Weiterlesen