Sicherheit für Archivmaterial im Kreis Altenkirchen

Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach kündigt „Runden Tisch“ an

In jüngster Zeit erreichen den heimischen Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach nach dessen Aussage „vermehrt Anfragen bezüglich der Entwicklungen kommunaler Archive“. Da viele Dokumente nur sehr schwer auffindbar seien, will Wäschenbach nun einen Runden Tisch, der sowohl die verantwortlichen professionellen Archivare als auch die in den heimischen Gebietskörperschaften ehrenamtlich tätigen Bürger, „die sich um die Geschichte ihrer Orte kümmern“, zusammenbringen. In diesem Zusammenhang hatte sich Wäschenbach in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung danach erkundigt, inwieweit die Zuständigkeiten geregelt seien und wo genau das Archivmaterial der einzelnen Orte gelagert wird. „Wie hoch ist die Anzahl der rheinland-pfälzischen Kommunen, die die zentralen Landesarchive für die Unterbringung ihrer Archivalien nutzen; wie können beim Betrieb von privaten Initiativen der Datenschutz und ein hohes Auskunftsniveau für die Öffentlichkeit gewährleistet werden?“ heißt es etwa in zwei der sieben Fragen, die für Wäschenbach auch gerade angesichts der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal übergeordnete Bedeutung haben.

„Wir müssen alles dafür tun, um das Gedächtnis unserer Orte und der Menschen, die dort lebten, zu erhalten“, so Wäschenbach, der die Antwort des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration, dass die Archivierung nach Landesgesetz eine Pflichtaufgabe der kommunalen Selbstverwaltung sei, die auch ehrenamtliche Mitarbeiter zu diesem Zweck beschäftigen könne, mit gemischten Gefühlen aufnimmt. „Das ist im Prinzip schön und gut“, so Wäschenbach, „es gibt sicherlich gute Gründe für Archivarien [Anm.: In der Siegener Zeitung findet sich hier: „Archivare“] vor Ort, etwa den Vorteil für Studenten und Heimatforscher, vor Ort auf wichtige Urkunden und ähnliches zugreifen zu können, aber wir müssen auch professionelle Sicherungen einbauen und schaffen, die davor bewahren, dass wertvolle Dokumente ein für alle Mal verloren gehen“. Natürlich gebe es auch im Land zahlreiche professionelle Archive, die von professionellen Archivaren geführt würden, „aber die Lücken sind noch immens. Gerade deswegen brauchen wir den runden Tisch. Ich werde in Kürze dazu einladen und ich freue mich auf einen regen Austausch mit allen, denen unsere Geschichte am Herzen liegt und die diese auch -ebenso wie ich- für unsere Nachwelt erhalten wollen.“

Quelle: Homepage Michael Wäschebach, Aktuelles, 07.09.2021, Siewgener Zeitung, Ausgabe Altenkirchen, 9.9.21 (Print)

Links:
Kleine Anfrage Michael Wäschenbach (CDU) 02.08.2021 Drucksache 18/812 (1 S.), PDF
Antwort zu Drs 18/812 Michael Wäschenbach (CDU), Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration 24.08.2021 Drucksache 18/925, PDF

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