VdA intensiviert Austausch mit den Ausbildungseinrichtungen

Drei Ausbildungseinrichtungen, drei Perspektiven:

„Der Vorsitzende Dr. Michael Ruprecht hat sich mit Prof. Dr. Karin Schwarz, Studiengangsleiterin im Studiengang Archiv an der Fachhochschule Potsdam, zu aktuellen Fragen der archivischen Ausbildung und zur Weiterentwicklung des Berufsbildes ausgetauscht.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Anforderungen an Archivarinnen und Archivare in einem sich zunehmend wandelnden beruflichen Umfeld, die Entwicklung der Ausbildung sowie die Frage, wie Fachverband und Ausbildungseinrichtungen künftig noch enger zusammenarbeiten können. Dabei ging es auch um die Herausforderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, die Gewinnung des beruflichen Nachwuchses sowie Möglichkeiten, Studierende frühzeitig mit den fachlichen Netzwerken und Angeboten des VdA vertraut zu machen.
„Die Ausbildung des archivischen Nachwuchses ist eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Berufsstandes. Deshalb ist mir wichtig, die Perspektiven der Ausbildungseinrichtungen stärker in die Arbeit des VdA einzubeziehen und mit ihnen regelmäßig im Gespräch zu bleiben“, so der Vorsitzende.
Das Gespräch bildete den Auftakt zu einem Austausch mit den drei zentralen Ausbildungseinrichtungen des Archivwesens. In den kommenden Tagen sind weitere Gespräche mit der Archivschule Marburg und der Bayerischen Archivschule vorgesehen.
Der VdA möchte damit den Dialog zwischen Fachverband, Ausbildung und Berufspraxis weiter vertiefen und gemeinsam Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Berufsstandes diskutieren.“

„Nach dem Gespräch mit der Fachhochschule Potsdam hat der VdA den Austausch mit den archivischen Ausbildungseinrichtungen fortgesetzt. VdA-Vorsitzender Michael Ruprecht kam dazu mit Dr. Bernhard Grau, Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, digital ins Gespräch.
Im Mittelpunkt standen die Ausbildung des archivischen Nachwuchses, aktuelle Entwicklungen des Berufsbildes und die Frage, wie Ausbildungseinrichtungen und Fachverband künftig noch enger zusammenarbeiten können. Auch die Gewinnung junger Kolleginnen und Kollegen für das Archivwesen und ihre frühzeitige Einbindung in den VdA waren Thema.
Die Bayerische Archivschule ist bei der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns angesiedelt und bildet für den staatlichen Archivdienst in Bayern aus. Der VdA möchte den Dialog mit den Ausbildungseinrichtungen verstetigen und ihre Perspektiven stärker in die Verbandsarbeit einbeziehen.“

„Mit einem Gespräch mit Frau Dr. Irmgard Christa Becker von der Archivschule Marburg hat der VdA seine Gesprächsreihe mit den drei zentralen Ausbildungseinrichtungen des Archivwesens abgeschlossen.
Im Mittelpunkt standen die stark steigenden Ausbildungsbedarfe, der Fachkräftemangel, begrenzte Ausbildungskapazitäten und die Weiterentwicklung des archivischen Berufsbildes. Deutlich wurde dabei: Mehr Nachwuchs auszubilden gelingt nur, wenn die Ausbildungseinrichtungen auch über die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen verfügen.
Weitere Themen waren die moderne und digitale Quellenkunde, archivwissenschaftliche Forschung, die Weiterentwicklung des Berufsbildes sowie Möglichkeiten, Nachwuchskräfte stärker mit dem Fachverband zu vernetzen.
Erfreulich ist auch die Perspektive, künftig wieder stärker an direkte Begegnungen zwischen dem VdA und den Nachwuchskräften der Archivschule anzuknüpfen.
Nach den Gesprächen mit der FH Potsdam, der Bayerischen Archivschule und der Archivschule Marburg steht für den VdA fest: Ausbildung und Nachwuchs sind zentrale Zukunftsthemen des Archivwesens, die mehr Aufmerksamkeit brauchen.“

Quelle: Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA), Aktuelles, 17.8.2026, 25.8.2026, 26.8.2026

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