Exkursion „Historische Wege“ – Teilabschnitt der „Mainzer Straße“

ExHistWegvon Gilsbach ins Tal des Wildenbaches

Die nächste Exkursion „Historische Wege“, die der gleichnamige Arbeitskreis des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. veranstaltet, findet am Samstag, 28. September 2013 um 13:30 Uhr unter der Leitung von Gerhard Gläser (Heimatverein Wahlbach 1939 e.V.) und Rudolf Keßler (AK „Historische Wege“) statt.
Treffpunkt der Wanderung ist der Parkplatz beim Dorfgemeinschaftshaus Gilsbach (Wilnsdorfer Straße 28, 57299 Burbach-Gilsbach). Für die 8 km lange Exkursion sind eine Anmeldung in der Geschäftsstelle des Heimatbundes und festes Schuhwerk erforderlich.
Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Exkursion ist erforderlich . Interessenten werden gebeten, sich in der Geschäftsstelle des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V.
bis zum 20. September 2013 telefonisch oder per E-Mail – i.tietz@siegen-wittgenstein.de – anzumelden. Die Veranstaltung ist für Mitglieder des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. bzw. des Arbeitskreises „Historische Wege“ kostenfrei, von allen anderen Teilnehmern wird ein Beitrag von 5,-€ erhoben.
Da der Hinweg der Exkursion nur abschnittsweise auf Wegen, ansonsten aber z. T. durch recht
unwegsames Gelände führt, ist es angeraten geeignetes Schuhwerk zu tragen.
Streckenverlauf:
Die Wanderung von ca. 8 km (je 4 km hin und zurück) beginnt beim Dorfgemeinschaftshaus in Gilsbach. Nachdem wir den Ortsrand von Gilsbach in Richtung Wilnsdorf erreicht haben, folgen wir bergauf der deutlich im Gelände erkennbaren Spur der alten Mainzer Straße. Sie führt im gesamten Verlauf unserer Wanderung in unterschiedlichem Abstand parallel der jetzigen Landstraße 723. Ein Teilstück hinauf zum Pfaffenwald ist durch Wegebau zerstört. Im weiteren Verlauf finden wir aber die Spuren der Fernstraße wieder. Wenige Meter neben den Spuren werden wir uns die Reste einer mittelalterlichen Verhüttungsanlage, die Schlackenhalde eines Rennofens, ansehen. Im Bereich des Pfaffenwaldes, etwa dort, wo sich auf der anderen Seite der heutigen Straße der Gilsbacher Sportplatz befindet, ist die Fernstraße als tiefer Hohlweg zu erkennen. Kurz darauf ist sie durch den Bau von Holzabfuhrwegen und den Lagerplatz eines holzverarbeitenden Betriebes völlig zerstört und im anschließenden Verlauf, dort wo das Gelände sehr flach ist, nur noch als sehr flache Fahrspur zu erahnen. Sobald die Straße erst wenig, dann steil hinabführt, finden wir wieder einen sehr tiefen Hohlweg und mehrere Parallelspuren. In diesem Abschnitt gibt es eine Stelle, an der man ein Stück des Hohlweges mit Abraummaterial eines Stollens völlig aufgefüllt hat. Unterhalb der Grube „Goldener Hut““ führt der Hohlweg weiter abwärts und endet an der L 723. Hier wurde beim Bau der Kunststraße hangseitig Material zum Straßenbau verwendet, wodurch die Spuren der alten Mainzer Straße völlig verschwunden sind. Erst weiter abwärts, dort wo die Bondorfer Brücke den Wildenbach überquert, kann man wieder Spuren erkennen. Wir beenden aber unsere Exkursion an der Stelle, an der die L 723 erreicht wird. Von hier aus treten wir den Rückweg an. Im Gegensatz zum Hinweg wählen wir dazu weitgehend befestigte Holzabfuhrwege und schauen uns noch die ausgedehnten Halden der ehemaligen Grube „Goldener Hut“ an.

Quelle: Homepage Heimatbund Siegerland-Wittgenstein

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