Lothar Irle und der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Ludwig Burwitz, Stadtarchiv Siegen, führt in den Vortrag Prof. Rainer S. Elkars "Das Gedenken an Dr. Lothar Irle" ein. Elkar präsentierte erstmals öffentlich die gescheiterte Verdienstordeninitiative des Sauerländischen Gebirgsvereins (Siegen, 19.9.13)

Ludwig Burwitz, Stadtarchiv Siegen, führt in den Vortrag Prof. Rainer S. Elkars „Das Gedenken an Dr. Lothar Irle“ ein. Elkar präsentierte erstmals öffentlich die gescheiterte Verdienstordeninitiative des Sauerländischen Gebirgsvereins (Siegen, 19.9.13)

In einem noch unverzeichneten Ordensakte der Siegener Kreisverwaltung (Az. 032-20, 1963-1965 (?)) fand sich folgender Vorgang zur gescheiterten Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Lothar Irle: IrleBVK . Weiterlesen

Eberhard Bauer mit Schmidt-Nienhagen-Medaille geehrt

im Bild von links: Prof. Dr. Zöpel, Waltraud Schäfer, Willi Brase, Roland Abel, Eberhard Bauer und Petra Weskamp.

im Bild von links: Prof. Dr. Zöpel, Waltraud Schäfer, Willi Brase, Roland Abel, Eberhard Bauer und Petra Weskamp.

„Eberhard Bauer aus Bad Laasphe ist nach Renate Stolz aus Siegen, Albrecht Sauer aus Bad Berleburg und Ernst Hoof aus Freudenberg die vierte Person, die von der SPD-Kreistagsfraktion mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille ausgezeichnet worden ist. Dem langjährigen SPD-Mitglied wurde die Auszeichnung am vergangenen Samstag im Rahmen einer Festveranstaltung auf Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe verliehen. Weiterlesen

Vortrag: Prof. Dr. Rainer S. Elkar (Wilnsdorf) „Das Gedenken an Dr. Lothar Irle“

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 19. September 2013, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter (3. OG), Markt 25, in 57072 Siegen statt . Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €.

Was ist geblieben von ihm: Dr. Lothar Irle, nach dem eine Straße in Kaan-Marienborn benannt ist? Mit seinen Werken nach 1945 hat er viel Anerkennung und viele Freunde im Siegerland gefunden – bis in die jüngste Zeit. Mit seinen Werken und seinem Handeln vor 1945 hat er dem Nationalsozialismus einen Weg im Siegerland bereitet – darin wirkungsvoller als viele andere. Kann man seiner gedenken, soll man seiner gedenken? Wie kann, wie darf, wie muss Gedenken und Geschichte mit der Vergangenheit umgehen? Dies sind die Fragen, denen sich der nächste Vortrag im Rahmen des Siegener Forums im KrönchenCenter widmet. Referent wird Dr. Rainer Elkar sein, früher Hochschullehrer an der Universität Siegen und dann Professor an der Universität der Bundeswehr München. Weiterlesen

Friedrich „Fritz“ Wilhelm Müller – erster Siegerländer Reichstagsabgeordneter der NSDAP

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  • geb. 16. Januar 1897 in Obersdorf; Kreis Siegen
  • Sein Vater Jakob. M., Bergmann, stammte war Oberrossbach im Dillkreis, seine Mutter aus Obersdorf. (Recherche Thomas, Stelbrink)
  • ev, später ggl (Stelbrink)
  • verh. mit. Auguste, geb. Münker, 4 Kinder (Stelbrink)
  • In seiner Jugend besuchte Müller die Volksschule in Obersdorf.
  • Er darf als Jugendfreund des Obersdorfer Mundartdichters Wilhelm Schmidt angesprochen werden. Müllers lyrische Versuche regten Schmidt, der in direkter Nachbarschaft wohnte, zu seinen eigenen Gedichten an. (Becker, S. 239)
  • Seit 1911 arbeitete er als Bergmann in Siegerländer Eisenerzgruben.
  • Vom September 1916 bis zum Juli 1917 nahm Müller als Angehöriger des Infanterie-Regiments Nr. 87 am Ersten Weltkrieg teil.
  • 9/16 bis 1/1919 als Schütze in Rußland und Frankreich (Stelbrink)
  • Bis zu ihrer eigentlichen Stilllegung 1932 übernahm er die Funktion des Betriebsratsvorsitzenden der Grube Ameise. Weiterlesen

Straßenbenennung nach Wilhelm Schmidt in Wilnsdorf

Foto: Hans-Walter Klein. Danke!

