Online: B. Schmidt: “Der Vokalismus der Siegerländer Mundart.

Ein Beitrag zur fränkischen Dialektforschung”

In den digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster findet sich die 1894 in Halle erschienene Doktorarbeit des Philologen Dr. Bernhard Schmidt. Schmidt wurde 1870 in Siegen-Eisern geboren und hatte an der Universität Leipzig Linguistik studiert

8 Gedanken zu „Online: B. Schmidt: “Der Vokalismus der Siegerländer Mundart.

    • Einfach auf “Doktorarbeit” im obigen Text klicken.
      Dann erfolgt die Weiterleitung nach Münster; dort dann auf die Titelseite klicken und das Lesen des Buches ist online möglich. Die Seite in Münster erlaubt auch ein PDF-Download.

  1. Ernst Bernhardt Schmidt*16.4.1870 Eisern
    als Sohn des gewerken Gast Wirt und Brauereibesitzer
    Wilhelm Schm. Eisern
    Ehe evangel. Rödgen3.11.1867
    Johanna Stadermann von Eichen
    Schon der Großvater Johanns Schm. war MassebläserGewerke und Bierbrauer
    in Eisern

  2. Der eigentliche Dissertations-Druck liefert weitere (nicht in der Verlagsveröffentlichung enthaltene) Informationen.
    Abitur: Gymnasium Attendorn. Fortsetzung der in Leipzig begonnenen Studien an der Universität Berlin, wo er auch promoviert wurde (öffentliche Disputation 22.9.1894). Als einer der drei “Opponenten” wird ein gewisser “Albert Irle, Dr. phil.” genannt, vielleicht ein Vertreter der Siegerländer Irle-Dynastie.
    Für alle, die es interessiert (mich nicht):
    “1908, also genau in dem Jahr, in dem die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Länderspiel bestritt, gründete der Eiserner Sprachenforscher Dr. Bernhard Schmidt einen Fußballverein.” (https://tuseisern.de//fussball.html).
    Übrigens sollte die Tatsache, dass die ULB Münster ein Werk aus ihrem Bestand digitalisiert hat, nicht als Lektüreempfehlung oder Gütesiegel mißverstanden werden. Mehrere sachkundige Rezensenten hielten Schmidts Dissertation für ziemlichen Schrott. Eine der Besprechungen endete mit dem Satz “… Wir können nicht umhin, zum Schluss unser Bedauern darüber auszusprechen, dass der sonst so stattliche Katalog trefflicher Werke, durch den sich der Niemeyersche Verlag um die germanistische Wissenschaft verdient gemacht hat, um eine so wenig erfreuliche Leistung, wie die eben angezeigte, vermehrt worden ist.” (Gustav Hinz in: Zeitschrift für deutsche Philologie 29 (1897), S. 269-271)

  3. Vielen Dank für die Ergänzungen!
    Die Promotionsakte Schmidts befindet sich wohl im Universitätsarchiv der Humboldt-Universität Berlin, Bestand Phil. Fak. Promotionen bis 1945, Nr. 324 ( Laufzeit: 22. September – 13. Dezember 1894)

  4. Aus den Unterlagen des Universitätsarchivs Leipzig geht hervor, dass Schmidt wohl im Sommersemester 1888 und im Wintersemester 1888/89 in Leipzig Philologie studiert hat. Für Sommersemester 1888 belegte Veranstaltungen zu Sophokles, Thukydides, Horaz und Livius sowie zur griechischen und lateinischen Grammatik (Quellen: UAL Rektor B 61, UAL Rep 01 16 07 C 50 Bd. 01, UAL Rektor M 38). Danke an das Universitätsarchiv Leipzig!

  5. “Siegerländer Mundartbuch aus Eisern
    Anfang April 1895 widmete die Siegener Zeitung der als Doktorarbeit von Bernhard Schmidt aus Eisern (Brauerei Schmidt) erschienen Schrift …… eine lange Besprechung. Dr. Jakob Heinzerling in Siegen hatte bereits 1871 eine ähnliche Arbeit veröffentlicht, dabei jedoch im wesentlichen auf das in Siegen gesprochene “Platt” aufgebaut, während Bernhard Schmidt seiner Schrift vor allem die Eiserner Mundart zugrunde legte. Die Arbeits Schmidts wurde anhand zahlreicher Beispiele sehr positiv beurteilt.”
    aus: Müller, Adolf: Eisern. Auf Erz und Eisen. Pulsierendes Leben in einem alten Siegerländer Gruben- und Hüttendorf, Siegen 1966, S. 290.

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