Schmiedefest am Technikmuseum Freudenberg

Sonntag, den 02.08.2026

Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr verwandelt sich das Museumsgelände an der Olper Straße in Freudenberg in eine Bühne für traditionelles Handwerk, lebendige Industriekultur und faszinierende Technikgeschichte. Beim Schmieden treffen sich Profi und Hobbyschmiede zu gemeinsamem Bearbeiten des glühenden Eisens. „Tradition und Leidenschaft treffen hier aufeinander“, so Vorstandsmitglied Hans-Jürgen klappert, der das Schmiedefest zusammen mit Bernd Peleikis organisiert hat. „Die Besucher können hautnah erleben, wie aus glühendem Stahl unter präzisen Hammerschlägen Gebrauchsgegenstände, Kunstwerke und Werkzeuge entstehen.“

In diesem Jahr kann das Museum mit zwei besonderen Highlights aufwarten:
Holger Küpper, Stahlbildhauer und Maler aus Münster, wird einen historischen Rennofen aufbauen, und das geschmolzene Siegerländer Erz zu einer Luppe (Roheisen) schmelzen.-Ganz wie im frühen Mittelalter. Der Höhepunkt des Tages mit dem etwa Gegen 15:00 Uhr ist der Abstich des Ofens geplant.

Holger Küpper, der Bildhauerei im öffentlichen Raum an der Kunstakademie Münster studiert hat, verfolgt mit seinem Projekt: Sternenglut – von der Natur zur Stahlskulptur das Ziel die handwerklichen und künstlerischen Prozesse der Eisenherstellung zu dokumentieren. Also von der Gewinnung des Rohmaterials mit Erz und Holzkohle aus dem Siegerland – bis hin zur modernen Vorführung bietet er Besucherinnen und Besuchern die seltene Gelegenheit, die aufwändige Technik der Eisenherstellung in der vorindustriellen Zeit hautnah mitzuerleben.
Ein weiterer Höhepunkt des Schmiedefestes sind die Vorführungen des Bildhauers und Kunstgießers Eduard Ranknau aus Burbach.In Freudenberg wird der Künstler zeigen, wie eine Sandform hergestellt wird und anschließend ein Bronzeguss entsteht. Eine einmalige Gelegenheit für die Besucherinnen und Besucher, Künstler bei dieser komplizierten Arbeit begleiten.
Schon früh entwickelte sich bei Eduard Rangnau eine besondere Faszination für Material, Struktur und Form. Diese Leidenschaft führte ihn in ein traditionelles Handwerk, denn er absolvierte eine Ausbildung zum Metall – und Glockengießer. Viele Jahre arbeitete er in einer Kunstgießerei und erwarb so ein tiefes Verständnis für jeden einzelnen Schritt des Metallgusses, für Präzision, Geduld und Verantwortung gegenüber dem Material. Aus dieser handwerklichen Basis entwickelte er seinen eigenen künstlerischen Weg. Seit 2022 arbeitet Eduard Ranknau selbstständig als Künstler und in einer Kunstgießerei. In der von ihm geführten Galerie in der Siegener Oberstadt präsentiert er seine eigenen Arbeiten und bietet zugleich anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform.
Quelle: Technikmuseum Freudenberg

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