Stadtrundgang für Kinder

Bilder einer Veranstaltung in Freudenberg zur Erinnerung an den Beginn des 80- jährigen Kriegs vor 450 Jahren

Foto: Bernd Brandemann

Die „Backhauswärterin“ erklärt den Kindern den „Siegerländer Riewekoache“ vor dem heutigen Freudenberger „Kultourbackes“. Das Backhaus in Freudenberg war das größte kommunaleigene Backhaus des Siegerlandes. Es wurde nach dem Krieg zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Heute ist dort die Bücherei, der Jugendtreffpunkt und das Touristik-Büro untergebracht.
Der Siegerländer Riewekoche ist ein traditionelles Gebäck (Brot) des Siegerlandes, welches seit dem 18. Jahrhundert zur Hälfte aus Kartoffeln hergestellt wird. Das Originalrezept steht in den „Dillenburger Intelligenz-Nachrichten“ (dem damaligen Regierungs-Amtsblatt).

Ganz rechts im Bild ist Cindy Peplinski, die neue Touristikmanagerin der Stadt Freudenberg. (Foto: Bernd Brandemann)

Die Kinder binden kleine „Haubergs-Schanzen“. Solche Schanzen wurden aus Reisig-Zweigen gefertigt, welche für die Verwendung im Backhaus benutzt wurden. Weiterlesen

Vortrag »Adel und Frömmigkeit. Ein Blick in die beiden Grafenhäuser Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein im 18. Jahrhundert«

und anschließende Jahreshauptversammlung des Hilchenbacher Geschichtsvereins e. V.
10.04.2018, 19:00 Uhr, Hilchenbach, Rathaus, Ratssaal, 1. OG, Markt 13

Vor Eintritt in die Tagesordnung wird Herr Dr. Ulf Lückel, Marburg/Lahn, evangelischer Theologe und Kirchenhistoriker sowie Schriftleiter der Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V., einen Vortrag halten über „Adel und Frömmigkeit. Ein Blick in die beiden Grafenhäuser Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein im 18. Jahrhundert“.

In dem Vortrag »Adel und Frömmigkeit« wird die Entwicklung des radikalen Pietismus in Wittgenstein beleuchtet. Dr. Ulf Lückel stellt die vielfältigen Faktoren vor, die zu einer einzigartigen Konstellation in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Wittgensteiner Raum führten, als das gräfliche Haus zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg mit großem Engagement die neue religiöse Bewegung unterstützte. Weiterlesen

Erinnerung an geschichtliche Ereignisse in Freudenberg vor 450 Jahren

Zusätzliche Stadtführungen

In den ersten Apriltagen 2018 jährt sich zum 450. Male, dass das damalige Schloss Freudenberg den Schauplatz für geheime Gespräche bildete. Ab Freitag, dem 2. April 1568 bis zum Sonntag, 4. April 1568 leitete hier Wilhelm von Oranien, begleitet von seinen Brüdern Johann dem Älteren (1536-1606), Ludwig (1538-1574) und Adolf (1540-1568), eine Konferenz mit den „Edlen von Gelderland“, um Aktionen zur Befreiung der Niederlanden im Kampf gegen die spanische Unterdrückung zu besprechen.

