Vortrag „Fritz Busch’s Aachener Jahre 1912 – 1918“

Als Fritz Busch sich 1912 um den Posten des städtischen Musikdirektors in Aachen bewarb, hatte er bereits mehrere Berufsetappen hinter sich. Aus Pyrmont, wo er die Kurkonzerte leitete, wurde er vom Fleck weg engagiert – gegen die überwältigende Menge von mehr als Hundert Mitbewerbern. In Aachen erlebte Busch eine bewegte Zeit, sowohl privat als auch beruflich. Er konnte auf soliden Klangkörpern aufbauen und brachte bald Uraufführungen; zusammen mit Busch bestritt Max Reger hier den letzten Konzertauftritt seines Lebens. Während Buschs Kriegsdienstes wurde das städtische Musikleben aufrechterhalten, wenn auch unter immer stärkeren Beeinträchtigungen. Im Sommer 1918 verließ Busch Aachen schon bevor sein Vertrag auslief, um sich in Stuttgart auch der Oper zuzuwenden.

Referentin: Almut Ochsmann, Karlsruhe

Do., 19.4.2012, KrönchenCenter Siegen, Vortragsraum, 19:30-21:30, Eintritt: 3 €
Programm der VHS Siegen

s. a. Link zu Busch-DVD-Artikel auf siwiarchiv.de

Siegener Graphiker Ludwig Kirchhoff (1913-1965).

 

L. Kirchhoff, Die Bibliothekarin

Das Bild zeigt Kirchhoffs Holzschnitt “Bibliothekarin” aus dem Jahr 1959. (Quelle: Bilderkammer des Kreises Siegen-Wittgenstein)

Ludwig Kirchhoff wurde am 16. Januar 1913 in Iserlohn geboren. Seine Familie, Gutsbesitzer, unterstützte seine künstlerischen Ambitionen nicht. Nach einer Ausbildung zum Gebrauchsgraphiker und Maler kam er ca. 1933 in das Siegerland. Hier heiratete er und wurde sesshaft. Weiterlesen

Todestag des Arztes und Schriftstellers Johann Heinrich Jung-Stilling

WDR-Zeitzeichen zum 195. Todestag Jung-Stillings

„Goethe sagte über ihn: „Sein Glauben duldet keinen Zweifel und seine Überzeugung keinen Spott.“ Es war tatsächlich nicht so leicht Arzt, Wissenschaftler und Schriftsteller zugleich zu sein und dabei konsequent dem Bibelglauben anzuhängen, obwohl alle Welt um ihn her nach „Aufklärung“ lechzte. Weiterlesen

Broschüre: „Simon Grünewald – Lehrer, Prediger und Kantor in Siegen“

„Der Name Simon Grünewald ist mir an verschiedenen Stellen schon früher begegnet. Die Motivation, mich mit Grünewald intensiver zu befassen, rührt zu einem großen Teil her aus Berichten von Frau Mühlenbein, früher Siegen, jetzt Netphen. Frau Christel Mühlenbein erzählte mir ab dem Frühjahr 2010 mehrfach über Grünewald, den sie als Kind kennen lernte. Ihre Eltern waren mit Grünewalds befreundet. Besonders bewegte mich damals die Aussage, dass Herr Grünewald seinem Bekannten Hubert Mühlenbein eines Tages sagte: „Sagen Sie ihren Kindern, sie sollen mich auf der Straße nicht mehr grüßen. Sie könnten sonst Schwierigkeiten bekommen“. Weiterlesen

Karl Albert von Rumohr. Eine Beamtenkarriere.

Vom Wittgensteiner Landrat zum Chef des Bundesausgleichsamtes. 

Karl Albert von Rumohr wurde am 27. Dezember 1900 im schlesischen Oppeln geboren. Über seine Kindheit ist nichts bekannt. Ostern 1917 legte er sein Abitur am humanistischen Gymnasium in Hildesheim ab. Den ersten Weltkrieg erlebte er von Juni 1917 bis  Dezember 1918 als Kanonier. Weiterlesen

Franz Josef Freiherr von Lipperheide – Berleburger Verleger und Mäzen.

Am 20 Juli 1838 wurde Franz Josef Lipperheide als Sohn des Rendanten Theodor Hermann Lipperheide und der Lousie geb. Löser wohl in Berleburg geboren.

Lipperheide absolvierte in Hamm und Leipzig eine Buchhändlerlehre. 1862 kam er nach Berlin und fand eine Anstellung im Verlag von Louis Schäfer, dem Herausgeber der damals in Berlin führenden Modenzeitschrift “Bazar”. Weiterlesen