„Fremde.Heimat.Erinnerung“ – Szenische Ausstellung zur Zwangsarbeit im Siegerland

Es werden Infoplakate zur Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus im Siegerland gezeigt und 6 Monologe von fiktiven Figuren, die das Jugendensemble nach Recherchen zum Thema entwickelt hat und an mehreren Orten im Kirchenraum vortragen wird.

Im Anschluss findet ein Stadtgespräch statt, Thema „Was geht uns heute und in Zukunft das Schicksal der Zwangsarbeiter*innen im Siegerland an?“
Zugesagt für das Podium haben Björn Eckert (DGB-Jugend), Hannes Wagener und Niklas Kirschey (Jugendensemble Junges Theater), Klaus Th. Vetter (Ehrenpräsiden IHK Siegen), Dr. Jens Aspelmeier (Leiter Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen, Aktives Museum Südwestfalen, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes), Traute Fries (Ehrenvorsitzende Aktives Museum Südwestfalen), Dr. Astrid Grewe (Vorsitzende Gustav Heinemann Friedensgesellschaft), NN (Vertreter*in für den Austausch mit Osteuropa)- Moderation Peer Ball (Vorsitzender Junges Theater Siegen)

Absage des Siegener Forums am 17. Februar 2022

Aus organisatorischen Gründen müssen die Veranstalter des Siegener Forums den für Donnerstag, den 17. Februar 2022, angesetzten Vortrag von Herrn Dr. Molzberger „Sporthistorische Spurensuche vor Ort. Forschungsmöglichkeiten am Beispiel Siegen“ kurzfristig leider absagen. Die kommende Ausgabe des Siegener Forums soll dann im März 2022 wie gewohnt stattfinden.

Sonderausstellung „Das Skriptorium“ im Museum Wilnsdorf


Ab heute wartet im Museum Wilnsdorf eine neue Attraktion auf Besucherinnen und Besucher. „Das Skriptorium“ wird bis zum 20. März 2022 zu sehen sein und zeigt die mittelalterliche Buchherstellung in den Schreibstuben der Klöster vor der Erfindung des Buchdrucks. Die Sonderausstellung der Historikerin Dr. Alice Selinger lädt zu einer interessanten Zeitreise ein, bei der sich alles rundum das Buch und die Schrift dreht.

Besucherinnen und Besucher tauchen ein in die Welt der mittelalterlichen Skriptorien. Hier erfahren sie beispielsweise, mit welch außergewöhnlichen Materialien Bücher von Hand produziert wurden, wie aufwendig ihre Herstellung und welches Wissen dazu nötig war. Farben, Tinte und Bindemittel fertigte man aus Mineralien, Pflanzen und tierischen Stoffen, sogar Schildkrötengalle, Läuse und Grünspan wurden verwendet. Der Beschreibstoff Pergament wurde in einem aufwendigen Verfahren vorbereitet, als Schreibwerkzeuge dienten Kiel- und Rohrfedern. Auch die Bedeutung des Buches im Mittelalter wird in der Sonderausstellung auf interessante Weise präsentiert. Ergänzt wird die Ausstellung von Dr. Alice Selinger mit Exponaten aus dem eigenen Fundus des Museums Wilnsdorf. Weiterlesen

Ausstellung: „Nach August Sander. Menschen des 21. Jahrhunderts“

bis 29.5.22, Museum für Gegenwartskunst Siegen


August Sander (1876–1964) hat mit seiner Porträtsammlung „Menschen des 20. Jahrhunderts“ ein monumentales Lebenswerk geschaffen, das Fotogeschichte geschrieben und Generationen von Künstler*innen beeinflusst hat. Über Jahrzehnte porträtierte der in Herdorf bei Siegen geborene Fotograf Berufsgruppen und gesellschaftliche Schichten. Mehr als 600 Bilder versammelte er in fünfundvierzig Portfolios und organisierte sie in sieben Kategorien: Der Bauer, Der Handwerker, Die Frau, Die Stände (Berufsgruppen), Die Künstler, Die Großstadt (Stadtbewohner) und Die letzten Menschen, am Rande der Gesellschaft. Eine Auswahl wurde erstmals in der Publikation „Antlitz der Zeit“ (1929) zusammengefasst. Mit seiner Arbeit an einem Gesellschaftsporträt seiner Zeit entwickelte Sander nicht nur archetypische Bilder, sondern wollte das Wesen des Menschen in Beziehung zur Gemeinschaft untersuchen. Weiterlesen

Stilles Gedenken an Fred Meier und die Kreuztaler Opfer des Nationalsozialismus

Melvin Busch (links), Jugendtreffleiter, und der 14jährige Mika Neuhaus haben die Littfelder Stolpersteine wieder auf Hochglanz poliert und in Gedenken an die Opfer eine Rose niedergelegt.