Mit einem Vortrag heute, 19:00 Uhr, im Mittendrin-Museum (Eintritt 5 Euro) erinnert der 4Fachwerk-Arbeitskreis „Stadtgeschichte“ an das Ereignis im Jahre 1568 . Darin enthalten sind auch Informationen zum Leben von Wilhelm von Oranien, der am 24. April 1533 in Dillenburg geboren wurde. Aufgezeigt wird sein Werdegang vom deutschen Grafensohn, dem Erben des Fürstentum von Oranien, zum niederländischen Hochadeligen, der dort als „Vater des Vaterlandes“ verehrt und sein Name in dem Lied „Het Wilhelmus“ verewigt wird, das 1932 zur Niederländischen Nationalhymne bestimmt wurde. Wilhelm von Oranien fiel am 10. Juli 1584 in seiner Delfter Residenz einem Mordanschlag zum Opfer.
Bereits bei seiner Flucht aus den Niederlanden, die am 22. April 1567 von Antwerpen aus begann und dann zunächst nach Breda führte, war das Schloss Freudenberg eine Station auf dem Reiseweg Wilhelm von Oraniens. So schildert es Hermann Romberg in seinem 1970 herausgegeben Buch „Der Prinz von Oranien“: „Von Köln aus hielt er die alte Köln-Siegener Straße über Bensberg durch das Bergische Land ein und erreichte in den ersten Maitagen die nassauische Grenzfeste Freudenberg, westlich Siegen. Die Vor- und Nachhut bildeten Lanzenreiter zum Schutz gegen Überfälle. Der Prinz ritt direkt hinter der Vorhut. Dann folgte der Reisewagen der Prinzessin mit den Kindern, ihrer vierjährigen Tochter Anna, sowie Wilhelms ältester Tochter Maria, jetzt elf Jahre alt, weiter die Wagen des Gefolges, der Dienerschaft und schwere Lastwagen mit Kisten und Körben für Kleider, Wäsche und kostbare Wertsachen, darunter das große silberne Tafelgeschirr, die berühmten Wandteppiche und vieles, was man vor der Raublust der Spanier retten wollte und eben noch mitnehmen konnte. Wilhelm scheint schon am 7. Mai kurz in Dillenburg gewesen zu sein. Der größte Teil der annähernd 150 Menschen muss einige Tage in Freudenberg und Siegen bleiben, bis sein Bruder Johann die Unterkunft für sie in Dillenburg geordnet hatte.“ Weiterlesen

Studienfahrt Frankfurt/Main: „Rubens. Kraft der Verwandlung“

Eine Ausstellung des Städel Museums Frankfurt.
Treffpunkt: Hauptbahnhof Siegen
Mi. 11.04.2018, 09:54 Uhr – 20:05 Uhr

„Die Ausstellung thematisiert anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen des Meisters – einen bisher wenig beachteten Aspekt in seinem Schaffensprozess: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Oeuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie die der späteren Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des späten 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen.
Die Gattungsgrenzen überschreitende Ausstellung vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, van Tetrode und van der Schardt.
Im Preis enthalten sind Bahnfahrt, Eintritt und Führung. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass aufgrund des pauschalierten Kostenbeitrages keine Erstattungen erfolgen können, wenn einzelne Leistungen nicht in Anspruch genommen werden.“
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Vortrag: Jüdisches Leben in Wittgenstein, von den Anfängen bis zum Untergang 1938.

Eine Annäherung an vier Jahrhunderte fast vergessener Geschichte

Mi. 11.04.2018, 19:00 Uhr – 21:00
Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3, Bad Laasphe

„In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Im Jahr 2018 erinnern und gedenken wir besonders der Pogromnacht 1938, die vor 80 Jahren stattfand und auch vor Wittgenstein nicht Halt machte. Auch den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den Städten und Dörfern Wittgensteins zeigte sich nun das wahre Gesicht der regierenden Nationalsozialsten, diese Menschenverachtende Fratze, die nun völlig entfesselt hervortrat und letztlich alles blühende jüdische Leben in unserer Region zerstörte!
Der Vortrag möchte aber nicht nur auf das Ende und den Holocaust unter den Nationalsozialisten eingehen, sondern auch einen Rückblick auf die Anfänge und das Werden der jüdischen Gemeinden in Wittgenstein werfen.
Die Sorgen und Nöte, aber auch das ganz normale Leben in den vier Jahrhunderten jüdischen Lebens sollen exemplarisch an ausgewählten Fällen und Begebenheiten, die Aktenkundig geworden sind, vorgestellt und verortet werden.
Es ist ein wichtiger und spannender Teil Wittgensteiner Geschichte, der bislang eher vernachlässigt wurde – gerade das 18. und 19. Jahrhundert.
Der Vortrag richtet sich an alle an der Geschichte, Kulturgeschichte und Territorialhistorie interessierten Menschen. Der Referent Ulf Lückel wird reichlich Bildmaterial – auch historische Abbildungen, Karten etc. mitbringen – diese werden den Vortrag anschaulich untermalen (spezielle Vorkenntnisse sind keineswegs erforderlich).“
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Lesen von Handschriften des 19. und 20. Jahrhunderts

