Maria Strakosch-Giesler (1877-1970) – eine Schülerin von Wassily Kandinsky

• 6. August 1877 in Siegen als Tochter eines Lederfabrikanten geboren
• mit 17 Jahren Studium an einer privaten Malschule in Berlin
• 1897 Erster Preis bei einem Wettbewerb für Märchenillustrationen den.
• Studium bei der bekannten Blumenmalerin Katharina Klein
• 1902 Schülerin von Wassily Kandinsky an der Malschule der 1901 gegründeten Künstlergruppe „Phalanx“
• Studium bei Kandinsky dauerte knapp zwei Jahre: Einige Maler des Blauen Reiters, wie Paul Klee, Marianne Werefkin und Alexej Jawlenskij, oder den Bildhauer Wilhelm Hüsgen lernte sie während ihrer Münchner Zeit kennen.
• Während der Studienzeit begegnete ihr auch Alexander Strakosch, Maschinenbaustudent an der Technischen Hochschule.
• 1906 Heirat. Auf der Suche nach einer vertiefenden Lebensanschauung begegneten sie
• 1908 im Berliner Architektenhaus Begegnung mit Rudolf Steiner.
• Von 1908 bis 1912 lebten Strakosch-Gieslers in Triest und verbrachten im Sommer 1911 gemeinsam mit Marie und Rudolf Steiner einen Kuraufenthalt in Portorose.
• Ausstellung von sieben Gemälde während des Sommerkongresses der Theosophen 1911 in München
• 1912 Umzug nach Wien.
• Mitglied der Wiener Künstlergruppe „Freie Bewegung“ und beteiligte sich an einigen Ausstellungen.
• 1914 während der Bauzeit des ersten Goetheanum schnitzte sie für einige Monate an den Kapitellen mit.
• Am 1. Juni 1918 hielt Rudolf Steiner in ihrem Wiener Atelier den Vortrag „Das Sinnlich-Übersinnliche – geistige Erkenntnis und künstlerisches Schaffen“
• 1918 Mitbegründerin der anthroposophischen Künstlervereinigung „Aenigma“
• 1919 Ausstellung des Zyklus „Vier Elemente“ anlässlich der Gründung der Stuttgarter Waldorfschule.
• Übersiedlung von Wien nach Stuttgart bevorstand, da ihr Mann als Lehrer an der neu gegründeten Schule mitwirkte,
• Intensivierung der Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner
• 1923 Gründung der „Malschule für Rudolf Steiners Farbenlehre“ in Stuttgart. Bis 1938 begannen etwa 30 Schüler jährlich ihre Ausbildung.
• Nebenbei gab sie auch Kurse in Darmstadt, Kassel und Nizza.
• seit 1924 Kooperation mit Schauspieler und Regisseur Gottfried Haaß-Berkow: Entwurf von Bühnenbilder und Kostüme. Einige Kostüme sind heute noch im Theatermuseum in Köln zu sehen.
• 1930 Ausstellung „Das Übersinnliche in der Kunst“ in Wien mit Paul Klee, Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Ernst Barlach.
• 1933 sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten Auflösung der anthroposophischen Künstlervereinigung „Aenigma“
• 1938 Umzug nach Dornach in die Schweiz umziehen, da ihr Mann jüdischer Herkunft war.
• nach dem Zweiten Weltkrieg wieder künstlerisch tätig: zahlreiche Ausstellungen in europäischen Städten und den USA
• 1955 Veröffentlichung „Die erlöste Sphinx“ in Freiburg unter dem Titel:“. In dieser Zeit schrieb sie auch Beiträge für „Das Goetheanum“ und „Die Kommenden“.
• 5. Februar 1958 Todes des Ehemannes
• 4. September 1970 völlig erblindet in Arlesheim/Schweiz verstorben.
Quelle: Christiane Haid, Maria Strakosch-Giesler in: http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=1046 (Aufruf: 6.3.2017)

Veröffentlichungen:
Die erlöste Sphinx, Freiburg/Br. 1955
Ein Seelenweg. Sieben Bilder, Stuttgart o.J.
Erinnerungsbilder aus zwei Vorträgen von Rudolf Steiner, in: Steiner, R.: Die Erkenntnisaufgabe der Jugend, Dornach ²1981
Beiträge in „Blätter für Anthroposophie“, „Das Goetheaneum“, „Die Kommenden“, „Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland“ und „Nachrichten für die Mitglieder (Nachrichtenblatt)“.

Literatur:
Aenigma. Kunsthaus das Reich, München 1918; Künstler aus dem Kreis des Goetheanums, Bern 1945; Weiler, C.: Maria Strakosch-Giesler, in: „Nachrichten für die Mitglieder (Nachrichtenblatt)“ 1957, Nr. 31
Streit, J.: Maria Strakosch-Giesler 80-jährig, in: „Blätter für Anthroposophie“ 1957, Nr. 7/8
Krause-Zimmer, H.: Maria Strakosch-Giesler 90 Jahre, in: „Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland“ 1967, Nr. 81
Bessenich, J.: Zum 90. Geburtstag von Maria Strakosch-Giesler, in: „Nachrichten für die Mitglieder (Nachrichtenblatt)“ 1968, Nr. 2
Giesler, E.: Maria Strakosch-Giesler, in: „Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland“ 1970, Nr. 94
Poppelbaum, H.: Aus dem Nachruf für Maria Strakosch-Giesler
Giesler, E.: Maria Strakosch-Gieslers Bilder aus der Sicht des Arztes, in: „Nachrichten für die Mitglieder (Nachrichtenblatt)“ 1971, Nr. 2
Schöffler, Heinz-Herbert [Hrsg.]: Das Wirken Rudolf Steiners 1917-1925, Dornach 1987
Lindenberg, Christoph: Rudolf Steiner. Eine Chronik, Stuttgart 1988
Fedjuschin, V. B.: Russlands Sehnsucht nach Spiritualität, Schaffhausen 1988
Maria Strakosch-Giesler Ausstellung, in: Die Drei 1988, Nr. 9
Buchner, O.: Die Malerin Maria Strakosch-Giesler, in: Die Drei 1989, Nr. 7/8, S. 509
ders.: Zur Ausstellung Maria Strakoschs am Goetheanum, in: „Nachrichten für die Mitglieder (Nachrichtenblatt)“ 1989, Nr. 51/52
Cattaneo, I.: Splendore e immagine, in: Il mare delle idee, Milano 1994
Plato, B. v. [Hrsg.]: Anthroposophie im 20. Jahrhundert, Dornach 2003
Fäth, Reinhold J./Voda David (Hg.): Aenigma. Hundert Jahre anthroposophische Kunst, Řevnice 2015

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