Zeitgeschichte reloaded: Rechtsextremismus und Populismus am Ende der Weimarer Republik

Dieter Pfau, Mo. 05.10.2026, 18:30 – 20:00 Uhr, Bürgerhaus Burbach, 5 €

Geschichte wiederholt sich nicht, dafür sind die konkreten historischen Konstellationen viel zu unterschiedlich. Die historische Situation zum Ende der Weimarer Republik ist nur sehr bedingt mit den heutigen Krisen und Problemlagen zu vergleichen. Damals war das politische und gesellschaftliche Leben noch erheblich von den materiellen, sozialen und mentalen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs belastet.
Das Buch „Christenkreuz und Hakenkreuz“, erschienen im Jahr 2000, beschäftigt sich sehr ausführlich mit den politischen Konflikten in der Stadt und dem damaligen Kreis Siegen von 1929 bis zum 30. Januar 1933. Die Untersuchung geht der Frage nach, warum die NSDAP bei einer großen Zahl der Wählerinnen und Wähler mit wachsender Zustimmung aufgenommen wurde und im Frühsommer 1932 sogar einmal Zustimmungswerte von mehr als fünfzig Prozent erzielte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Methoden und Mitteln nationalsozialistischer Politik und Propaganda, die mehrmals auch in offenen Terror mündeten.
Die Beschäftigung mit diesem kurzen Zeitabschnitt lokaler und regionaler Geschichte sensibilisiert für historische Formen rechtsextremer Propaganda und weist auf die Folgen einer übermäßigen Emotionalisierung politischer Auseinandersetzungen hin. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Entwicklungen im jeweiligen Veranstaltungsort.
In Kooperation mit dem Heimatverein „Alte Vogtei Burbach e. V.“

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

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