Erich Philipp Ploennies – der Katograph des Siegerlandes, ein Erfinder?

Ein Fund im Hessischen Landesarchiv

Erich Philipp Ploennies 001Im Newsletter 3/2018 des Hessischen Landesarchivs wird auf eine Erfindung Erich Philipp Ploennies´ hingewiesen. Der Kartograph, Baumeister und Mathematiker zeichnet auch für „(e)in pult,
worauf 4 grose bücher liegen können, und die allezeit einerley situation behalten, mann mag den pult drehen, wie man will“ verantwortlich.

Vincke-Tagebücher 1830 – 1839 erschienen

Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789-1844, Bd. 10: 1830-1839 (bearb. v. Heide Barmeyer-Hartlieb), hg. v. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Historische Kommission für Westfalen und Landesarchiv NRW, Aschendorff Verlag Münster 2018

„Die 30er Jahre im Leben des Oberpräsidenten scheinen auf den ersten Blick wenig spektakulär. Die großen politischen Entscheidungen im Staatsleben sind gefallen und die Weichenstellungen für die Organisation der preußischen Verwaltung sind prinzipiell geregelt. Politisch brisant bleibt die Frage des unerfüllten Verfassungsversprechens des Königs, das auf dem 3. Provinziallandtag 1830/31 diskutiert wird und die beiden Repräsentanten Westfalens, den Freiherrn vom Stein als Landtagsmarschall und Vincke als Landtagskommissar, in eine schwierige Situation gegenüber der preußischen Staatsregierung bringt. Als „Auftakt zum Vormärz“ kommt diesen Vorgängen überregionale Bedeutung zu. Kirchenpolitische und konfessionelle Probleme bieten weiteren Konfliktstoff. Eine neue Kirchenordnung für die evangelische Kirche stößt in den westlichen Provinzen Preußens auf Widerstand und der Umgang mit den katholischen Untertanen führt im Krisenjahr 1837 zu den sog. „Kölner Wirren“.
Privat hat Vincke nach dem tiefen Einschnitt durch den Tod seiner ersten Frau Eleonore von Syberg sein Leben neu geordnet. Er findet neues Familienglück mit seiner zweiten Ehefrau mit Luise von Hohnhorst, die ihm in den 30er Jahren fünf Töchter schenkt, während seine ältesten Söhne Georg und Gisbert ihre beruflichen Laufbahnen einschlagen und die älteste Tochter Mina heiratet. Weiterlesen

„…Im Siegen´schen wurden die Leute bis auf den Tod geschlagen…“

Stadtarchiv zeigt historische Dokumente aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648)

Nachwirkung des Dreißigjährigen Kriegs: Druckschrift aus dem Jahr 1650 mit einer Beschreibung tumultartiger Szenen vor dem Rathaus Siegen und Gewaltexzesse gegen die katholische Obrigkeit ein Jahr zuvor (Stadtarchiv Siegen)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird an den Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs (1618) vor 400 Jahren erinnert und dessen Bedeutung für das Siegerland herausgestellt. Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht: Hedwig Heinzerling

Tabellarischer Lebenslauf

Hedwig Heinzerling (undatiert, zwischeen 1952 und 1956) , Quelle: Stadtarchiv Siegen, Fotodokumentation Historische Alben, Fo 153 Ausschnitt

Hedwig Anna Marie Marianne Elise Lucie Heinzerling
• Geboren am 12.06.1882 in Siegen
• Gestorben am 04.05.1973 in Siegen
• Tochter des Reallehrer Dr. Jakob Heinzerling und Helene Heinzerling, geborene Neff
• Familienstand: Ledig
• Konfession: Evangelisch

Politisches & Soziales Engagement

• wurde oft bezeichnet als „Politikerin und Pädagogin von großem Format“
• leistete große soziale Verdienste
• pflegte eine starke Überzeugung „für eine demokratische, soziale Gesellschaft, für vernünftige Kommunalpolitik […], für fortschrittliche Pädagogik, für verantwortungsbewußte Sozialarbeit, [und] für die Gleichberechtigung der Frau in allen Bereichen der Gesellschaft.“
• Frau Heinzerling fühlte sich als Frau „mitverantwortlich dafür, jene gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten, die sie als notwenig und richtig erkannt hatte.“
• ihre Einstellung änderte sich auch nicht nach ihrem Ruhestand
• In ihren letzten Jahren war sie noch aktiv mit städtischen Problemen beschäftigt
• ihre erste wohltätige Arbeit verrichtete sie nach der Jahrhundertwende im „Armen-Unterstützungsverein“ Weiterlesen

Literaturhinweis: Michael Ferger „Hochöfen an Lahn, Dill und in Oberhessen

Von der Waldschmiede zum Global Player“
21 x 29 cm, 208 Seiten, 196 Farb- und 29 S/W-Abbildungen, Hardcover, Schutzumschlag
ISBN 978-3-7319-0592-9

Der Band schildert die Geschichte des uralten Gewerbes der Eisenerzeugung im Lahn-Dill-Gebiet und in Teilen Oberhessens, den Werdegang von 35 Hochofenwerken, ihren Unternehmern und ihren Mitarbeitern, die der kargen Gegend einen gewissen Wohlstand bescherten. Der Bergbau, das Hüttenwesen und die Metallverarbeitung reichen im Lahn-Dill-Gebiet bis in die vorrömische Eisenzeit zurück. Grundlage waren vor allem das große Vorkommen von Eisenerzen.
Regional werden die Amalienhütte in Bad Laasphe-Niederlaasphe und die Friedrichshütte in Bad Laasphe in diesem Band vorgestellt. Weiterlesen

Online: Wilhelm Bornhardt „Geschichte der Siegener Bergschule.

Von der Gründung der Schule im Jahre 1818 bis zur Gegenwart. Festschrift, herausgegeben aus Anlass der Fünfzigjahresfeier der Neugründung der Bergschule 1853 – 1903 ; zugleich enthaltend die Jahresberichte über die Schuljahre 1902 – 03 und 1903 – 04 und den Bericht über die am 24. und 25. Oktober 1903 begangene fünfzigjährige Jubelfeier der Bergschule“ Siegen 1904.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat bereits 2015 in ihren digitalen Sammlungen diese aktuell nicht uninteressante Publikation Bornhardts online zugänglich gemacht.