Heilstätte Hengsbach 5

Tagebuch einer Bestandsbearbeitung

Auszug aus einer „Baubeschreibung für den Neubau des Schwestern- und Ledigenheimes der Lungenheilstätte für Südwestfalen in Eiserfeld/Sieg, Obere Hengsbach“ vom 25. Juli 1952:

„ A) Allgemeines: Der Entwurf sieht die Errichtung eines Wohnhauses für die Schwestern und ledigen Angestellten der Lungenheilstätte vor. Das Gebäude wird in unmittelbarer Nähe der Heilstätte und wie diese an einem Südhang, ungefähr mit Ostwest-Achse errichtet. Es ist vorgesehen, daß die Bewohner des Hauses ihre Mahlzeiten in der Heilstätte einnehmen und sich nur nach Dienstschluß und des Nachts im Gebäude aufhalten. Das Gebäude wird wirtschaftlich von der Heilstätte betreut (Reinigung, Wäsche, Heizung).

Entwurf zu einer Heilstätte des Kreisbauamtes von 1954

Entwurf zu einer Heilstätte des Kreisbauamtes von 1954

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Wittgenstein 1 (2013) erschienen

witt12013Inhalt:

Ulf Lückel/Johannes Burkardt: Hinweise der Schriftleitung / des Vorstandes des WHV
Wilhelm Völkel †: „Mein Wittgenstein“ und Anmerkung der Schriftleitung
Andreas Krüger: Briefmarken – ein „kleiner“ Beitrag zum Jubiläum des Wittgensteiner Heimatvereins e. V.
Hans Friedrich Petry: Die Finanzen der Stadt Berleburg im 19. Jahrhundert
Eberhard Bauer: Die Bauzeit des Seitenschiffs der Laaspher Kirche
Jochen Karl Mehldau. Elise Sommer. Eine in Wittgenstein unbekannte Dichterin aus Laasphe

Buchbesprechung:
Rikarde Riedesel: Heinz Strickhausen, Berleburg eine Kleinstadt nach der Jahrhundertwende. Teil I. Die gute alte Zeit?

 

Letzter Abstich im Stahlwerk Brandenburg vor 20 Jahren

Ära Friedrich Flick

„….Prägend waren der technische und der Kaufmännische Direktor, das Brüderpaar Dr. Rudolf Hennecke (1890-1985) und Arthur Hennecke (1888-1959), die als Betriebsleiter von 1917 bis 1945 fungierten.
Auch der neue Herr in Brandenburg, der Industrielle Friedrich Flick, beließ die beiden Henneckes in ihren Ämtern. 1926 hatte die Mitteldeutsche Stahlwerke AG die Stahlwerke in Brandenburg erworben und in ihren Produktionsverbund integriert. Ab 1936 firmierte das Werk Brandenburg als Mitteldeutsche Stahl- und Walzwerke Friedrich Flick Kommanditgesellschaft und war in den komplizierten Konzernaufbau eingebunden.
Aufschluss über diese Jahre bei Mittelstahl gibt das Forschungsarchiv Flick, das im Rahmen des Jenaer Forschungsprojektes zu Friedrich Flick aufgebaut wurde und heute (unter Einschränkungen) im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv nutzbar ist.
Nach dem Kriegsende erfolgte bis 1947 die vollständige Demontage aller Maschinen und Geräte, so dass der Wiederaufbau ab Juli 1949 ganz von vorn begonnen musste. Der erste Abstich erfolgte am 30. Juli 1950 und leitete 43 Jahre Produktion ein. ….“

Quelle: Björn Berghausen, Archivspiegel des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv, 28.2.2013

Lothar Irle und die Märchen der Gebrüder Grimm

Ein Zitat:

“ ….  wenn er [gemeint ist J. O. Plassmann] über einen gewissen Dr. Lothar Irle urteilt, der die Absicht hat, Grimms Märchen von kirchlichem Einfluß zu reinigen: „Der Mann muß von den Dingen nicht die leiseste Ahnung haben – unklar ist mir nur die leider nicht seltene Erscheinung, daß solche Ignoranten plötzlich auf irgendwelchen Lehrstühlen auftauchen. Die „weltanschauliche“ Fanfare scheint an manchen Stellen immer noch mit völkischer Gesinnung verwechselt zu werden. ….“
Diese Bemerkung über Irle ist vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen SS-Ahnenerbe (Plassmann) und dem Amt Rosenberg (Irle) zu sehen.
Quelle: Angelika Oesterle: John Meier – Eine Biographie im Schatten des Nationalsozialismus, Mag. Ludwig-Uhland-Institut der Uni. Tübingen SS 1988, S. 50-51 [J.O. Plassmann an Kaiser, 7.11.1939, Bundesarchiv NS 21/143]. Trotz zweimaliger Durchsicht durch Mitarbeiterinnen des Bundesarchivs ist der Brief nicht unter der genannten Signatur zur verifizieren. Weiterlesen

Heilstätte Hengsbach 4

 

Tagebuch einer Bestandsbearbeitung

Bibliographie Heilstätte Hengsbach   Stand 1.03.13

 

??? Vorgänger-Einrichtung:  Richard-Martin-Heim in Hilchenbach des Evangelischen Arbeitervereins

1952 Kreistags- und Kreisausschussbeschlüsse zum Bau der Heilstätte auf der Hengsbach

 Juli  1952 Baubeginn

 Februar 1953 Richtfest

Oktober 1953 Fertigstellung Heilstätte + Schwestern- und Ärztehaus

13.3.1954 Einweihung

1967 Entscheidung des Verwaltungsrates des Vereins Hengsbach-Heilstätte zur Schließung der Einrichtung zum Jahresende `67

November 1967 Auszug des letzten Patienten; Chefarzt Dr. Kruse wechselt ins Kreisgesundheitsamt; Übernahme durch AWO

12.05.1971 Grundstücksveräußerung an AWO

29.03.1972 Auflösung des Vereins „Hengsbach-Heilstätte Eiserfeld/Sieg e.V.“

August 2005 Eröffnung als Altenheim der Diakonie Weiterlesen

Bernd und Hilla Becher: Die Siegerländer Fachwerkhäuser

Kunstwerk des Monats März im Museum für Gegenwartskunst, Siegen

Begleitend zu den Aktivitäten der Stadt Siegen für eine regionale Baukultur zeigt das Museum für Gegenwartskunst ab dem 10. März 2013 die ‚Siegerländer Fachwerkhäuser’, wie sie von Bernd und Hilla Becher im Zeitraum von 1959 –1978 gesehen und fotografiert wurden. Dem Künstlerpaar ist es zu verdanken, dass wir diesen Haustypus heute auf aktuelle Weise wertschätzen können.
Außerdem sind die ‚Orts- und Dorfansichten des Siegerlandes’, sowie ,Siegerländer Gruben und Hütten’ und die ‚Holzfördertürme in Pennsylvania’ zu sehen. Es ist die umfangreichste Präsentation von Becher-Fotografien seit Bestehen des Museums.
Becher-Vorträge Flyer 2013
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