Gedenkblatt an den 1. Weltkrieg

Gedenkblatt-1_-WeltkriegDas Stadtarchiv Kreuztal erhielt kürzlich aus einem Privatbesitz ein Konvolut von Archivalien, darunter  ein Gedenkblatt an den 1. Weltkrieg.

Ausgestellt für Jakob Schneider (* 18. April 1876) aus Mittelhees (Kreuztal) – in der Mitte sein Porträtfoto. Er nahm von 1914 bis 1918 am Krieg teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.

In der oberen linken Ecke befindet sich ein Porträt von Kaiser Wilhelm II. Auf dem Porträt in der rechten Ecke ist der österreichische Kaiser Franz Joseph I. abgebildet. Der Banner über der Germania zeigt den Schriftzug „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“. Der Engel darunter hält den Banner „Herz und Hand fürs Vaterland“.

 

Zentraler Aktenbestand zur Grafschaft Sayn-Wittgenstein online

Das Blog des LWL-Archivamtes meldete Anfang September, dass der Aktenbestand A des Fürstlichen Archivs Bad Berleburg online nutzbar ist. Die digitalisierten Akten können dann, verknüpft über das schon vor Jahren online gestellte Findbuch, abgerufen werden: http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=451&id=020&tektId=102

s. dazu diese Einträge auf siwiarchiv: Tagebücher Ludwigs des Älteren von Sayn-Wittgenstein jetzt online! und Digitalisierung des Fürstlichen Archivs in Berleburg

s. a. derwesten.de, 15.9.2014

Landtag verabschiedet umstrittenes Archivgesetz:

„Der Landtag in Düsseldorf hat mit großer Mehrheit ein neues Archivgesetz verabschiedet. Ein Passus, der den Verkauf von privaten Nachlässen aus kommunalen Archiven ermöglicht, wurde trotz Kritik von Archivaren und Verbänden nicht geändert. Hintergrund der Kritik ist der Skandal um den Verkauf von mehr als 6.000 historischen Büchern aus dem Bestand des Stadtarchivs Stralsund an einen privaten Archivar im Jahr 2012. In Nordrhein-Westfalen gab es bisher jedoch noch keinen entsprechenden Fall. In fast allen Bundesländern außer Bremen und Sachsen-Anhalt ist der Verkauf von kommunalem Archivgut generell verboten. In Nordrhein-Westfalen sind dagegen weiterhin nur amtliche Unterlagen aus Behörden gesetzlich vor einem Verkauf geschützt.“
Quelle: WDR.de, Kulturnachrichten, 11.9.2014 18:50, Landtag NRW, Pressemitteilung v. 11.9.2014
Informationen über die Petition gegen die Veräußerungsmöglichkeit von kommunalarchivischem Sammlungsgut finden sich hier.

Heute vor 100 Jahren: Ratssitzung in Freudenberg

Freudenberg1191914
Heute vor 100 Jahren erschien in der Siegener Zeitung ein Bericht über eine Freudenberger Gemeinderatssitzung.
Bemerkenswert:
1) Zunächst wird der Antrag auf Unterstützung der ins Heer Einberufenen als verfrüht abgelehnt, um später die Sparkassen-Überschüsse für „die Unterstützung der Familien von ins Feld einberufenen Mannschaften“ zu verwenden.
2) Der Markttag für das Jahr 1916 wird vom 29. auf den 21. September aus Rücksichtnahme auf das „zweite Neujahrsfest der Juden“ verlegt.

Das Material stammt aus der aktuellen 4FACHWERK-Ausstellung.

Heute vor hundert Jahren (11.09.1914): Wiesenbauschule trauert um Otto Strombach aus Königsheide

Aus: Bestand Wiesenbauschule, Gefallene WBS (1. Weltkrieg) (UASi WBS 156)

Aus: Bestand Wiesenbauschule, Gefallene WBS (1. Weltkrieg) (UASi WBS 156)

Nach Ernst Graf, dem ehemaligen Wiesenbauschüler, ist Otto Strombach aus Königsheide/Kreis Wipperfürth der erste aktive Wiesenbauschüler, der im 1. Weltkrieg gefallen ist. Das genaue Todesdatum ist in dem Fall nicht überliefert. Aber er ist vermutlich wie Ernst Graf bereits im August tödlich verwundet worden. Erster Hinweis ist die Traueranzeige, die die Wiesen-bauschule am 11. Sept. 1914 aufgegeben hat. Otto Strombach war Gefreiter der Reserve der 3. Komp. im Brigadeersatzbataillon 56 und Angehöriger der 2. Klasse der Wiesenbauschule. Die genauen Todesumstände konnten nie aufgeklärt werden. Am 18.03.1915 teilt seine Schwester der Wiesen-bauschule auf einer Postkarte mit, dass ihr Bruder bei Mühlhausen gefallen sein muss. Er bleibt verschollen. Eine amtliche Nachricht gibt es nicht.

Aus: Bestand Wiesenbauschule, Gefallene WBS (1. Weltkrieg) (UASi WBS 156)

Aus: Bestand Wiesenbauschule, Gefallene WBS (1. Weltkrieg) (UASi WBS 156)

Anhörung zum Archivgesetz NRW

Das Protokoll zur Sitzung des Kulturausschusses des Landes NRW über die Evaluierung des nordrhein-westfälisches Archivgesetzes ist online. Es enthält die Stellungnahmen des Landesarchivs NRW, des LWL-Archivamtes für Westfalen und der Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare sowie weiterer Sachverständiger.

Zum Hintergrund s. auch über die Petition gegen den Verkauf von kkommunalarchivischem Sammlungsgut in NRW: https://www.siwiarchiv.de/?p=7096

Schriftliches Kulturgut erhalten! Ein Weimarer Appell

Link zum Unterzeichnen des Appells
weimarerappell
Vor zehn Jahren, am 2. September 2004, brannte die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Vor fünf Jahren, am 3. März 2009, stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein. Auch das Hochwasser an Elbe und Donau im Jahr 2013 hat, wie zuvor schon 2002, Archive und Bibliotheken in Mitleidenschaft gezogen.

Die schriftliche Überlieferung ist durch Vernachlässigung zunehmend gefährdet. Eine Stadtgründungsurkunde, ein barockes Buch, eine alte Landkarte, das Fotoalbum eines Exilschriftstellers oder eine Notenhandschrift sind unverwechselbare Zeugnisse unserer Kulturgeschichte. Wir brauchen diese Originale weiterhin, auch wenn Abbilder davon für das Internet hergestellt sind. Nur die Originale sichern dauerhaft die Möglichkeit des wissenschaftlichen Verstehens. Originalerhalt und Digitalisierung ergänzen sich.
Im Einzelnen fordern wir: Weiterlesen