Vortrag und Gespräch: “Die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren”

mit einem Blick auf die militanten britischen “Suffragetten”
Bad Laasphe, Haus des Gastes, Wilhelmsplatz 3
Fr. 07.12.2018, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr, Kosten 4,00 €
Referent: Dr. Tobias Kaiser, Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien

“Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges war in Deutschland die Stunde der Demokratie gekommen. Die Republik wurde eingeführt und mit ihr das freie, gleiche und geheime Wahlrecht für Männer und Frauen. Die gut organisierte Frauenwahlrechtsbewegung konnte dies zu Recht als Erfolg verbuchen. Der Vortrag wird dieses Ereignis zum Ausgang nehmen, um die damaligen Bemühungen und Kämpfe um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen nachzuzeichnen, wobei das deutsche Beispiel auch in einem internationalen Kontext betrachtet werden soll. Insbesondere die britische Frauenwahlrechtsbewegung, die durch spektakuläre, teilweise militante Aktionen auf sich aufmerksam machte, dient als Vergleich”.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Heute vor 100 Jahren: Frauenwahlrecht

Mit dem Aufruf des Rates der Volksbeauftragten vom 12.11.1918 an das deutsche Volk erhielten die Frauen im Deutschen Reich das aktive und passive Wahlrecht.

Kerstin Wolff (li.)

In einer Veranstaltung der Universität Siegen skizzierte die Kasseler Historikerin Kerstin Wollff den langen Weg dorthin. Ein guten Überblick gibt der Beitrag Wolffs “Auch unsere Stimme zählt! Der Kampf der Frauenbewegung um das Wahlrecht in Deutschland” in “Aus Politik und Zeitgeschichte” 42/2018, der hier als PDF angesehen werden kann: Wolff, Frauenwahlrecht

Vortrag “Eine Frau, eine Stimme! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland!”

Öffentlicher Vortrag über die Geschichte und Hintergründe der Verkündung des Frauenwahlrechts in Deutschland.
Dr. Kerstin Wolff, Historikerin am Archiv der deutschen Frauenbewegung (Kassel), wird
über die Hintergründe und Kontexte dieses großen Schrittes zur Emanzipation der Frau
berichten.
 
Wann?
Dienstag. den 6. November 2018, 18:00 Uhr
Wo?
Universität Siegen, Unteres Schloss, Raum US-A 120
(gegenüber Eingang Universitätsbibliothek, Beschilderung folgen)

100 Jahre Frauenwahlrecht: Siegen-Wittgensteiner fuhren zur Frankfurter Sonderausstellung »Damenwahl«

Mitten in die frisch renovierte historische Frankfurter Altstadt führte jetzt eine politische Bildungsfahrt zur Sonderausstellung „Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht“, zu der die Gleichstellungsbeauftragten Martina Böttcher vom Kreis Siegen-Wittgenstein und Martina Kratzel von der Stadt Siegen eingeladen hatten.

Gruppenfoto in Frankfurt: Rund 40 Männer und Frauen aus Siegen-Wittgenstein waren bei der Sonderausstellung »Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht« zu Gast.

Im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums Frankfurt wurden die rund 40 Besucher aus Siegen-Wittgenstein unter fachkundiger Führung durch die große Sonderausstellung zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ begleitet. Rund 400 historische Objekte, darunter Kleider, Broschen, Wahlplakate und Broschüren aus internationalen Museen und Archiven, sind derzeit in Frankfurt zu sehen. Weiterlesen

100 Jahre Frauenwahlrecht:

Gleichstellungsbeauftragte laden zu Bildungsfahrt zur Sonderausstellung „Damenwahl!“ ins Historische Museum Frankfurt ein

Anlässlich des Jubiläums »100 Jahre Frauenwahlrecht« laden die Gleichstellungsbeauftragen Martina Böttcher und Martina Kratzel ein zu einer politischen Bildungsfahrt zur Sonderausstellung »Damenwahl!« nach Frankfurt.

