Deutsche Digitale Bibliothek öffnet die Tür zur digitalen Zukunft unseres Kulturerbes

DDB_Logo_2_s_pos_RGB_R_96dpiKulturstaatsministerin Monika Grütters startet den regulären Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), dem einzigen nationalen Internet-Portal für Kultur und Wissenschaft.

In ihrer Rede betonte die Staatsministerin: „Die Deutsche Digitale Bibliothek eröffnet uns einen bislang nicht vorstellbaren Zugang zu unserem kulturellen Erbe. Via Internet können nun auch diejenigen angesprochen werden, die Museen, Bibliotheken, Konzertsäle und andere Kultureinrichtungen eher selten oder gar nicht besuchen. Mit der DDB gewinnen wir neue Chancen, sie mit unserem Kulturgut in Berührung zu bringen, sie dafür zu interessieren und ihnen Schwellenängste zu nehmen. Hier denke ich besonders an die Kinder und Jugendlichen, die schon im Netz zuhause sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass der virtuelle Zugang zu unserem kulturellen Erbe den Anreiz, die elektronische Präsentation der Objekte um eine reale Begegnung zu ergänzen, eher erhöht.“

Monika Grütters betonte weiter: „Die DDB ist eine öffentliche, staatliche Antwort auf privatwirtschaftliche Aktivitäten. Datenmonopole müssen verhindert werden, nicht zuletzt deshalb, weil sie – über ihre negativen ökonomischen Auswirkungen hinaus – zu Deutungsmonopolen werden können, die eine freiheitliche Gesellschaft nicht akzeptieren kann. Die Angebote der DDB folgen nicht dem Streben nach den größten Klickzahlen, sondern hier stehen die Inhalte selbst im Zentrum – das Bemühen, auch im Netz eine Tür zum digitalen Wissen über unsere Kunst – und Kulturschätze aufzustoßen – wo auch immer auf der Welt.“

Die DDB ist das zentrale digitale Zugangsportal für Kultur und Wissenschaft in Deutschland, das vollständig in öffentlicher Verantwortung betrieben wird. Sie ist der deutsche Beitrag zur Europäischen Digitalen Bibliothek „Europeana“ und bietet für jedermann einen Zugang zu digitalen Abbildern von Büchern, Gemälden, Denkmälern bis hin zu Filmen und Musik. Die DDB soll sukzessive die digitalen Angebote von bis zu 30.000 deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander verlinken und zugänglich machen. Momentan sind bei der DDB knapp 2.100 Einrichtungen registriert. Ende 2012 wurde die Beta-Version der DDB in Betrieb genommen, nun beginnt der Regelbetrieb.

Die DDB wird von Bund und Ländern finanziert. Bis Ende 2013 wurden für Aufbau und Betrieb des DDB-Portals insgesamt rund 24 Millionen Euro investiert, davon trug der Bund knapp 19 Millionen Euro.

Regionale Suchanfragen nach Personen (z. B. Wilhelm Oechelhäuser/), nach Orten (z.B. Bad Berleburg ) oder Sachbetreffen (z. B. Siegerlandorchester) liefern nicht uninteressante Ergebnisse.

Weitere Informationen unter www.deutsche-digitale-bibliothek.de
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 104/Montag, 31. März 2014

s.a. heise-online, 31.3.2014

Gewohnt deutlich übt Archivalia Kritik am derzeitigen Angebot der DDB. Hinweise zu weiteren kritischen Stimmen findet man ebenfalls dort.

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