Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein lädt in renovierte Jung-Stilling-Stube ein

renovierte Jung-Stilling-Stube

Im Jahr 1730 wurde von den Eheleuten Johan Ebert und Margaretha Jung in Grund bei Hilchenbach mit dem Hausnamen „Stöhlersch“ das Haus erbaut, in dem am 12. September 1740 Johann Heinrich Jung geboren wurde. Mit dem Beinamen „Stilling“, den er sich selbst zugelegt hatte, wurde Jung-Stilling zu einem bedeutenden deutschen Universalgelehrten des 18. Jahrhunderts.

Am 3. August 1928 wurde sein Geburtshaus durch ein Feuer fast vollständig vernichtet. In dem an gleicher Stelle auf Initiative des Vereins für Heimatkunde und Heimatschutz im Siegerlande samt Nachbargebieten errichteten, am 20. Oktober 1929 eingeweihten neuen Gebäude hat der mittlerweile in Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein (SHGV) umbenannte Verein im Rahmen des ihm eingeräumten Nutzungsrechts im Erdgeschoss die von ihm unterhaltene „Jung-Stilling-Stube“ eingerichtet.

Bereits 1984 wurde diese Gedenkstube umfassend renoviert und am Geburtstag Jung-Stillings feierlich wiedereröffnet. Gerätschaften und Einrichtungsgegenstände auch aus der Zeit Jung-Stillings gehören zur Ausstattung des Raumes, in dem am 20. Februar 1986 in die Denkmalliste der Stadt Hilchenbach eingetragenem traufständigem, zweigeschossigem Wohnhaus in der Jung-Stilling-Straße 16.
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Nach Erhalt eines größeren, zweckgebundenen Spendenbetrages konnten Ende 2018 vom SHGV notwendige Renovierungsarbeiten in der Jung-Stilling-Stube in Angriff genommen werden. Boden, Wände, Fenster und Türen wurden neu gestrichen und lassen den Raum wesentlich heller und freundlicher erscheinen. Zusätzlich wurde eine zeitgemäße LED Beleuchtung installiert, durch die die gleichzeitig teils neu gruppierten Einrichtungs- und Ausstellungsgegenstände zukünftig besser hervorgehoben werden.

Wer sich gerne selbst ein Bild von dem neuen Erscheinungsbild machen möchte, ist hierzu herzlich eingeladen. Die Jung-Stilling-Stube ist nach Absprache sowohl einzeln als auch in Gruppen zu besichtigen.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles, 14.1.19

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