Vortrag: Guiseppe Cusa: »Verpfänden verboten!

Überlegungen zum Privileg Kaiser Ludwigs IV. für die Stadt Siegen (1346)«
Do., 12.11.2026, um 18:30 Uhr, Eintrachtsaal Siegerlandhalle

Kaiser Ludwig der Bayer, spätgotisches Epitaph aus rotem Marmor in der Münchner Frauenkirche (Wikipedia)

Vor nunmehr fast 700 Jahren beurkundete Kaiser Ludwig IV. der Bayer den Siegener Bürgern, dass sie fortan nicht mehr als Pfandobjekt herhalten müssten – weder für den Kölner Erzbischof noch für den Nassauer Grafen, die sich seit 1224 die Herrschaft über die Stadt im sog. Kondominat teilten. Dieses kaiserliche Privileg wurde mehrfach ausgefertigt, bestätigt und kopiert. Im Vortrag werden zunächst Genese und Rechtsinhalt der Urkunde sowie die daran beteiligten Akteure beleuchtet: Wie kam es zur kaiserlichen Intervention? Wieso rief man das Landgericht zu Frankfurt an? Welche Bedeutung kam den Wetterauer Reichsstädten zu? Sodann werden die Ausfertigungen und frühen Kopien des Privilegs einer diplomatischen Untersuchung unterzogen: Wie sind die Exemplare gestaltet und besiegelt, wie der Text formuliert? Sind die Ausfertigungen deckungsgleich oder unterscheiden sie sich? Erhellt werden sollen folglich anhand dieses Siegener Beispiels Rechts-, Finanz-, Herrschafts- und Kanzleipraxis um die Mitte des 14. Jahrhunderts.

Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach mal vorbei!
Quelle: vhs Siegen, Programm

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