Band 1: Die Froschlampen in und aus Westfalen. Eine Kultur-, Sozial-, Technik-, Wirtschafts- und Objektstudie“ (2025)
Umschlagtext:
„Westfälische Froschlampen – oder nach der historischen Terminologie besser: Bergmannslampen – sind in nahezu allen Grubenlampensammlungen vertreten und in den meisten Bergbaumuseen und einschlägigen Heimatstuben ausgestellt. Synonym wird die westfälische Bergmannslampe in der Sammlerterminologie fälschlich häufig als ‚Seippel-Frosch‘ angesprochen, nicht zuletzt bedingt durch eine weit verbreitete historische Katalogabbildung der Firma Wilhelm Seippel, Bochum. Doch Seippel hat keine Froschlampen für Untertage hergestellt, sondern von einem spezialisierten Zulieferer bezogen und vertrieben. Diese Studie räumt mit diesem und anderen weit verbreiteten Mythen und Mutmaßungen auf. So stellt diese Monographie den aktuellen kulturhistorischen Forschungsstand dar und beleuchtet grundlegend und erschöpfend alle Facetten des Themenbereichs.
Die vorliegende Buchpublikation ist der erste Band einer Studienreihe mit dem Titel ‚Bergmannslampen – Die Froschlampen in und aus Westfalen‘. Grundlage sind die Ergebnisse einer jahrzehntelangen Objekt-, Literatur- und Archivforschung. Zu der Thematik wurden einschlägige Veröffentlichungen und Archivalien in den verschiedenen Sparten, den kommunalen, staatlichen, kirchlichen, Familien- und Firmen-Archiven erschlossen, gesichtet und zusammen mit der vom Verfasser generierten Daten- und Bilddatenbank, die sich auf insgesamt 4103 Einzelexemplare aus 339 unterschiedlichen Herkunftsquellen stützt, ausgewertet.
Die in diesem ersten Band abgehandelte ‚Kultur-, Sozial-, Technik-, Wirtschafts- und Objektstudie‘ widmet sich zunächst der terminologischen Klärung aus Sicht der bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden historischen Bergbaueditionen, der historischen Bergbaulexika, der schöngeistigen Literatur und der Zeitungen und Zeitschriften des 19. Jahrhunderts. Thematisiert werden der Vertrieb und die Verbreitung der Bergmannslampe, und vorgestellt wird die ‚froschlampenenthaltende‘ Vertriebsliteratur wie Musterbücher, Preiscouranten und Kataloge.
Der zentrale Fokus der Studie liegt auf der Untersuchung und detaillierten Beschreibung der vielfältigen Konstruktionsmerkmale, der Formensprache, Herstellung, Verbreitung und auf dem Gebrauch der westfälischen Bergmannslampen im zeitlichen, sozialgeschichtlichen und herstellerseitigen Kontext. Ebenso werden für das Gesamtverständnis wichtige Nebenaspekte, wie Feuerzeug, Brennstoff und Dochtmaterialien sowie die Ölbevorratung behandelt, umfangreich unterstützt durch historische Bild- und Textquellen.
Das Kapitel ‚Erinnerungskultur an die Bergmannslampe‘ beleuchtet ausführlich das Weiterleben der Froschlampe nach dem historischen Gebrauchszeitraum und nach dem Wechsel zu moderneren Beleuchtungsformen im Bergbau. Den Abschluss der Studie bilden eine Bildergalerie mit Typologie sowie zeitlicher Einordnung der verschiedenen Bauformen westfälischer Bergmannslampen und ein umfangreicher Anmerkungsapparat mit Quellenangaben, der aus Gründen der besseren Lesbarkeit des Haupttextes ans Ende gestellt wurde und Interessierten ermöglicht, sich weitergehende Informationen in den Referenzen zu erschließen.
