„Der Künstler mit dem schwarzen Hut“:

Sechste Jahresausstellung der Kreuztaler Kunstsammlung nimmt Walter Helsper in den Fokus

Bürgermeister Michael Kolodzig, Kurator Frank W. Frisch und Kulturamtsleiter Holger Glasmachers (v.l.) im „Wintergarten“ vor einigen Bildern des bekannten Siegerländer Künstlers Walter Helsper.

Die nun bereits sechste Jahresausstellung der stetig wachsenden Kunstsammlung Kreuztal konzentriert sich auf einen früheren „Außenseiter“ der Siegerländer Kunstszene: Walter Helsper werden in der historischen Gelben Villa in Dreslers Park gleich zwei Räumen gewidmet, um seine zahlreichen Zeichnungen, Malereien und Typographien der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab dem 01. März steht die Jahresausstellung immer am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr für Besucherinnen und Besucher offen – einzige Ausnahme ist der Ostersonntag – dann verschiebt sich der Öffnungstag um eine Woche auf den 12. April. Weitere Öffnungstage finden begleitend zum Kulturprogramm „KreuztalSommer“ statt. Der Eintritt ist immer kostenfrei.

Walter Helsper (1927 – 1992), geboren in Herdorf/Sieg, hat Zeit seines Lebens eine enge Verbundenheit zum Siegerland gepflegt – hier besuchte er die Malfachschule, arbeitete als Plakatmaler und Schaufenster-Dekorateur, richtete sich später ein eigenes Atelier in Siegen ein und fand Rückzugsorte in Wilnsdorf-Obersdorf und Netphen-Eschenbach. Die Verbindung zu seiner Heimat und der Natur wird auch in der Ausstellung spürbar: Im „Wintergarten“ der Gelben Villa werden vorwiegend Ölgemälde von Walter Helsper mit naturverbundenen Motiven gezeigt. Im angrenzenden „Atelier“ können Besucherinnen und Besucher eine spannende Auswahl an Grafiken, Zeichnungen und Monotypien des exponierten Künstlers sehen. Hier zeigt sich insbesondere die nachdenkliche, verarbeitende Seite des Künstlers, der sich spürbar in seiner Kunst mit seinen Kriegserlebnissen auseinandersetzt. Diese grotesk anmutenden und das Grauen des Krieges darstellenden Arbeiten waren damals in der Siegerländer Bevölkerung wenig positiv aufgenommen worden. Ein Rezensent unterstelle Helspers Werken anlässlich einer Ausstellung im Haus Seel im Jahr 1967 eine „ekelhafte Scheußlichkeit, die keineswegs mehr originell“ sei. Eine Äußerung, die den Kurator der Kreuztaler Kunstsammlung, Frank W. Frisch, nachhaltig verärgerte. Nun – fast 60 Jahre später – liegt es ihm besonders am Herzen, dem einst missverstandenen Siegerländer Künstler angemessenen Raum zu bieten und Besucherinnen und Besuchern Türen zur Kunst von Helsper zu öffnen – im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinn. …. Weiterlesen

Benutzung der digitalisierten NSDAP-Mitgliederkartei

Reblog: Günter Junkers, compgen-Blog v. 27.2..2027

NSDAP-Mitgliedskarte Wilfried Lückert, Quelle: National Archives, (Record Group 242: National Archives Collection of Foreign Records Seized, Series: Records Relating to Membership in the Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)),
A3340-MFOK: Number N0076

:Die Suche nach Personen in der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv Berlin erfolgt nur auf Antrag, der dann von Mitarbeitenden des Bundesarchivs bearbeitet wird. Ist eine Karteikarte vorhanden, werden Scans angefertigt. Im Rahmen von wissenschaftlichen und amtlichen Anfragen und für historische Bildungsarbeit kann die digitalisierte Kartei auch im Mikrofilm-Lesesaal in Berlin-Lichterfelde selbstständig benutzt werden, wobei bestimmte rechtliche Voraussetzungen und Verpflichtungen erfüllt werden müssen. Wegen der noch bestehenden personenbezogenen Schutzfristen ist eine Nutzung über das Internet oder für die genealogische Forschung nicht möglich.

