Landesarchiv NRW stellt zentrale Quellen für die Familienforschung im Internet bereit.

Eine der größten Kundengruppe der Archive sind Familienforscherinnen und -forscher. Und diese benötigen für ihre Recherche Personenstandsdaten über Geburten, Heiraten und Sterbefälle – am liebsten online.
Das Landesarchiv NRW Abt. OWL startete deshalb im Frühjahr 2015 ein Projekt zur Digitalisierung von ca. 44.000 Sterbenebenregistern der Jahrgänge 1874 bis 1938 aus den drei westfälischen Regierungsbezirken in Kooperation mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Deutschland („Mormonen“), eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in NRW, kurz: FamilySearch (FS). FamilySearch hat aus theologischen Gründen ein lebhaftes Interesse an der Digitalisierung und Veröffentlichung von Personen(stands)daten und daher umfangreiche Erfahrungen mit solchen Digitalisierungsprojekten.

Insgesamt verwahrt das LAV NRW OWL rund 170.000 standesamtliche Personenstandsregister. Inzwischen wurden etwa 4.000 Register mit den Sterbeurkunden aus dem Regierungsbezirk Münster von einem Mitarbeiter von FS fotografiert (ca. ½ Millionen Aufnahmen) und davon knapp 1.000 Bände (= ca. 80.000 Aufnahmen) aus dem Landkreis Beckum online gestellt. Die Präsentation der Scans in www.archive.nrw.de erfolgt in Verknüpfung mit den Erschließungsdaten, so dass jedes Digitalisat eindeutig einem Registerband zugeordnet werden kann.
Das Landesarchiv NRW stellt die scanfähigen Originale und die zur Verknüpfung erforderlichen Metadaten zur Verfügung, verwahrt und pflegt die Daten, verknüpft sie mit den Erschließungsinformationen und stellt sie im Lesesaal und online für Interessierte bereit. Auf diese Weise wird der Service verbessert und werden die Archivalien geschont.
Quelle: Landesarchiv NRW, Presseeinladung 1.8.2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.