27. Juli 1942: Deportation nach Theresienstadt

Vor siebzig Jahren wurden Siegerländer und Wittgensteiner Jüdinnen und Juden in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Das Kreisarchiv hat aus diesem Anlass eine Aufstellung erstellt, die diejenigen beinhaltet, die aus dem heutigen Kreisgebiet  nach Theresienstadt deportiert wurden. Außerdem enthält die Liste die Personen, die im derzeitigen Kreisgebiet geboren wurden, aber zum Zeitpunkt der Deportation woanders lebten. Ergänzend finden sich auch Jüdinnen und Juden, die später nach dem 27. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden.

Die Aufstellung enthält die Informationen der einschlägig online verfügbaren Datenbanken – Bundesarchiv, Yad Vashem, JewishGen, Westphalian Jews und die Datenbank des Kölner NS-Dokumentationszentrums. Ferner wurde die Datenbank des Aktiven Museum Südwestfalen ausgewertet. Redaktionsschluss war das Frühjahr 2009.
Link zur PDF: https://www.siwiarchiv.de/wp-content/uploads/2012/07/Theresienstadt.pdf

Vor 99 Jahren: Fritz Andreas Schubert (1913-1991) –

Erster Bibliothekar der Siegerland-Bücherei

Fritz-Andreas Schubert wurde am 24. Juli 1913 in Dortmund geboren. Sein Vater Johann Rudolf Schubert, Buchbinder, war mit Emma Schubert, geborene Janzen, verheiratet.

Der Vater kam an Lungentuberkulose erkrankt aus dem Ersten Weltkrieg zurück. Fritz wuchs mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder in einem Dortmunder Arbeiterviertel auf. Er besuchte die Volksschule und konnte trotz bestandener Aufnahmeprüfung die Oberschule nicht besuchen, da seine Eltern nicht das Schulgeld bezahlen konnten. Weiterlesen

Archivisches Sammlungsgut: Partnerschaftsgeschenke III

Retty Steffenson, „Parkeringsplats Grenaa“
Aquarell, 29,5 x 39,5 cm
Gastgeschenk aus dem Jahr 1989

Der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Gemeinde Grenaa in Dänemark sind seit vielen Jahren befreundet. Gegründet wurde die Partnerschaft im Mai 1967, als die Königlich Dänische Botschaft einen Jugend- und Ratsherrenaustausch vermittelte. Im Mai 1967 wurde die erste Delegation aus Grenaa im Altkreis Siegen empfangen. Wenige Monate später fand der Gegenbesuch einer Delegation aus Siegen statt. Mit den Jahren hatten sich Kontakte auf verschiedenen Ebenen entwickelt, unter ihnen auch ein Austausch im Bereich der Erwachsenenbildung.

Jüdische Genealogie: Tagungsband zum 7. Detmolder Sommergespräch erschienen.

Jüdische Genealogie im Archiv, in der Forschung und digital
Quellenkunde und Erinnerung
Bettina Joergens (Hg.)
Veröffentlichung des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 41
230 Seiten, Broschur, 24,95 €
ISBN 978-3-8375-0678-5

Jüdische_Genealogie_2011

 

“Köln verdankt Siegerländern den Erhalt der Archivschätze”

Westdeutscher Archivtag 1964 in Siegen

Der Westdeutsche Archivtag war eine aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammende jährliche  Zusammenkunft der Archivierenden aus den Ländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz sowie der angrenzenden Gebiete.[1] In der Nachkriegszeit hatte er in Köln (1961), Koblenz (1962) und Wiesbaden (1963) stattgefunden.[2] 1964 richtete das 50.000 Einwohner zählende Siegen die Veranstaltung aus.
Auf Einladung des Stadtarchivs Siegen waren am 23. Mai d. J. über 50 Archivare[3] aus dem Gebiet zwischen Münster und Speyer gekommen.  Bei der Begrüßung sprach Karl Eckmann, Oberbürgermeister der Stadt  Siegen, im Oraniersaal des Oberen Schlosses, zu den Gästen zur Bedeutung dieser Fachtagung: Weiterlesen

Spurensuche: Euthanasie-Opfer im Kreisgebiet

Stefan Kummer will Opfern der NS-„Euthanasie“ ein Gesicht geben

An die hundert Menschen aus Siegen und Wittgenstein wurden im Zuge des nationalsozialistischen Krankenmordes umgebracht. Stefan Kummer folgte in Archiven den Menschen, die mutmaßlich während des Zweiten Weltkrieges zu Opfern der NS-„Euthanasie“ wurden. In seiner Magisterarbeit befasst sich der Münsteraner Student mit den Schicksalen dieser Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung oder Krankheit als „lebensunwert“ eingestuft wurden. Weiterlesen

Hedwig Finger (1899 – 1974)

 – die erste CDU-Landtagsabgeordnete aus Siegen und eine entschiedene Friedensaktivistin.

Werdegang
Am 5. Januar 1899 wurde Maria Elisabeth Hedwig Schwunk als Tochter eines katholischen Tabakwarenhändlers[1] in Siegen geboren.[2] Sie besuchte in Siegen die Katholische Volksschule und anschließend die Handelsschule. [3] Fünf Jahre arbeitete sie als Kontoristin.[4] Zu dieser Zeit wohnte sie auf dem Hainer Weg 2.[5] 1923, am 10. April, heiratete sie Schneidermeister Engelbert Johann Josef Finger in Siegen.[6] Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor.[7] Ab etwa 1940 wohnt die Familie in der Gustav-Mevissen-Str. 21.[8] Zusammen mit ihrem Mann, betrieben sie das Bekleidungshaus für Herren Josef Finger (Marburger Tor 13). Hedwig Finger unterstützte ihn im Laden.[9] Dieses Haus wurde allerdings von den letzten Kriegsbomben getroffen und nach dem Krieg nicht mehr wieder aufgebaut.[10]

Sie engagierte sich in der Caritas und war ab 1930 deren Vorsitzende.[11] Von 1923 bis 1933 war Hedwig Finger Mitglied in der Zentrumspartei.[12] Weiterlesen

Konferenz „Wachse hoch, Oranien!“

„Auf dem Weg zum ersten König der Niederlande:
Erbprinz Wilhelm Friedrich als regierender deutscher Fürst“
28. – 30. August 2012 in Fulda

„….Die Konferenzbeteiligten wollen das historische Faktum eines vier Jahre währenden oranisch-nassauischen deutschen Streu-Staats daraufhin befragen, ob es sich als Ausgangspunkt für eine zukünftige Hineinnahme der Städte Fulda, Höxter (Corvey), Dortmund und Weingarten in die niederländisch-deutsche touristische Unternehmung Oranierroute [Freudenberg, Hilchenbach, Siegen liegen bereits an dieser Route, d. Verf.] eignen würde.
Diese 2400 km lange Ferienstraße erstreckt sich von Amsterdam kommend durch die Niederlande sowie Nord- und Mitteldeutschland und führt zum Ausgangspunkt zurück. Stationen der Oranierroute sind Städte und Regionen, in denen die Geschichte des Hauses Oranien-Nassau verortet werden kann. …..“

Quelle: Flyer_Oranien_Druck