5 Jahre nach dem Archiveinsturz in Köln:

Archivare in Siegen – Wittgenstein lernen aus Kölner Katastrophe: Notfallverbund, Ampelsystem und Fortbildungen

„Auch fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs beschäftigen sich die Archivare in Siegen-Wittgenstein mit der Tragödie. Mitarbeiter sollen besser auf Katastrophen wie diese vorbereitet werden. Deshalb hat der Kreis einen Notfallverbund gegründet, dem sich Stadtarchive anschließen können. Der Verbund erarbeitet Ideen, die im Notfall eine Bergung des Archivguts erleichtern sollen. Rettungskräfte sollen zum Beispiel durch ein Ampel-System erkennen, welche Dinge zuerst gesichert werden müssen. Rot markierte Regalabschnitte seien zum Beispiel besonders wichtig und müssten zuerst gerettet werden. Kreisarchivar Thomas Wolf sagte gegenüber Radio Siegen, dass außerdem ständige Schulungen wichtig wären, um im Ernstfall gut reagieren zu können.“
Quelle: Radio Siegen, 3.3.2014

Link zum Podcast von Radio Siegen u. a. mit Kollegen Ludwig Burwitz über die Asylarchive in Freundenberg und Siegen

Vom Ende einer Blogparade

Aus der Sicht des Adminitratoren.

Vorgestern endete die erste (siwi)archivische Blogparade. Zuerst möchte ich mich bei allen 18 Beiträgerinnen und Beiträgern bedanken. Dieser Erfolg löst beim bloggenden Archivar folgende Impulse aus:

1) Es wäre wünschenswert, die Beiträge auch in Papierform zu Verfügung zu stellen – ein sehr archivarstypischer Reflex. Als open peer review könnte es allerdings dem Projekt von Peter Haber und Eva Pfanzelter zur histoischen Blogosphäre folgen und so den Stand der archivischen Blogszene dokumentieren.

2) Die Beiträge lassen sich ordnen, gliedern und klassifizieren:

3) Das gesamte Projekt lässt sich bewerten: worüber habe ich mich gefreut? Was hätte mehr sein können? Weiterlesen

Linktipp: The state of „Archive 2.0“ in Germany

Vortrag (slideshare) am 24.2. 2014 auf der Konferenz „Archives and Social Media“, Sofia (Universität), von Dr. Joachim Kemper, Abteilung Kulturelles Erbe (Stadtarchiv, Museen, Gedenkstätten) Speyer.

Diese lesenswerte Zustandsbeschreibung der Bemühungen deutsch(sprachig)er Archive im Web 2.0 führt auch siwiarchiv (Folie 20) an und vergisst auch nicht die morgen zu Ende gehende Blogparade.

Angriffsbefehl Napoléons auf die Zitadelle Spandau vom Oktober 1806 ersteigert

Pressekonferenz am Freitag, 14. Februar 2014 im Spandauer Rathaus mit dem Ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Bannasch und dem Bürgermeister H. Kleebank

Pressekonferenz am Freitag, 14. Februar 2014 im Spandauer Rathaus mit dem
Ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Bannasch und dem Bürgermeister H. Kleebank

„Mit einigem Stolz präsentiert der Spandauer Geschichtsverein als einmaliges historisches Dokument die Originalschrift Napoléons mit dem Angriffsbefehl auf die Stadt und Festung Spandau.

Den Befehl erhielt Generaladjutant Henri-Gatien Bertrand * 1773 – † 1844. Die Zitadelle Spandau kapitulierte kampflos und wurde den Franzosen am 25. Okt. 1806 übergeben. Kommandant der Zitadelle war Major Ernst-Ludwig von Benneckendorf.
Er wurde für die kampflose Übergabe der Festung der Militär später von einem preußischen Militärgericht zum Tode verurteilt wurde. Die Strafe wurde nicht vollstreckt, sondern in lebenslänglich umgewandelt. Benneckendorf saß 11 Jahre in Spandau ein.
Die Verhandlungen führte Marschall Jean Lannes * 1769 – † 1809, einer der engsten Freunde des Kaisers, der auch die Kapitulationsvereinbarung aufsetzte. Napoléon kam am 27. Okt. 1806 nach Spandau, um die Spandauer Stadtbefestigung und die Zitadelle selbst in Augenschein zu nehmen. Weiterlesen

„Schatzsuche“ im Kreisarchiv: die Plansammlung der SAG

Ein Beitrag von Martin Gummersbach

Ganz schön staubig sind sie schon und auch schwer, gewichtsmäßig nämlich. Wenn in einer DIN A0-Zeichnungsmappe mitunter 15 Aufträge mit je 12 oder mehr Übersichts- und Detailzeichnungen abgelegt sind, dann bedarf es schon eines besonders starken Mannes, diese Mappen zu bewegen. Und da diese Mappen alle schon mindestens 40 Jahre alt sind – manche schon fast 100 Jahre – hat sich natürlich auch der Staub der Jahre angesammelt. Was hat es nun mit diesen Mappen auf sich? Weiterlesen

„Zwei Protokolle zu Unruhen in Niederschelden, Kreis Siegen, während der deutschen Revolution 1848“

Eine Halbjahresarbeit zum Abschied

Im Rahmen meiner Umschulung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv habe ich folgende Halbjahresarbeit erstellt und möchte mich mit deren Veröffentlichung aus dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein verabschieden: Arbeit gesamtx (1)