Am Freitag, 24. Januar 2014, ist er nach langer Krankheit verstorben: Martin Stücher. Mit der Heimat- und Geschichtsarbeit hat er sich in Freudenberg in vielen Facetten befasst. Der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine war er als Mitglied im Redaktionsstab von „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) seit den 1970er Jahren sehr eng verbunden. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Persönlichkeiten
Günter Dick, St. Augustin: Metallbildhauer Prof. Otto Sticht (1901-1973) –
ein Künstler ohne Fortune? Sein künstlerisches Wirken geriet weitgehend in Vergessenheit.
Ein Beitrag aus dem „Siegerland“ Bd.90 Heft 2-2013, S. 244-267:
Sticht Siegerland 90-II-2013 S 244-267 (PDF, 5 MB)
Für die Wiedergabe dieses Beitrages gilt sowohl dem Autor als auch dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein Dank!
Prof. Dr. Wilhelm Kohl vollendet sein 100. Lebensjahr
Am 9. Dezember wurde der Archivar und Landeshistoriker Prof. Dr. Wilhelm Kohl 100 Jahre alt. Auch heute noch hält er sich mit Arbeit fit – täglich erschließt er mindestens eine mittelalterliche Urkunde. Erst vor einem halben Jahr hat er als Autor landesgeschichtlicher Bücher und Aufsätze die Feder aus der Hand gelegt. Pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint sein letzter Aufsatz über „Alte, verloren gegangene Epitaphien in Münster und Rheine“ im Druck. Weiterlesen
Von Baustelle zu Baustelle – von Gießen nach Siegen
Ein Interview zum 90. Geburtstag von Gründungsrektor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Artur Woll.Frage: Herr Prof. Woll, Sie sind kürzlich 90 Jahre alt geworden – herzlichen Glückwunsch und alle guten Wünsche nachträglich. Schaut man auf Ihren frühen Lebenslauf, schien die akademische Laufbahn nicht vorgezeichnet. Mit 30 haben Sie – sicherlich auch kriegsbedingt – das Abitur am Abendgymnasium gemacht. Kam das Interesse am Studium spät, oder waren die Bedingungen vorher ungünstig?
Prof. Woll: Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern. Mein Vater war Bergmann und schon früh Invalide. Ich habe keinen Beruf erlernt, war Hilfsarbeiter bei der Bahn. 1940 bin ich als 17-Jähriger schon freiwillig Soldat geworden. Das habe ich gemacht, da man auf diese Weise die Waffengattung wählen konnte. Ich habe mich für die Luftwaffe entschieden, bin zum Piloten und schließlich zum Fluglehrer ausgebildet worden. Nach dem Krieg war ich bei der Bahn als Hemmschuhleger an einem Duisburger Verschiebebahnhof beschäftigt. Mit meiner Tätigkeit als Hilfsarbeiter war ich aber nicht zufrieden. Ich wollte weiterkommen. Als 1950 das erste Abendgymnasium in NRW in Duisburg öffnete, bin ich dorthin gegangen und habe 1954 mein Abitur gemacht. Der Direktor des Abendgymnasiums hat mich bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiaten vorgeschlagen. So war es mir möglich zu studieren. Weiterlesen
Fritz Busch und Robert Burg
Im Sächsisches Archivblatt 2 (2013) stellt Judith Matzke den in diesem Jahr verzeichneten Nachlass des Sängers Robert Burg vor (S. 8). Burg wirkte gemeinsam mit Fritz Busch an einigen Uraufführungen (z. B. 1925 „Doktor Faust“ von Ferruccio Busoni) in Dresden mit, so dass im Nachlass einiges zur Zusammenarbeit mit dem Dirtigenten erwartet werden darf, das noch einen tieferen Einblick in die Dresdener Zeit Buschs erlaubt. Denn: Weiterlesen
Heinrich Schickhardt in Herrenberg
Heinrich Schickhardt in Herrenberg from Rainer Wälde media on Vimeo.
Die Geschichte der Familie Schickhardt ist eng mit Herrenberg verbunden. Bereits um 1500 war dies ein aufstrebendes Landstädtchen, als sich der Schreiner Heinrich Schickhardt aus dem Siegerland hier niederließ. Er kaufte in der Tübinger Gasse ein Haus und erhielt die ehrenvolle Aufgabe, für die Stiftskirche das Chorgestühl mitzugestalten.
Als im Februar 1558 dann der Enkel Heinrich Schickhardt auf die Welt kommt, ahnt niemand, was aus diesem jungen Bürger Herrenbergs einmal werden wird: ein so renommierter Baumeister, dass die Menschen ihn sogar als „Schwäbischen Leonardo da Vinci“ rühmen.