11.4., Infoabend
18.4. 25.4., 2.5., Kurs
Terrassensaal der Weißen Villa, Dreslers Park, Kreuztal

„Wir haben eine große Kiste mit Feldpostbriefen von meinem Urgroßvater, können die Schrift aber nicht lesen …“
„In einem alten Kochbuch habe ich lauter handgeschriebene Rezepte von meiner Großtante gefunden, aber wie soll ich die entziffern…?“
„Ich habe alte Tagebücher auf den Dachboden gefunden und kann sie nicht lesen …“
Immer wieder hören die Archivarinnen und Archivaren im Kreis Siegen-Wittgenstein solche Äußerungen.
Deshalb hat das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein ein Angebot für alle entwickelt, die sich auf unterschiedliche Weise für die Geschichte ihrer Familien oder ihres Ortes, ihrer Höfe, interessieren.
Die Volkshochschule des Kreises Siegen-Wittgenstein wurde als Partner gewonnen.
Die Veranstaltung richtet sich also an Menschen, die z.B.
– Briefe, eine Familien- oder Schulchronik lesen,
– Geschäftsbücher auswerten,
– ein Ortsjubiläum vorbereiten,
– eine Dorfgeschichte verfassen wollen.
Anhand von ausgewählten Schriftstücken lesen und üben Sie die deutsche Kurrentschrift.
Bitte mitbringen: Papier, Bleistift und Radiergummi.

Filmabend: Historisches Siegerland. Teil II

16.3.2018, 19:00
Siegen, KrönchenCenter (Markt 25), Vortragsraum

Geschichte am laufenden Band. Das ist das Ergebnis einer thematischen Zusammenstellung von historischen Dokumentarfilmen über das Siegerland. Die Siegener Filmproduktion Mundus-TV hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Filmproduktionen über das Siegerland zu recherchieren und restauriert als DVD interessierten Bürgern wieder zugänglich zu machen. Herausgekommen ist eine zur Wirtschaftsgeschichte des Siegerlandes passende Edition bestehend aus drei Filmen.
Die VHS zeigt diese Zeitreise – drei starke Siegerlandfilme aufgeteilt an zwei aufeinanderfolgenden Freitagabenden:

»Revier hinter den Bergen« (Teil 2) »Siegen Wittgenstein – Wo Tradition modern ist«

Von den Anfängen der Eisengewinnung bis hin zu modernen Industrieunternehmen. Die A 45 befindet sich gerade erst im Bau und die für das Siegerland, ja, den Siegerländer arttypische Eigenbrötelei sind den Filmemachern auch nicht verborgen geblieben. Ein sehenswertes Stück Zeitgeschichte.
Mit Siebenmeilenstiefeln kündigt sich die der dritte Dokumentarfilm an und macht einen großen Sprung in das Jahr 2010. Die Dokumentation Siegen-Wittgenstein zeichnet ein Bild der Region in den Bereichen Geschichte, Wirtschaft und Tourismus.
Quelle: Volkshochschule der Stadt Siegen

Vortrag »Das ‚Dritte Reich‘ im Kriminalroman der Gegenwart«

Privatdozent Dr. Jürgen Nelles (Vorlage: Jürgen Nelles)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 15. März 2018, um ein vielbeachtetes und keineswegs nur literarisches Thema: Das „Dritte Reich“ im Kriminalroman der Gegenwart.

