Stein für Stein – Stolpersteine in Netphen verlegt

Netphen, Verlegung der Stolpersteine (Dez. 2012) [Bild F. Lück]

Netphen, Verlegung der Stolpersteine (Dez. 2012) [Bild F. Lück]

„Die Erinnerung an Netphener Juden ist lebendig. Ab sofort ist sie durch Stolpersteine vor dem Haus in der Lahnstraße 4 in Netphen hautnah erfahrbar. Die Stolpersteine sind beschriftet mit den Namen deportierter Juden und deren Schicksal. Sie werden europaweit vor den ehemaligen Wohnhäusern dieser Menschen verlegt. Erfinder des Projekts ist der preigekrönte Künstler Gunter Demnig, der die Steine trotz winterlichen Wetters selbst verlegte.

Auf Initiative der Stadtverwaltung und engagierter Bürger erinnern in Netphen nun 6 Stolpersteine an die Familien Faber und Lennhoff. Sie waren Nachfahren der Familie Hony, die in Netphen nicht als Juden, sondern als Nachbarn und Freunde -auch nach ihrer Deportation und ihrem grausamen Tode- in Erinnerung geblieben sind.
Peter Vitt, Historiker und Mitglied des Netphener Heimatvereins, kennt viele Geschichten und Begebenheiten aus dem Alltag der Familien. Er berichtete aber auch von vielen Grausamkeiten und Schikanen gegen die Familie Faber.

An diesem, wie auch am Tage der Deportation verschneiten Wintertag haben Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Deuz, der Realschule am Kreuzberg und des Gymnasiums Netphen dazu beigetragen, dass die Erinnerungen an die Netphener Juden nicht nur ein Kapitel im Geschichtsbuch sind, sondern ein Stück der Netphener Vergangenheit und damit Teil der eigenen Geschichte ist.

Bürgermeister Paul Wagener erinnerte an ein Zitat des Stolperstein-Künstlers Gunter Demnig:
Ein Mensch ist nur dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“
Quelle: Stadt Netphen, Pressemitteilung v. 14.12.2012

s.a. Westfälische Rundschau, 12.12.12

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