Wilhelm Ludwig Fürst zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein – ein tabellarischer Lebenslauf

Jugend / Ausbildung (1770-1792)
• Wilhelm Ludwig Georg wurde am 9. Oktober 1770 im Schloss Wittgenstein geboren.
• Er hatte 12 Geschwister
• Durch die Tradition der gräflichen Familie war es selbstverständlich, dass Wittgenstein eine gute Ausbildung erhielt, welche in befähigte, eine seinem Rang entsprechende Stellung zu erwerben.
• Von 1786-1788 studierte er zusammen mit seinem älteren Bruder Friedrich Karl Jura und Staatswissenschaften.
• Danach führte er selbst einige Prozesse für seinen Vater am Reichskammergericht in Wetzlar
• 1789 erhielt Wittgenstein das Patent eines Geheimen Rats und den kurpfälzischen Löwenorden aus Schwetzingen.
• 1791 wurde er zum kurpfälzischen-bayerischen Geheimen Rat ernannt
Beruflicher Einstieg (1792-1794)
• Im Juli 1792 wurde er wegen seiner Verbindung zur Emigration inhaftiert
• Er ist im September des gleichen Jahres freigelassen worden
• Zwischen 1797 und 1805 war Wittgenstein Oberhofmeister der preußischen Königin
• 1804 wurde er wie auch sein Bruder in den Reichsfürstenstand erhoben
• Ebenso war er außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Kassel

Berufliche Laufbahn / Ereignisse (1796-1851)
• 1796 verstarb Wilhelms Vater und sein großer Bruder Friedrich Karl wurde zum neuen Landesherr.
• Wittgenstein konnte ihn überreden unter seinem Namen in Kassel ein Credit-Cassen-Comptoir zu gründen, welches Wechselgeschäfte tätigen sollte.
• Er knüpfte Kontakte zur Königlichen Familie und den leitenden Ministern, dessen Verhältnis immer enger wurde.
• 1810 wurde Wittgenstein Oberkammerherr
• Ab 1812 war er als Geheimer Staatsrat Leiter der preußischen aktiv
• 1810 wurde Wittgenstein Oberkammerherr
• Ab 1812 war er als Geheimer Staatsrat Leiter der preußischen Polizei aktiv
• 1814 wurde er Polizeiminister und seit 1817 zudem Mitglied des preußischen Staatsrates
• 1819 legte er sein Amt als Polizeiminister nieder und wurde zum Minister des königlichen Hauses ernannt.
• Wittgenstein starb unverheiratet am 11. April 1851 im Alter von 81 Jahren

Quelle: Hans Branig, Fürst Wittgenstein. Ein preussischer Staatsmann der Restaurationszeit, (= Veröff. a.d.Archiven Preuß. Kulturbesitz, Bd. 17), Köln, Wien 1981. [Anm.: Kann in der Bibliothek des Kreisarchivs eingesehen werden]

Tipps zur weiteren Recherche:

Weblinks:
Seite „Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. März 2017, 22:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wilhelm_zu_Sayn-Wittgenstein-Hohenstein&oldid=163375143  (Abgerufen: 28. Juni 2017, 11:12 UTC)

Gebhardt, Bruno, “Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Wilhelm Fürst zu” in: Allgemeine Deutsche Biographie 43 (1898), S. 626-629 unter Wittgenstein [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118804928.html#adbcontent, Abgerufen: 28. Juni 2017)

„Sayn-Wittgenstein u. Hohenstein, Wilhelm Ludwig Georg Fürst zu“, in: Hessische Biografie < http://www.lagis-hessen.de/pnd/118804928 > (Stand: 11.4.2016), Abgerufen: 28. Juni 2017

http://weber-gesamtausgabe.de/de/A002167.html#biographies Abgerufen: 28. Juni 2017

Literatur:
Briefwechsel des Fürsten Karl August von Hardenberg mit dem Fürsten Wilhelm Ludwig von Sayn-Wittgenstein 1806-1822. / Edition aus dem Nachlass Wittgenstein [von] Hans Branig, Veröffentlichungen aus den Archiven Preussischer Kulturbesitz ; Bd. 9, Köln 1972

Goebel, Friedrich: Historische Fragmente aus dem Leben der regierenden Grafen und Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Siegen 1858, 91 Seiten, Link: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6:1-4833

Weyer, Wilhelm: Die Anfänge des preußischen Haus- und Polizeiministers Fürsten Wilhelm Ludwig Georg zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1770-1806), Dissertation, Marburg 1927, 178 Seiten

Archive:
Geheimes Staatsarchiv Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin, Nachlass Fürst Wilhelm Ludwig: http://archivdatenbank.gsta.spk-berlin.de/midosasearch-gsta/MidosaSEARCH/bph_rep_192_nl_wittgenstein_w_l_g_zu/index.htm?kid=4c0a4d1c-f088-4a93-a5af-7ee25ef6ea70

Vereinigte Westfälische Adelsarchive e.V., Münster, Cap Cappenberg, Cap.C.I – Archiv Cappenberg, Nachlass Freiherr vom Stein, Korrespondenz mit Stein

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