Freie Nutzung im US-Nationalarchiv

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Lesung aus den Vincke-Tagebüchern mit dem münsterischen Schauspieler Markus von Hagen

Die Veranstaltungsreihe zum Abschluss der Edition „Die Tagebücher des Oberpräsidenten Ludwig Freiherrn Vincke“ gastiert am Donnerstag, den 19. März 2026, um 18:30 Uhr in der Siegerlandhalle, Foyer des Leonhard-Gläser-Saales, Koblenzer Straße 151, 57074 Siegen. Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Der erste Oberpräsident von Westfalen (1774–1844) war ein rastloser Beamter, der die Hälfte seiner Arbeitszeit vor Ort bei den Menschen in Westfalen und nur die andere Hälfte am Schreibtisch in Münster verbrachte. Vor Ort, also auch in Siegen, traf er Honoratioren und Industrielle, Kommunalpolitiker und einfache Leute. Er schob zahllose Projekte an, die den Menschen zugutekamen, so den Bau von Straßen („Chausseen“), die erste Eisenbahnstrecke in Westfalen über Hamm, die Verbesserung der Landwirtschaft, die lokale Wirtschaft, die Versorgung von Behinderten und vieles mehr. Seine Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen hielt er über 55 Jahre seines Lebens in seinem Tagebuch fest. So entstand ein intensives, lebensnahes und ursprüngliches Bild des Alltagslebens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wir wollen Sie mitnehmen in diese Welt: Der Schauspieler Markus von Hagen liest interessante und spannende Passagen aus dem Tagebuch, die Siegen und seine Bewohnerinnen und Bewohner betreffen. Eine kurze Einführung in das Leben und die Projekte Vinckes durch Prof. Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Leiterin des Landesarchivs NRW Abt. Westfalen und 1. Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen) ordnen die Passagen historisch ein. Im Anschluss wollen wir bei Wein, Wasser und Brezeln ins Gespräch kommen.
Die Tagebücher sind inzwischen in 11 Bänden von 2009 bis 2022 ediert worden und liegen gut lesbar vor. Herausgeber der Reihe sind die Historische Kommission für Westfalen, das Landesarchiv NRW und der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens e.V., Abt. Münster. Weitere Informationen zur Editionsreihe finden Sie hier.

Veranstalter: Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, Landesarchiv NRW, Historische Kommission für Westfalen, Universitätsstadt Siegen

Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Mitteilung v. 4.2.2026

Nachtrag v. 20.3.: Fotoeindrücke:

Literaturhinweis: „Quellen erzählen Geschichten: Politische Persönlichkeiten“

„38 kurze, informative Beiträge zu Politikerinnen und Politikern, zu denen Material im Landesarchiv liegt, so z. B. zu Helene Wessel, einer der „Mütter des Grundgesetzes“, zu Werner Eggerath, Ministerpräsident von Thüringen, oder Alfred Dregger, Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag.“

Landesarchiv NRW: Quellen erzählen Geschichten: Politische Persönlichkeiten, Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 99), ISBN: 978-3-932892-40-0, 163 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles vom 23.2.26 Weiterlesen

vhs culture: Designerinnen im Aufbruch: Von der „Neuen Frau“ zu modernen Gestalterinnen

Di. 17.03.2026, 19:00 – 20:00 Uhr, Online
Nicole Klemens M. A.

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank, 1923 (Nachbau, 1940er Jahre)
Foto: Kalan Konietzko

Die 1920er Jahre brachten Frauen neue Freiheiten – sichtbar in Mode, Möbeln und Typografie. Designerinnen wie Marianne Brandt oder Sonia Delaunay prägten das Bild der „Neuen Frau“ entscheidend. Doch ihre Entwürfe wurden oft unterschätzt oder männlichen Kollegen zugeschrieben.

Wir fragen: Wie veränderten Frauen die Designgeschichte – und welche Spuren ziehen sich von den Avantgarden der Moderne bis zu zeitgenössischen Gestalterinnen?

Der Link zum Web-Vortrag wird Ihnen einige Tage vor Veranstaltungsbeginn per Mail zugesandt.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Juliane Freiin von Bredow (1904 – 1998)

„ …. Man soll auch nicht übersehen, daß sich das Siegerland mehr und mehr zu einem Zentrum der Ausbildungsstätten entwickle. Es sei nicht ganz unmöglich, vielleicht schon in 20 Jahren, hier im Siegerland eine Universität zu haben. …“[1]

Peter Kunzmann weist in seinen Miszellen zur Geschichte der Siegener Universität auf den Redebeitrag Juliane Freiin zu Bredows hin. Sie ist die erste nachgewiesene Äußerung der regionalen Politik zur Ansiedlung einer Universität im Siegerland. Von Bredow wird damit zu einer der Gründungsmütter der Siegener Hochschule. Dies ist Grund genug zum heutigen Weltfrauentag einen kurzen Blick auf die Biographie zu werfen und angesichts all der noch auszuwertenden Quellen – Archiv Stift Keppel, Kreistagsprotokolle, weitere s. u. – zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Vita von Bredows einzuladen.