Am 27. Januar wurde international der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In Kreuztal findet an diesem Tag seit vielen Jahren traditionell eine Gedenkstunde am Littfelder Fred-Meier-Platz statt, die von der Stadt Kreuztal und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland organisiert wird. Um mit Blick auf die aktuelle Infektionslage größere Ansammlungen zu vermeiden, wurde bewusst auf eine feierliche Gedenkstunde mit Redebeiträgen und Musikstücken verzichtet. Damit dennoch gemeinsam die Erinnerung an das Schicksal der 10 Kreuztaler Jüdinnen und Juden aufrechterhalten werden kann und um zusammen dafür einzustehen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt, hatten die Kreuztaler Ratsfraktionen, die Littfelder Dorfgemeinschaft, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Bürgermeister Walter Kiß vereinbart, am internationalen Holocaust-Gedenktag in aller Stille Blumen am Gedenkstein Fred Meiers in Littfeld niederzulegen. Weiterlesen

Aktive Museum Südwestfalen in Siegen öffnet wieder seine Türen

Nach mehr als zwei Jahren des Umbaus sind ein Wechselausstellungsraum und ein Seminarraum in der ersten Etage des Museums fertiggestellt. Mit einem umfangreichen Programm, zu finden auf der Homepage des Aktiven Museums, sollen die neuen Räume nun wieder Besucher:innen willkommen heißen.

Vom 30. Januar bis zum 27. März 2022 wird die erste Sonderausstellung zu sehen sein. Die Wanderausstellung „Un-er-setz-bar. Begegnung mit Überlebenden“, gestaltet vom Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt, erzählt die Geschichten von sieben Überlebenden des Holocaust. In Filminterviews berichten diese persönlich von ihrer Kindheit, von Lagererfahrungen und den Schicksalen ihrer Familien. Durch ihr Zeugnis ermöglichen sie nachfolgenden Generationen, einen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus zu finden. Zugleich formulieren sie eine Botschaft: Sie betonen die Wichtigkeit der Solidarität der Menschen untereinander für eine weltoffene Gesellschaft. Die Eröffnung findet am 30. Januar 2022 anlässlich des Tages zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Weiterlesen

VdA: Videomitschnitte zur Digitalen Fachveranstaltung online


Fulda. Am 22. September 2021 fand die erste Digitale Fachveranstaltung des Verbandes ddeutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) unter dem Motto „Weitermachen wie bisher? Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für Archive“ statt. Im Zentrum stand die Frage, ob beziehungsweise wie sich die Arbeit der Archive ändern muss, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Nun können die Videomitschnitte zum Impulsvortrag Visionen – Mein Archiv im Jahr 2050 von Dr. Fred J.W. van Kan (Geldersarchief, Arnheim)  und zur anschließenden Talkrunde Von der Vision zur Realität – Die digitale Welt und ihre Chancen und Herausforderungen für Archive auf unserer Website angesehen werden.“

Quelle: VdA, Aktuelles 13.1.2022

vertiefend ●neu ●interaktiv: Teil III der Ausstellungsreihe Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte


Vom 17. Januar bis 25. Februar wird die Ausstellungsreihe „Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte“ im Foyer des Kreuztaler Rathauses fortgesetzt. Bereits gezeigte Geschichte wird dann in anderer Räumlichkeit präsentiert und durch neu Hinzugekommenes erweitert. Bisher nicht zu Ende Geführtes hofft auf Ergänzungen durch die Interessierten: Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Die Geschichtswerkstatt Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte befasst sich mit bisher unsichtbarer oder ungeschriebener Geschichte der Frauen in der städtischen Historie und Gegenwart. Die Rechercheergebnisse werden in ein gleichnamiges Buchprojekt einfließen.

Vertiefend

  • Bauhaus Designerin Alma Siedhoff-Buscher
  • Autorin Tine Nell
  • Augenärztin Dr. med. Ursula Stoewer
  • Künstlerin Magdalene Stähler
  • Mutter der Waldwesen Lina Dolge
  • Speziallehrerin, Graphikerin und Schriftstellerin Maria Anders
  • Tabakwarengroßhändlerin aus Buschhütten-Langenau Erna Steffen
  • Tabakarbeiterin Lieselotte Mollenhauer

Neu

  • Jüdische Geschäftsfrau Johanna Rosenhelm und Schwestern
  • Sozialraumexpertin Hanife Bilge
  • Mobile Pflege Ilona Münker

Interaktiv

    • Hebammen:

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Save-the-Date: Konferenz Offene Archive vom 13. bis 15. Juni 2022 in Koblenz

Reblog von archive20 am 13. Januar 2022, Autor Tim Odendahl

Die Konferenz „Offene Archive“ kehrt 2022 zurück! Vom 13. bis 15. Juni treffen und vernetzen sich Archivar*innen und an Archiven Interessierte im Koblenzer Bundesarchiv, um über die Fortschritte der Öffentlichkeitsarbeit, Digitalität und Partizipation in Archiven (sprich: Offenen Archiven) zu diskutieren.

Die in der letzten Zeit stark vorangetriebene Digitalisierung der gesamten Gesellschaft bildet sich auch auf Archiven ab. Die Macherinnen und Macher der Konferenz schreiben sich auf die Fahnen, nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft von Archiven proaktiv gestalten zu wollen. Dabei ist insbesondere die Internationalität von Offene Archive eine ihrer Stärken.

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