Kindergarten im Kreisarchiv

Anlässlich der Einschulung der Vorschulkinder überlegte sich die Ev. Kita Nachtigallweg, Siegen-Eiserfeld, eine besondere Aktion. Die zukünftigen Schulkinder haben während ihrer Kindergartenzeit viel erarbeitet: Sie haben in verschiedenen Projekten gemalt, gebastelt und gewerkelt. So entstand nach und nach ein persönliches Portfolio. Wenn also schon die Kinder einen Riesenordner über die Jahre gesammelt haben, wie groß muss wohl der „Ordner“ sein, indem die Dinge aller Menschen… oder zumindest derer einer Stadt oder eines Kreises aufbewahrt werden?
Kita Nachtigallweg neu 1221Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besuchten die Kinder das Kreisarchiv im IHW Park. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Herrn Wolf zogen wir in die Tiefen des Kellers auf der Suche nach Schätzen… Vorbei an alten Landkarten ging es durch meterlange Regale, welche Unmengen Kartons beherbergten. Um ein Mengengefühl zu bekommen, zählten wir die Kisten eines Regalbodens von denen es viele übereinander und noch mehr daneben gab. Und in jedem dieser Kartons lagen hunderte Seiten Papier mit noch mehr Informationen drauf. Herr Wolf fragte die Kinder dann, warum die Seiten wohl in Kartons lagern würden, worauf die Kinder erklärten: „damit da kein Licht dran kommt!“

Doch nicht nur Unterlagen über das eine oder andere Großeltern- oder Elternpaar, sondern sogar ganze Bücher, das älteste 300 Jahre alt, finden hier ihren Platz. Als Herr Wolf ein Tonband hochhielt und fragte, ob den jemand wisse, was dies sei, antwortete Hannah abgeklärt: „Das ist Geschenkband!“ Was nachvollziehbar wäre, doch in diesem Fall seien da Aufnahmen drauf, wie auf einer DVD, erklärte Herr Wolf.

So viel „Informations – Masse“ will natürlich auch bewegt werden und so zeigte Herr Wolf wie man die Kollossregale mit dem „Steuerrad“ vor Kopf mit nur zwei Fingern bewegen kann.
Zum Abschluss erklärte der Erzieher Herr Utsch noch einmal, wie wichtig es also ist auch unser persönliches Archiv pfleglich zu behandeln, damit wir uns als Erwachsene an unsere eigene Kindheit erinnern können.

Quelle: Pressestelle des Ev. Kirchenkreises Siegewn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.