Ausstellung „325 Jahre Stadtrechte Hilchenbach“

Am 1. Mai 1687 verlieh Fürst Wilhelm Moritz von Nassau-Siegen (1649-1691) dem Dorf Hichenbach die Fleckenrechte und die zu „Bürgern“ erhobenen Einwohner von Hilchenbach erhielten die Rechte, sich mit Toren, Mauern und Gräben zu befestigen, Märkte abzuhalten, Wegegelder zu erheben, jährlich zwei Bürgermeister zu wählen, die herrschaftlichen Güter zur Viehhude zu benutzen, die Befreiung von bestimmten Abgaben und von Hand- und Spanndiensten, ferner die Zusage zur Förderung von Justiz und Handwerk. Weiterlesen

Ostdeutsche Sammlung sichern

Kreisbeirat für Vertriebenen- und Aussiedlerfragen tagte im Siegener Kreishaus

Um die Sicherung der Ostdeutschen Sammlung ging es bei der Sitzung des Kreisbeirats für Vertriebenen- und Aussiedlerfragen in der vergangenen Woche im Siegener Kreishaus. Derzeit werden etwa 200 Exponate der Sammlung aus den verschiedenen Vertreibungsgebieten von Ostpreußen bis ins Siebengebirge im Rathaus Weidenau und im Siegerlandmuseum ausgestellt, erläuterte Prof. Dr. Ulrich Penski vom Bund der Vertriebenen (BdV) Siegen. Die Sammlung befindet sich im Besitz des BdV und umfasst weitere 100 Stücke, die zurzeit aufgrund Platzmangels nicht gezeigt werden können. Hans-Heinrich Thomas, Vorsitzender des BdV Siegen, skizzierte die schwierige Mitgliedersituation des BdV und stellte die Frage: „Was soll mit diesem Juwel der Vertriebenenkultur geschehen, wenn der BdV nicht mehr existiert?“ Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner sprach die Möglichkeit einer Übernahme durch Kommunalarchive an. Dabei könnten Detailfragen wie Lagerung und Ausstellungsrhythmus der Sammlung vertraglich festgelegt werden. Landrat Paul Breuer als Beiratsvorsitzender erklärte, der Kreis Siegen-Wittgenstein könne zwar in dieser Angelegenheit nur Vermittler sein, werde sich aber im Rahmen seiner Möglichkeiten in guter Partnerschaft mit der Stadt Siegen für die Sicherung und den Erhalt der Ostdeutschen Sammlung einsetzen.

Pressemitteilung des Kreises Siegen-Wittgenstein, 7.3.2012