Tabellarischer Lebenslauf Weiterlesen

Literaturhinweis: Anne-Grit Becker (Hrsg.): Fest für die Augen. Die Welt von Rubens erkunden

„Wie lässt sich ein junges Publikum für einen Alten Meister begeistern? Im Zentrum dieses Bands stehen ausgewählte Druckgrafiken nach Peter Paul Rubens, die das Fest in seinen unterschiedlichsten Facetten vor Augen führen – von mythologischen Szenen über historische Ereignisse bis hin zu Zukunftsvisionen.
Hervorgegangen aus einem experimentellen Lehrprojekt in Kooperation mit dem Siegerlandmuseum erkunden die Beiträge der Teilnehmer*innen, an welchen Stellen sich die Welt von Rubens mit unserer eigenen Gegenwart berührt.
Essayistisch und lyrisch werden die Imaginationspotentiale der Bilddrucke entfaltet. Zur Sprache kommt, was überrascht und fasziniert.

Anne-Grit Becker (Hrsg.): Fest für die Augen. Die Welt von Rubens erkunden
Reihe Kunst, Bd. 30, Uschi Huber (Hrsg.), Siegen: universi 2025, 60 Seiten, zahlr. Abb.
ISBN 978-3-96182-206-5

Quelle: Verlagswerbung

s.a.Ausstellung: „FEST. Rubensgrafik II“

Wikipedia-Eintrag zu Gottfried Herbers (1863 – 1953)


Quelle: Gütersloher Jahrbuch Jg. 6 (1897), S. 117 – 149

Dieter Bald hat unlängst einen Wikipedia-Eintrag zu dem im Berleburg tätigen Pfarrer und Wittgensteiner Heimatforscher Gottfried Herbers vorgelegt.
Herbers´ 1893 in Berleburg erschienenen „Beiträge zur Geschichte Wittgensteins“ sind online verfügbar.

Online: Hörbuch „Jung-Stilling: Ein Umriß seines Lebens (2025)“

„Jung-Stilling: Ein Umriß seines Lebens“, die Vertonung des gleichnamigen Buches von Prof. Dr. Gerhard Merk. Dieses Hörbuch bietet eine ausführliche, fundierte und angenehm zugängliche Darstellung des Lebens und Wirkens von Johann Heinrich Jung-Stilling.

Eine angenehme und informative Lesung
Das Hörbuch wurde von Frau A. Liebig mit einer ruhigen und klaren Stimme vorgelesen, die das Werk in einer entspannten Atmosphäre erlebbar macht. Mit einer Laufzeit von etwa sechs Stunden ist es die ideale Gelegenheit, mehr über Jung-Stilling zu erfahren – ob unterwegs, zu Hause oder in ruhigen Momenten.

Ein umfassender Einblick in Jung-Stillings Leben

Prof. Gerhard Merk (c) Universität Siegen

Das Buch „Ein Umriß seines Lebens“, verfasst von Prof. Dr. Gerhard Merk, beleuchtet das Leben und Werk eines der bedeutendsten Gelehrten des 18. Jahrhunderts. Die Vertonung lädt dazu ein, die Vielseitigkeit Jung-Stillings als Schriftsteller, Arzt, Ökonom und Pädagoge besser zu verstehen.

Kostenlos verfügbar für alle Interessierten
Das Hörbuch steht Ihnen ab sofort kostenlos unter dem folgenden Link zur Verfügung:
Jetzt anhören
Quelle: Jung-Stilling-Gesellschaft, 16.1.2025

Online: Gerhard Schwinge: Jung-Stillings letzte Lebensjahre in Karlsruhe, 1806–1817.

Erinnerung an den Arzt, Wirtschaftsprofessor und religiösen Schriftsteller anlässlich seines 200. Todestags

Foto: Dr. Johannes Burkardt


Die Badische Landesbibliothek hat diesen 2017 in der Badischen Heimat (97(2017), 2, Seite 185-194) erschienenen Beitrag online verfügbar gemacht.
Abstract: Weiterlesen