Heute vor 230 Jahren: Karl Groos geboren

Karl August Groos (* 16. Februar 1789 in Saßmannshausen; † 20. November 1861 in Koblenz) war ein evangelischer Geistlicher, Herausgeber von Liedsammlungen und Komponist. Er stammte aus dem Altkreis Wittgenstein und seit 1827 war er in Koblenz tätig. In den hiesigen Archiven fanden sich zunächst die Unterlagen zu dessen Geburt und Ehe..
Die evangelische Kirchengemeinde Feudingen stellte einen Auszug aus dem Taufregister zur Verfügung: TaufregisterK. A. Groos.
Die evangelische Kirchengemeinde Laasphe ergänzte dies um zwei Photographien des Heiratsregister aus dem Jahr 1821:
.
Heute bloggt auch das Archiv der evangelischen Kirche in Rheinland über Karl Groos und widmet ihm 2 Beiträge: Link zum ersten Eintrag: 230-jähriges Geburtsjubiläum Karl August Groos, Link zum zweiten Eintrag: Karl August Groos (1789-1861) – ein Pfarrerleben in Zeiten des Umbruchs. Eine Blogkooperation!

Siwiarchiv-Blogparade: „#Archivpolitik“

Es ist bereits zu einer Tradition geworden, dass siwiarchiv an seinem Geburtstag eine Blogparade startet.

Auf dem diesjährigen Rostocker Archivtag betonte Hans-Christian Ströbele die Kontrollfunktion von Archiven in der Demokratie und die daraus resultierende Einbindung in die Verwaltung. Ein Archiv sollte ” …. in eine eigenständige Körperschaft überführt werden, um so dessen Unabhängigkeit zu stärken….. ” Schon auf dem Bremer Archivtag (2011) hatte Heribert Prantl die “Demokratierelevanz” der Archive formuliert. Er führte weiter aus: ” ….. Der archivarische Schöpfungsakt ist ein politischer Akt, weil er auswählt, weil er darüber urteilt, was zukunftsbedeutsam ist und was nicht. Der homo conservator ist ein homo politicus. Sein Schöpfungsakt entscheidet, welche Quellen versiegen und welche aus der Vergangenheit in die Zukunft fließen; er entscheidet, welche Texte, Töne und Bilder später einmal die Erinnerung und das kollektive Gedächtnis stimulieren können. Der Archivar formt aus einem Haufen von geschriebenen, gedruckten und gespeicherten Materialien einen Kosmos der Ordnung.
….” Helge Kleifeld hat sich  unlängst in seiner Dissertation “Archive und Demokratie” eingehender mit der Thematik auseinandergesetzt.
Die mehrfach formulierte Bedeutung von Archive für die demokratische Gesellschaft korreliert aber nicht immer mit der aktuellen Tagespolitik, wie z. B. jüngst die Mittelstreichungen für das Archiv für alternatives Schrifttum in Duisburg gezeigt haben.
Dieses Spannungsverhältnis führt zu Fragen, um die die Texte der Blogparade kreisen können: Was erwarten Archive von der Politik? Umgekehrt: Was die Politik von den Archiven? Welchen Wünsche, Forderungen etc.  haben die Archivnutzenden an Politik und Archive? Wie sah die Rolle der Archive in anderen politischen Systemen aus?

Zur Teilnahme gebeten sind neben den archivischen Weblogs daher auch die Geschichtsblogosphäre und (geschichts)kulturaffine Bloggende. Beiträge werden bis zum 28. Februar 2019 angenommen. Wir sind gespannt und freuen uns auf jedes einzelne „Geburtstagsgeschenk“!
Tanja Praske gibt übrigens 10 Tipps für die erfolgreiche Teilnahme an einer Blogparade: Weiterlesen