Online: „Die Landgemeinde-Ordnung für die Provinz Westphalen vom 31. Oktober 1841,

ihrem organischen Zusammenhange mit der früheren Gemeindeverfassung und der gesammten Preußischen Gesetzgebung. Ein Handbuch für Justiz- und Verwaltungs-Beamte, insbesondere aber für alle zur Gemeindeverwaltung Berufene“, Breslau 1892

In den digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster findet sich seit kurzem diese Ausgabe der Landgemeindeordnung.

Linktipp: Archivführer zur deutschen Kolonialgeschichte

Deutschlands koloniale Vergangenheit hat vielfältige Spuren in den Archiven hinterlassen. Das Auswärtige Amt hat sich die Aufarbeitung dieser Spuren zur Aufgabe gemacht. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen dem Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam und dem Auswärtigen Amt wurde ein Online-Portal zur deutschen Kolonialgeschichte veröffentlicht, das als Beta-Version ab sofort unter www.archivfuehrer-kolonialzeit.de abrufbar ist.

Ziel des Projekts ist es, historische Fakten und Überlieferungen aus der Kolonialzeit zusammenzufassen und mit Informationen zu Orten, Akteuren und Ereignissen zu verknüpfen. Eine Datenbank mit Beschreibungen von Dokumenten und Beständen, die erstmals online verzeichnet sind, ist das Kernstück des frei zugänglichen Archiv-Portals. Das Projekt sorgt für mehr Transparenz bei der Darstellung der Überlieferungssituation von Archivalien zur deutschen Kolonialgeschichte.

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Literaturhinweis: Reinhard Gämlich, 675 Jahre Oechelhausen 1344-2019

Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte.
Hilchenbach 2019, 94 S., 13 Abb.(sw), 10,00 Euro, Herausgeber/E-Mail: Hilchenbacher Geschichtsverein e.V.

Gämlich, Hilchenbacher Stadtarchiv im (Un-)Ruhestand, legt mit dieser kleinen Schrift historische Informationen zur Geschichte der kleinen Hilchenbacher Ortschaft Oechelhausen vor. Zunächst quasi aus der Not geboren – hatte er doch einer 750-Jahr-Feier aufgrund einer neuen Quellenbewertung nicht zustimmen können – enthält die Publikation Hinweise zur historischen Vorgängen von der gesicherten Ersterwähnung bis in das frühe 20. Jahrhundert. Als Quellen wurden mehrheitlich die Archivalien des gut erschlossenen Stadtarchiv Hilchenbach verwendet.

Literaturhinweis: Festschrift zu 675 Jahren Walpersdorf

Mit einer Festwoche feiert Walpersdorf vom 6. – 13. Juli 2019 sein 675-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum verdankt der Ort dem Mann- und Zinsbuch der Herren von Bicken aus dem Jahr 1344, welches in mehreren Abschriften existiert und im Landeshauptarchiv Koblenz aufbewahrt wird.
Die Anregung des Grissenbacher Heimatforschers Wilfried Lerchstein, zu diesem Jubiläum auch eine eigene Dorfchronik herauszugeben, wurde seitens des Walpersdorfer Festkomitees dankbar aufgegriffen. Schnell fanden sich mit den Walpersdorfern Ernst Häuser, Gisbert Heinrich, Bruno Krämer, Elmar Neuser und Thomas Wienkamp fünf weitere hochmotivierte Mitglieder für das Chronikteam. Seit dem Herbst 2017 traf man sich monatlich in der Walpersdorfer Skihütte, um die in Wort und Bild zusammengetragenen Informationen zu sichten und auszuwerten. Mit „Lebendiges Walpersdorf – Geschichte und Geschichten aus dem oberen Siegtal“ stand auch schnell der Titel für die neue Dorfchronik fest.
Schließlich konnte Schriftleiter Wilfried Lerchstein Anfang Mai die von ihm gestaltete 240-seitige, reich bebilderte und werbefreie Festschrift im DIN A4-Format präsentieren, die in einer Auflage von 250 Stück vom Heimatverein Walpersdorf herausgegeben worden ist. Sie wird am Sonntag, den 2. Juni, von 10 – 14 Uhr in der am Buswendeplatz am Ende der Hainstraße in Walpersdorf gelegenen Hütte des Heimatvereins erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und für 18 Euro zum Kauf angeboten. Weiterlesen

Online: Broschüre informiert über Historische Haubergswirtschaft

Seit 2018 gehört die Haubergswirtschaft im Siegerland und den umliegenden Regionen zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Im Historischen Hauberg in Kreuztal-Fellinghausen besteht seit nunmehr 27 Jahren die Möglichkeit für Interessierte, die Jahrhunderte alte Geschichte dieser speziellen Form der Waldbewirtschaftung hautnah zu erleben. Dort kommen u.a. auch alte Gerätschaften zum Einsatz, die speziell für die Haubergswirtschaft entwickelt wurden.
Eine vom Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen und dem Touristikverband Siegerland-Wittgenstein jetzt überarbeitete und neu herausgegebene Broschüre gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der Haubergswirtschaft. Zugleich informiert sie über die geschichtlichen Hintergründe und erläutert anhand zahlreicher Fotos und Grafiken die im Jahresverlauf anfallenden Arbeiten wie z.B. das Schanzen machen, Lohschälen, Buchweizen- oder Roggenanbau und nicht zuletzt den Betrieb eines Kohlenmeilers, der jedes Jahr erlebt werden kann.
Vor Ort im Historischen Hauberg helfen zudem Hinweis- und Erläuterungstafeln, die jeweils aktuell bewirtschaftete Haubergsfläche zu finden und sich über die dort stattfindenden Arbeiten zu informieren.

Link zur PDF-Datei: Broschüre Historischer Hauberg

Quelle: Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen, Aktuelles

Literaturhinweis: Rittenauer, Daniel: „Das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in der NS-Zeit“

Das Werk ist Teil der „Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte“ (Nr. 169)
München 2018, 432 S. mit 17 Abbildungen. Hardcover (In Leinen), ISBN 978-3-406-10784-9

„Das Ministerpräsidentenamt überdauerte die Machtübernahme Bayerns durch die Nationalsozialisten am 9. März 1933. Es hatte Bestand bis zum Ende der NS-Diktatur im Jahr 1945. Allerdings hatte sich das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten in dieser Zeitspanne erheblich gewandelt: Während es unter Paul Giesler (1942 – 1945), dem Gauleiter von München-Oberbayern, nur noch eine leere Hülle war, versuchte Ludwig Siebert (1933 – 1942), dessen langjähriger Vorgänger, das Amt zwischen Reichsstatthalter, Gauleitern und anderen Protagonisten als eigenständiges Aktionszentrum im polykratischen Gefüge des NS-Staats zu positionieren. Die vorliegende Untersuchung gibt einen Einblick in die Entwicklung des bayerischen Staatswesens während der NS-Zeit. Trotz ihrer unübersehbaren Marginalisierung wurde die Infrastruktur des bayerischen Staats als mittlere Verwaltungsebene durch das „Dritte Reich“ weiter genutzt.“
Quelle: Verlagswerbung via Süddeutsche Zeitung v. 21. Mai 2019