So stehen die Aufklärung von Verbrechen und die Aufarbeitung von Vergangenheit im Mittelpunkt der ebenso erfolgreichen wie spannenden Kriminalromane von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren wie Frank Goldammer, Volker Kutscher und Ferdinand von Schirach, aber auch des Briten Philip Kerr, des Polen Marek Krajewski oder der französischen Schriftstellerin Dominique Manotti.
Die von den Schriftstellern dargestellten – authentischen oder fiktiven – Kriminalfälle spielen zwischen 1930 und 1945 vor dem Hintergrund der damaligen politischen, sozialen und kulturellen Verhältnisse. Der mit vielen Fotografien bebilderte Vortrag von Dr. Jürgen Nelles zeigt, wie in der Gegenwart ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte in einem populären Genre verarbeitet und aufgearbeitet wird. Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht:

Gleichstellungsbeauftragte laden zu Bildungsfahrt zur Sonderausstellung „Damenwahl!“ ins Historische Museum Frankfurt ein

Anlässlich des Jubiläums »100 Jahre Frauenwahlrecht« laden die Gleichstellungsbeauftragen Martina Böttcher und Martina Kratzel ein zu einer politischen Bildungsfahrt zur Sonderausstellung »Damenwahl!« nach Frankfurt.

„2018 und 2019 sind aus gleichstellungspolitischer Sicht ganz besondere Jahre“, so Martina Böttcher und Martina Kratzel, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Stadt Siegen. „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, 70 Jahre Grundgesetz und 25 Jahre aktiver Gleichstellungsauftrag als Ergänzung des Artikels 3 Abs. 2 der Verfassung – das sind Meilensteine auf dem langen Weg zu einem gleichberechtigten demokratischen Miteinander.“

Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen mit den verschiedensten Kooperationspartnerinnen und -partnern sind geplant, um Rückblick zu halten, eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen und einen Aktionsplan für die Zukunft zu schmieden, so Kratzel und Böttcher, „denn vieles wurde erreicht, aber bis zur Zielerreichung der tatsächlichen Umsetzung der Gleichstellung bedarf es noch einiger Kraftanstrengung“.

Eine der Aktionen, zu denen die Gleichstellungsbeauftragten alle interessierten Frauen und Männer heute schon einladen, ist eine politische Bildungsfahrt mit fachkundiger Führung im Historischen Museum Frankfurt. Dort wird auf 1000 qm im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums die große Sonderausstellung „Damenwahl!“ zum Thema Frauenwahlrecht in Deutschland gezeigt.

Die Tagesfahrt findet statt am Samstag, 29.09.2018 (Abfahrt Siegerlandhalle 11.00 Uhr, Rückfahrt ab Frankfurt: 18.00).

Im Anschluss an die Führung besteht genügend Zeit für einen kleinen individuellen Stadtbummel oder Spaziergang durch die Altstadt.

Tickets kosten 10 Euro pro Person, inklusive Busfahrt und Führung durch die Ausstellung. Es stehen maximal 50 Plätze zur Verfügung. Der Ticketverkauf erfolgt per E-Mail über die Gleichstellungsbeauftragten:

m.kratzel@siegen.de
m.boettcher@siegen-wittgenstein.de

Verbindliche Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs berücksichtigt. Eine Bestätigung erfolgt durch Rechnungstellung.

„Zeitzeugen auf Zelluloid“

Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein präsentiert historische Filme

Siegen, LYZMittwoch | 14.03.18 | 19 Uhr

Die Filmreihe des Kreisarchivs widmet sich diesmal dem ältesten bestehenden film­schaffenden Unternehmen des Siegerlandes. Aus dem Archiv der Netphener Firma Siegfilm GmbH werden Kino­werbespots sowie ein Dokumentarfilm über die Restau­rie­rungs­arbeiten an der Ginsburg gezeigt, wo sich vor 450 Jahren die Truppen Wilhelm von Oraniens sammelten und in den niederländischen Freiheitskampf zogen.

Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.