Dr. Mechthild Black-Veldtrup ist neue Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen beim LWL

Der bisherige Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen Prof. Dr. Wilfried Reininghaus und seine Nachfolgerin Dr. Mechthild Black-Veldtrup.
Foto: LWL/Beyer

Die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) getragene Historische Kommission für Westfalen hat eine neue erste Vorsitzende: Dr. Mechthild Black-Veldtrup ist von der Mitgliederversammlung der Kommission heute in Beckum zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus gewählt worden. Reininghaus hatte nach 15 Jahren an der Spitze der Kommission nicht wieder für den Vorsitz kandidiert. Der zweite Vorsitzende, Prof. Dr. Werner Freitag, wurde in seinem Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Dr. Thomas Tippach, Dr. Stefan Pätzold und Dr. Andreas Neuwöhner.

Traditionell arbeitet die Kommission eng mit den beiden Abteilungen des „Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalen“ und dem Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen (früher Staatsarchiv Münster) zusammen. In beiden Bereichen ist die neue Vorsitzende sehr erfahren: Seit 2004 ist sie Leiterin des Landesarchivs NRW in Münster, seit 2008 zudem Vorsitzende des Altertumsvereins (Abteilung Münster). Black-Veldtrup ist seit der Gründung der Kommission 1896 die erste Frau an der Spitze der Historischen Kommission. Die 1960 in Freiburg im Breisgau geborene Historikerin studierte in Freiburg, Münster und Canterbury Geschichte, Anglistik, Politologie und Pädagogik. 1993 wurde sie in Münster bei Joachim Wollasch promoviert, anschließend besuchte sie die Archivschule in Marburg. 1998 trat sie ihren Archivdienst im damaligen Staatsarchiv in Düsseldorf an, 2002 wechselte sie nach Münster.
Mit Reininghaus verlässt einer der profiliertesten Kenner der westfälischen Landesgeschichte den Vorstand der Kommission. Der 1950 in Schwerte geborene Historiker studierte Volkswirtschaft und Geschichte, nach dem Besuch der Archivschule Marburg war er zunächst im Westfälischen Wirtschaftsarchiv (zuletzt leitend) tätig, anschließend Leiter des Staatsarchivs Münster und von 2004 bis 2013 erster Präsident des neuformierten Landesarchivs NRW. Seine in die hunderte gehenden Publikationen behandeln insbesondere Fragen der westfälischen Wirtschaftsgeschichte. Als Autor wird Reininghaus der Kommission erhalten bleiben, gleich mehrere Bücher aus seiner Feder sind in Vorbereitung. Als Anerkennung für seine besonderen Verdienste hat die Mitgliederversammlung der Kommission Reininghaus zu ihrem Ehrenmitglied gewählt.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 13.4.2018

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