Literaturhinweis: “Siegen vor und nach der Zerstörung”

Eine fotografische Zeitreisein die Jahre 1943/44 und die ersten Nachkriegsjahre mit Farbaufnahmen von Erich Koch”
Herausgegeben vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V. als Band 26 der Reihe “Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes”, Siegen 2017

Foto: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

“Siegen im Sommer 1944. Vom Zweiten Weltkrieg, der nun schon im fünften Jahr über Europa hinwegzieht, ist in der Siegener Altstadt auf dem Siegberg auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Die Leute flanieren im Sonntagsstaat durch die Straßen rund um den Markt und die Kinder nutzen die schulfreien Tage zum spielen vor der Haustür. Der Siegener Erich Koch hat diese Stimmung im Bild festgehalten: das Untere Schloss, die Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten Fassaden in der Kölner Straße, am Markt und in der Marburger Straße und die malerischen Winkel hinter der Marienkirche beiderseits der Donzenbachstraße.
Nach dem verheerenden Bombenangriff vom 16. Dezember 1944 liegt dies alles in Schutt und Asche. Seit dem Frühjahr 1946 ist Erich Koch wieder unterwegs und dokumentiert zwei Jahre lang mit seiner Kamera das gewaltige Ausmaß der Zerstörung und das Bemühen der Betroffenen, die erhaltenen Gebäudereste zu sichern oder Platz für Neues zu schaffen. ……”

Angaben zum Buch:
100 S., 91 Fotos, davon 78 bunt, 29x29cm, ISBN: 978-3-944157-26-9

Quelle: Flyer Siegen_Vor und nach d

Ein Gedanke zu „Literaturhinweis: “Siegen vor und nach der Zerstörung”

  1. Kommentar Günter Dick, St. Augustin via Facebook , 12.5.2017 [Danke für die Erlaubnis dies hier zu posten!]:
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    Das Bild wurde im vorzüglichen Bildband „Siegen vor und nach der Zerstörung“ auf Seite 58 von den Herausgeber- Autoren mitveröffentlicht.
    Die Ortsbeschreibung ist hier aber leider nicht richtig wiedergegeben worden.
    Es handelt sich hier keinesfalls um die Eisenbahnbrücke und dem dahinter liegenden Stadtbad , sondern um die im März 1945 beim Rückzug der „ Wehrmacht“ gesprengte sog. „Weiße Brücke“, die vom Ende der heutigen Bismarckstr. ins Charlottental führte.
    Die gemauerte Steinbrücke hatte ganz besondere Konstruktionsmerkmale, die Martin Schulz sehr genau wiedergegeben hat. Das links im Vordergrund stehende dunkle Gebäude ist heute noch dort vorhanden. Ebenso kann der Sichtstandort noch sehr genau lokalisiert werden allein durch das im Vordergrund in der Wiese damals noch vorhandene Schütz für den ehem. Obergraben zur Sieghütte und dem angedeuteten Siegwehr beim Waldhaus.
    Das Gemälde ist so hervorragend, daß man beim genauen Betrachten die Silhouette der Nikolaikirche selbst mit Krönchen und dem Oberen Schloß im Meer der Flammen angedeutet noch erkennen kann.
    Entgegen der Beschreibung sollte es wohl auch jedem Betrachter einleuchtend sein, daß Martin Schulz ein solch hervorragendes Aquarell, selbst bei einem feuerleuchtendem Himmel, nicht am 16.12.1944 vor Ort, bis in die späten Abendstunden hinein, hat fertigstellen können.
    Eine offizielle Berichtigung hielten aber leider weder der Herausgeber ( SHGV ) noch die Regionalpresse SZ und WP für notwendig, bzw. für sinnvoll. Sicher sind das ja auch nur „Peanuts“, die aber leider später drohen den nachfolgenden Generationen als unumstößliche „akademische Historiker-Weisheiten“ überliefert zu werden .
    Dieser Bildband ( Herausgeber Siegerländer Heimat-u.Geschichtsverein e.V.) kann man übrigens vorbehaltlos jedem nur sehr empfehlen. Die vielen beeindruckenden historisch wertvollen Dia-Fotos von Erich Koch-Siegen (1914-1986), zeigen jedem überdeutlich ….. wohin politische Überheblichkeit und Massenverdummung unweigerlich hinführt.

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