„2018 und 2019 sind aus gleichstellungspolitischer Sicht ganz besondere Jahre“, so Martina Böttcher und Martina Kratzel, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Stadt Siegen. „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, 70 Jahre Grundgesetz und 25 Jahre aktiver Gleichstellungsauftrag als Ergänzung des Artikels 3 Abs. 2 der Verfassung – das sind Meilensteine auf dem langen Weg zu einem gleichberechtigten demokratischen Miteinander.“

Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen mit den verschiedensten Kooperationspartnerinnen und -partnern sind geplant, um Rückblick zu halten, eine ehrliche Bestandsaufnahme zu machen und einen Aktionsplan für die Zukunft zu schmieden, so Kratzel und Böttcher, „denn vieles wurde erreicht, aber bis zur Zielerreichung der tatsächlichen Umsetzung der Gleichstellung bedarf es noch einiger Kraftanstrengung“.

Eine der Aktionen, zu denen die Gleichstellungsbeauftragten alle interessierten Frauen und Männer heute schon einladen, ist eine politische Bildungsfahrt mit fachkundiger Führung im Historischen Museum Frankfurt. Dort wird auf 1000 qm im neuen Ausstellungshaus des Historischen Museums die große Sonderausstellung „Damenwahl!“ zum Thema Frauenwahlrecht in Deutschland gezeigt.

Die Tagesfahrt findet statt am Samstag, 29.09.2018 (Abfahrt Siegerlandhalle 11.00 Uhr, Rückfahrt ab Frankfurt: 18.00).

Im Anschluss an die Führung besteht genügend Zeit für einen kleinen individuellen Stadtbummel oder Spaziergang durch die Altstadt.

Tickets kosten 10 Euro pro Person, inklusive Busfahrt und Führung durch die Ausstellung. Es stehen maximal 50 Plätze zur Verfügung. Der Ticketverkauf erfolgt per E-Mail über die Gleichstellungsbeauftragten:

m.kratzel@siegen.de
m.boettcher@siegen-wittgenstein.de

Verbindliche Anmeldungen werden nach der Reihenfolge des E-Mail-Eingangs berücksichtigt. Eine Bestätigung erfolgt durch Rechnungstellung.

100 Jahre Frauenwahlrecht: Hedwig Heinzerling

Tabellarischer Lebenslauf

Hedwig Heinzerling (undatiert, zwischeen 1952 und 1956) , Quelle: Stadtarchiv Siegen, Fotodokumentation Historische Alben, Fo 153 Ausschnitt

Hedwig Anna Marie Marianne Elise Lucie Heinzerling
• Geboren am 12.06.1882 in Siegen
• Gestorben am 04.05.1973 in Siegen
• Tochter des Reallehrer Dr. Jakob Heinzerling und Helene Heinzerling, geborene Neff
• Familienstand: Ledig
• Konfession: Evangelisch

Politisches & Soziales Engagement

• wurde oft bezeichnet als „Politikerin und Pädagogin von großem Format“
• leistete große soziale Verdienste
• pflegte eine starke Überzeugung „für eine demokratische, soziale Gesellschaft, für vernünftige Kommunalpolitik […], für fortschrittliche Pädagogik, für verantwortungsbewußte Sozialarbeit, [und] für die Gleichberechtigung der Frau in allen Bereichen der Gesellschaft.“
• Frau Heinzerling fühlte sich als Frau „mitverantwortlich dafür, jene gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten, die sie als notwenig und richtig erkannt hatte.“
• ihre Einstellung änderte sich auch nicht nach ihrem Ruhestand
• In ihren letzten Jahren war sie noch aktiv mit städtischen Problemen beschäftigt
• ihre erste wohltätige Arbeit verrichtete sie nach der Jahrhundertwende im „Armen-Unterstützungsverein“ Weiterlesen