Foto: Hans-Walter Klein. Danke!

Die Siegener Zeitung hat am 27. Juli 2013 „erstaunt und verwundert“ über die Benennung eines Weges in Wilnsdorf-Obersdorf nach Wilhelm Schmidt berichtet. Denn der Obersdorfer Dialektdichter hatte 1934 ein Gedicht zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Adolf Hitler in Obersdorf verfasst (s. u.). Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde hatte am 2. Dezember 2009 die Namensgebung beschlossen.
In der Zwischenzeit sind mehrere Leserbriefe in der Siegener Zeitung zu diesem Thema veröffentlicht worden, so dass siwiarchiv.de zum heutigen 115. Geburtstag Wilhelm Schmidts die bis jetzt bekannten, biographischen Daten zusammengestellt hat : Weiterlesen

Begleitheft zur Ausstellung „Leben mit Behinderung gestern und heute“

euthanaleichtsprach1Das Begleitheft dürfte die erste regionalgeschichtliche Veröffentlichung sein, die in „Leichter Sprache“ geschrieben wurde. Beispielgebend und nachahmenswert!
Das 27 Seiten starke Heft schildert zwei Schicksale von Opfern der NS-Krankenmorde und schlägt die Brücke zu vier aktuellen Lebenswegen in Siegen-Wittgenstein.
Zu erhalten ist das Heft über den AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Koblenzer Straße 138 57072 Siegen, Tel.:0271/3386-0, info@awo-siegen.de . Dem Heft ist eine weite Verbreitung zu wünschen.

Einträge auf siwiarchiv zum Thema NS-Krankenmorde

Eli und Aki Rosenberg in Siegen:

Auf den Spuren der Vorfahren unterwegs

Eli Rosenberg aus Dänemark nahm gemeinsam mit seiner Frau Pia im November 2008 an der Gedenkstunde zur 70. Wiederkehr der Pogromnacht in Betzdorf teil. Vor einigen Tagen besuchte er erneut die Heimat seiner Vorfahren. Diesmal in Begleitung seines älteren Bruders Aki aus Israel. Sie statteten zunächst der Viktoriastraße in Betzdorf einen Besuch ab. Hier war Großvater Louis Rosenberg (1875-1953) Eigentümer eines Konfektionsgeschäftes. Zur Eli und Aki Rosenberg (von links) besuchten Landrat Paul Breuer (Mitte) gemeinsam mit Klaus Merklein und Traute Fries (rechts) im Kreishaus in Siegen.Geschäftsaufgabe durch die nationalsozialistischen Machthaber gezwungen, zog er 1938 zu seinem Bruder Julius nach Siegen in die damalige Adolf-Hitler-Straße (Sandstraße). Julius Rosenberg betrieb hier einen Viehhandel. Willy Rosenberg (1914-1990), Louis Sohn, war Verkäufer bei Leonhard Tietz – später Kaufhof – in der Siegener Oberstadt. Er erfasste die politische Situation bereits sehr früh, emigrierte 1933 nach Frankreich und später nach Palästina. Mit seiner Frau Nursia hatte er drei Söhne, neben Aki (Jahrgang 1945), Eli (Jahrgang 1955) noch Rami (1939). Weiterlesen

Wettbewerb zur Gestaltung des „Walter-Krämer-Platzes“ geht in die nächste Runde

Der im Frühjahr ausgelobte Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des künftigen Walter Krämer-Platzes am Kreisklinikum in Siegen geht in die zweite Wettbewerbsphase. Die Jury unter Vorsitz des renommierten Kunstexperten Prof. Dr. Christoph Brockhaus hat in ihrer ersten Sitzung, die im Kreisklinikum Siegen stattfand, aus insgesamt 22 Einsendungen zwei Vorschläge ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen. Die beiden Künstler werden jetzt aufgefordert, bis Ende Oktober 2013 eine detaillierte Entwurfsplanung einzureichen, in der unter anderem die technische Realisierbarkeit nachgewiesen und zudem eine genaue Kostenaufstellung enthalten ist. Damit beginnt offiziell die zweite Wettbewerbsphase, an deren Ende eine endgültige Entscheidung der Jury steht. Weiterlesen