Möge die Studie den Grubenlampensammlerinnen und -sammlern Orientierungshilfen für die Einordnung ihrer Schätze geben, den Museen und Heimatstuben eine Korrekturanleitung für die Besucher-Informationen zu den dort ausgestellten Bergmannslampen sein und allgemein Bergbauinteressierten den über eineinhalb Jahrhunderte in Gebrauch gewesenen, unentbehrlichen, lebenswichtigen und hoch geschätzten Begleiter des Bergmanns in der absoluten Dunkelheit unter Tage näherbringen.“
Buchdaten
– Format A4, Festeinband, Fadenbindung
– durchgehender Farbdruck auf hochwertigem Bilderdruckpapier (130 g)
– 372 Seiten, rund 575 Abbildungen
– ISBN: 978-3-9827329-0-9
Band 2: „Die Froschlampen in und aus Westfalen. Familien-, Firmen- und Produktstudien zur Firma Carl vom Hofe“ (2026)
In diesem Band wird umfassend über das Lüdenscheider Unternehmen und die dort hergestellten Grubenlampen berichtet
Nahezu 47 % der bergmännischen Ölbrandlampen, die in der bisher über 4100 dokumentierte Einzelexemplare umfassenden Studiendatenbank aufgenommen sind, wurden von Carl vom Hofe in Lüdenscheid gefertigt. Allein diese Zahl belegt die große Bedeutung dieser Lampenfabrik. Im quantitativen Vergleich mit allen anderen Herstellern westfälischer Bergmannslampen nimmt dieses Unternehmen somit den ersten Rang ein. Die Firma avancierte durch ihre Typenvielfalt, die Produktionszahlen und ein internationales Vertriebsnetz zum bedeutendsten und größten Hersteller von Bergmannslampen weltweit.
Die Ergebnisse jahrzehntelanger Objekt-, Literatur- und Archivforschung spiegeln den aktuellen kulturhistorischen Forschungsstand wider und beleuchten erschöpfend alle Facetten dieses Global Players. Die Schwerpunkte der vorliegenden Monographie konzentrieren sich auf Familie und Wohnen, auf Fabrik und Firma und auf die vielfältigen Produkte der Lampenfertigung.
In Lösenbach legte 1860 Carl vom Hofe den Grundstein für die erfolgreiche Ära, anfangs mit seinem Kompagnon Peter Wilhelm Aufermann. Nach dem Umzug in die Lüdenscheider Knapperstraße entwickelte sich der Handwerksbetrieb schnell zu einem bedeutenden Industrieunternehmen, das Bergmannslampen herstellte und weltweit vertrieb. 1922 erlosch die Firma gemäß einem oft zitierten Mythos, dem ‘Fluch der dritten Generation‘. So wird ausführlich dargestellt, wie Carl vom Hofe den Betrieb aufgebaut hat, sein Sohn Hugo das Unternehmen weiter ausbaute und der Enkel Karl Hugo Heinrich, bedingt durch verschiedene Auslöser, die Löschung der Firma beantragen musste.
Das Kernstück dieser Publikation bilden die aktuellen Forschungsergebnisse zu den Grubenlampen, die in der mehr als sechs Jahrzehnte währenden Produktionszeit hergestellt wurden. Geordnet nach Typformen werden die Entwicklungsstufen detailliert aufgezeigt.
Ein umfangreicher Anmerkungsapparat mit Quellenangaben, der aus Gründen der besseren Lesbarkeit des Haupttextes ans Ende gestellt wurde, ermöglicht Interessierten, sich weitergehende Informationen in der referenzierten Literatur zu erschließen.
Die Studie richtet sich an Grubenlampensammlerinnen und –sammler, an Archive, Museen und Heimatstuben, sowie an bergbau- und heimatgeschichtliche Interessierte. die Lampenfabrik Carl vom Hofe in der ‘Stadt des Lichts‘, Lüdenscheid näherbringen.
Das (in mehrerer Hinsicht) gewichtige Werk umfasst 689 Seiten, 962 Abbildungen illustrieren in hervorragender Weise und sehr detailliert den umfangreichen Text.
Auch dieser zweite Band ist wieder das Ergebnis jahrzehntelanger Feld-, Literatur- und Archivforschung, deren Ergebnisse den neuesten Erkenntnisstand vermitteln.
Die Ausstattung des Buches im Format A4 steht dem Inhalt in keiner Weise nach.
Buchdaten
– Format A4, Festeinband, Fadenbindung
– durchgehender Farbdruck auf hochwertigem Bilderdruckpapier (130 g)
– 989 Seiten, rund 995 Abbildungen
– ISBN: 978-3-9827329-1-6
Das im Eigenverlag Edition Licht-Blicke erschienene Buch kann direkt beim Autor bestellt werden E-Mail: GottfriedTheis@gmx.de
Quelle: Autor

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