
Quelle: Berliner Volks-Zeitung (Beilage Berliner-Familien-Zeitung Nr. 141), 21. Juni 1926
1926 verfasste Adolf Küthe folgendes „Manifest“ für eine Ausstellung im New Yorker Brooklyn Museum. Das maschinenschriftliche Original befindet sich im Archiv Katherine S. Dreier in der Yale University (Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Sig. YCAL MSS 101, b. 106, f. 2581):
„Am 6.9. 98 in Siegen geboren. Ich konnte malen, als ich mich entschloss, zu leben, ohne jene Schutzwände, mit denen eine verlogene Menschheit sich umgibt, um sich nicht selbst zu sehen. Im Sturm fand ich die Vertretung einer Lebensauffassung, der Leben Sein um des Seins willen, Selbstzweck bedeutet. Im März 1925 stellte Der Sturm zum ersten Male öffentlich meine Werke aus.“
Die bislang ausführlichste Biographie befindet sich im regionalen Portal „Widerspruch und Widerstand – Opposition gegen den Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein“.
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„Kaum ein nationalsozialistisches Konzentrationslager hat nach 1945 eine derart vielfältige Literatur hervorgebracht wie Buchenwald. Zu ihr gehören ideologisch bis heute umstrittene Bücher wie der antifaschistische Beststeller Nackt unter Wölfen, die hochkanonischen Romane wie Semprúns oder Kertész, weniger bekannte Romane wie Adlers Das Panorama oder Ferdinand Peroutkas Wolke und Walzer, eine Flut vergessener ‚grauer‘ Bericht-Literatur, frühe Versuche einer soziologischen, politischen oder psychologischen Deutung des Lagers. Ebenso wie das Konzentrationslager Buchenwald selbst ist diese Literatur international. Buchenwald versammelte Menschen aus fast allen Ländern Europas. Viele von ihnen wurden aus politischen oder rassischen Gründen deportiert, die nationale Grenzen überschritten. Die Literatur, die aus dem Lager hervorging, entstand also einerseits in nationalliterarischen Kontexten, bezog sich aber andererseits auf ein transnationales Ereignis, das sich mit transnationalen Fragen verband. Die Literatur des Lagers Buchenwald lässt sich daher nicht einfach nationalliterarisch einhegen. Trotzdem wies die Forschung in den letzten Jahren einen starken Zug zur nationalliterarischen Segmentierung auf, was auch dazu führte, dass sich die Wahrnehmung darüber hinaus nur auf sehr wenige kanonische Werke beschränkte. Der vorliegende Band versammelt Beiträge über die Literaturen, die an der europäischen Textgeschichte des Konzentrationslagers Buchenwald mitgeschrieben haben. “
Seit dem 27. April 2022 erinnert in der Banfer Ortsmitte ein Gedenkstein an die jüdische Familie Burg, die an diesem Tag ihren Heimatort verlassen musste, nach Zamosc deportiert und ermordet wurde. Auf einer Erinnerungstafel sind die Namen und Daten der Opfer eingraviert.