Archivbestand zur Familiengeschicht: Hauptstaatsarchiv Stuttgart Q 3/54. Familienunterlagen Schickardt
Literatur (Auswahl) zu Heinrich Schickardt dem Älteren: Weiterlesen
Familie Naveh aus Jerusalem auf den Spuren der Großeltern in Siegen und Kassel
Dany Naveh (vormals Hausmann) geboren 1945 in Jerusalem, war erstmals in Siegen. Er wollte die Stadt sehen, aus der sein Vater Benno Hausmann vor 75 Jahren nach Palästina geflohen war. Aktueller Anlass der Reise war allerdings die Verlegung von Stolpersteinen für seine Großeltern mütterlicherseits in Kassel, Meta und Albert Oppenheim. Die Verlegung der kleinen Gedenksteine nahm der Kölner Künstler Gunter Demnig vor. Mehr als 40 000 solcher Steine hat er nun seit 1995 angefertigt. In unserer Region hatte er in diesem Jahr bereits Steine in Erndtebrück, Netphen und Kreuztal verlegt. Weiterlesen
„Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte 18 – 2013“ erschienen
Abermals ist es der Redaktion der “Geschichtswerkstatt Siegen – Arbeitskreis für Regionalgeschichte e.V.“ gelungen, ein breites Spektrum regionalhistorischer Aufsätze in ihrem neuen Jahrbuch “Siegener Beiträge“ 2013 zusammenzutragen. Herausgekommen
ist auf 256 Seiten eine lesenswerte Aufsatzsammlung mit folgenden Schwerpunkten:
Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein – Christian Brachthäuser
Christian Brachthäuser, Bibliothekar des Stadtarchivs Siegen, geht in seinem Aufsatz “Gerlach Graf zu Nassau-Wiesbaden-Idstein (1322-1371)“ der Frage nach, ob und wie ein einflussreicher Mainzer Erzbischof als Namenspatron der erstmals 1713 so bezeichneten “graf gerlachs burg“ nördlich von Netphen-Afholderbach gedient haben könnte. Der kurfürstliche Wirkungskreis kann zwar nicht in direktem Zusammenhang mit dem Burgenbau stehen, da archäologische Funde aus dem 11. Jahrhundert vorliegen und die exponierte Befestigungsanlage bereits vor der Geburt Gerlachs aufgegeben wurde. Die historisch gewachsene Verflechtung zwischen dem Mainzer Kurstaat, der Grafendynastie Nassau und dem Siegerländer Adelsgeschlecht von Bicken, das von 1601 bis 1604 selbst einen Mainzer Erzbischof stellte, könnte jedoch darauf hindeuten, dass die Namensgebung in Erinnerung an jenen Amtsträger erfolgte, der diese enge Bande im 14. Jahrhundert begründet hatte. Weiterlesen
„Deserteure der Weltkriege. Vier Beispiele aus unserer Region „
16.12.2013, 15:30 – 16:00 Uhr
Aktiven Museum Südwestfalen, Siegen
Im Rahmen des Aktionstages „Geh-Denken“ finden nach der offiziellen Gedenkveranstaltung am Dicken Turm vier Kurzvorträge im AMS am Obergraben statt. Darin werden die Biografien von Deserteuren aus unserer Region vorgestellt. Für den Ersten Weltkrieg sind das Walter Krämer (Klaus Dietermann) und Karl Ley (Traute Fries), für den Zweiten Weltkrieg Hermann Albrecht (Klaus Merklein) und Josef Schönenbach (Klaus Dietermann). Für die beiden Letzten endete die Desertion tödlich.
Literaturhinweis: Traute Fries „Die Deutsche Friedensgesellschaft. im Bezirk Sieg-Lahn-Dill in der Weimarer Republik. Eine historische Rekonstruktion“
Eine Publikation von
-Förderkreis Geschichte der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften für den
Kreis Siegen-Wittgenstein e. V. – Manfred Zabel, Birkenweg 18, 57234 Wilnsdorf, und
– Gustav-Heinemann-Friedensgesellschaft Siegen e. V. – Astrid Greve,
Heidenbachswald 1, 57234 Wilnsdorf
ISSN 09 36-0794 – 224 Seiten, (Verkaufspreis 14,80 Euro)
Zur Bedeutung des Buches
Im nächsten Jahr wird des Beginns des Ersten Weltkriegs 1914 gedacht. In keinem Krieg zuvor sind so viele Soldaten getötet worden. Auch im Siegener Raum ging die Opferzahl in die Tausende. Wilhelm Fries aus Weidenau (1901-2000), noch zu jung, um Soldat zu werden, hat gleich drei seiner Brüder in diesem Krieg verloren. Das hat ihn zum engagierten Pazifisten und Aktivisten der Deutschen Friedensgesellschaft in Siegen werden lassen.
Traute Fries, die Tochter von Wilhelm Fries, legt nach vierjähriger Arbeit jetzt ein neues Buch vor, in dem sie die Geschichte der Deutschen Friedensgesellschaft im Siegener Raum in der Weimarer Republik rekonstruiert. Materialgrundlage des Buches sind der umfangreiche Nachlass ihres Vaters und die Zeitschriften der DFG, „Der Pazifist“ (1921-1924), nachfolgend „Das Andere Deutschland“ (1925-1933). Weiterlesen

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