Erster Stern für Siegener Regionale-Projekt „Zeit.Raum Siegen“

Große Freude bei allen Projektbeteiligten: Der REGIONALE-Ausschuss hat am Donnerstag, den 11. April, den Siegener Projektentwurf Zeit.Raum Siegen – Digitale Vermittlung von kultureller Bildung am Beispiel des Siegerlandmuseums mit dem ersten Stern ausgezeichnet.
Damit hat das Projekt der Stadt Siegen mit den Kooperationspartnern Universität Siegen, Förderverein des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses e.V. und dem Verein für Siegerländer Bergbau e.V. die erste von insgesamt drei Qualifizierungsstufen im Rahmen des Strukturförderungsprogramms erfolgreich durchlaufen.

„Großartig! Der erste Stern bedeutet für uns, dass wir mit unserer Projektidee auf dem richtigen Weg sind: ein fast vergessenes zeitgeschichtliches Bauwerk in Wert zu setzen und mittels moderner digitaler Vermittlungstechniken mit der Stadtgeschichte zu verknüpfen“, freute sich Bürgermeister Steffen Mues über die Entscheidung des REGIONALE-Ausschusses. Weiterlesen

Aufruf zur Mitmach-Ausstellung „Mein erstes Fahrzeug“

Bibliothek Neunkirchen sucht Ihre Erinnerungen

„Sie denken gern an Ihr erstes Fahrzeug zurück? Ob PKW, Drahtesel oder Mofa – sein erstes Gefährt vergisst man sicher nie. Wir, das Bibliotheksteam, suchen Ihre Erinnerungen daran: Modell, Farbe, besondere Kennzeichen, liebenswerte Macken, das schönste Erlebnis oder verrückte Begebenheiten. Schreiben Sie auf, was Ihnen dazu einfällt. Wir freuen uns auch besonders über ein Foto. Damit dieses nicht zu Schaden kommt, scannen wir es innerhalb weniger Tage ein und händigen es Ihnen dann schnell wieder aus. Auch ein Duplikat nehmen wir gern. Sollte ein digitales Bild vorliegen, dann können Sie dieses auch einfach an die unten
stehende E-Mail-Adresse senden. Die gesammelten Erinnerungen werden anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Großgemeinde Neunkirchen im Juni 2019 in der Bibliothek ausgestellt. Wir freuen uns auf Ihre Fotos und Geschichten! Es wäre schön, wenn durch Ihr Mitwirken eine bunte, umfangreiche Ausstellung zustande käme. Wir freuen uns auf Ihre Antwort.
Rufen Sie uns einfach an: 02735 / 767-190 (am besten montags 18 bis 19 Uhr) Oder schreiben Sie uns: Bibliothek Neunkirchen im Bürgerzentrum, Kölner Straße 174a, 57290 Neunkirchen oder bibliothek@neunkirchen-siegerland.de
Quelle: Neunkirchen Aktuell vom 10.4.2019

Freunde und Förderer besichtigten archäologische Fundstätte Gerhardsseifen

Bei einer Sonderführung besichtigten Gäste aus Politik, Förderer und Unterstützer die eisenzeitliche Verhüttungswerkstatt Gerhardsseifen in Niederschelden. (Foto: Stadt Siegen)

Zum Ende der archäologischen Grabungen an der Fundstätte „Gerhardsseifen“ in Niederschelden waren gestern zahlreiche Unterstützer und Förderer zu einer Besichtigung des Areals gekommen. Die Archäologen erläuterten den Gästen den einzigartigen Werkplatz aus der Keltenzeit wie dem frühen Mittelalter. Weiterlesen

Ausstellung „Anthonis van Dyck – Grafische Arbeiten aus dem Bestand des Siegerlandmuseums“

bis 16. Juni 2019
John, Count of Nassau-Siegen with his family, by Anthony Van Dyck
Anthony van Dyck [Public domain], Johann VIII. mit seiner Familie, 1634, Ashmolean Museum Oxford

„Anthonis van Dyck gilt als einer der bedeutendsten Meister des Barock. Seine künstlerische Begabung wurde früh erkannt. Bereits mit 19 Jahren arbeitete er als unabhängiger Maler hauptsächlich in Antwerpen. Als solcher kam er auch in die Werkstatt von Peter Paul Rubens, der die Fähigkeiten des jungen Mannes nach Kräften förderte. 1621 bis 1626 hielt sich van Dyck in Italien auf und perfektionierte dort seine Porträtkunst. Dann kehrte er in die südlichen Niederlande zurück, wo große meist pathetische Altarbilder entstanden. 1632 folgte er einem Ruf nach England. Bis zu seinem Tod im Alter von 42 Jahren arbeitete er als Hofmaler Karl I. in London, außerdem war er ein gefragter Maler der gehobenen Gesellschaft.

Im Siegerlandmuseum sind zahlreiche Werke des Flamen zu finden. Neben Gemälden aus der Werkstatt (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Porträt Johann VIII. von Nassau-Siegen, Bildnis Jan Wildens) besitzt das Museum fast 200 grafische Motive des Künstlers. Dazu gehören großformatige Blätter mit religiösen und mythologischen Motiven sowie die meisten Porträts der von van Dyck edierten Serie „Ikonografie“, einer Folge von Radierungen, die bedeutende Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts festhalten.“
Quelle: Siegerlandmuseum, Aktuelles
s.a. https://www.siwiarchiv.de/eine-entdeckung-aus-depot-des-siegerlandmuseums/

Ausstellung »Die Bauhausbücher: ein europäisches Publikationsprojekt des Bauhauses 1924-1930«

Quelle: Bestand der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Foto: Tobias Adam)

Heute, um 15 Uhr, findet in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar die Eröffnung der Ausstellung »Die Bauhausbücher: ein europäisches Publikationsprojekt des Bauhauses 1924-1930« statt.

In einer großen Schau werden die 14 Bände, die zwischen 1925 und 1930 in der Publikationsreihe des Münchner Albert Langen Verlags erschienen sind, für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht. Eine besondere Rolle spielen dabei die Schutzumschläge, die heute als Ikonen der Buch- und Umschlaggestaltung der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts gelten.

Im Jahr 1925 sind zunächst acht Bände der neuen Reihe erschienen, die alle zwischen 1923 und 1925 fertiggestellt worden waren. Bis 1930 folgten sechs weitere Bände. Die Reihe stellt mit Büchern bzw. Broschüren von Gropius und Moholy-Nagy sowie mit Publikationen der Bauhaus-Meister Kandinsky, Klee und Schlemmer zum einen die Arbeit des Bauhauses und seiner Künstler selber dar, zum anderen wirkte sie als Publikationsplattform für führende Stimmen der Moderne in Europa. So gehörten die Niederländer Theo van Doesburg, Piet Mondrian und Jacobus Johannes Pieter Oud genauso zu den Autoren der ersten Bände wie der Franzose Albert Gleizes und der Russe Kasimir Malewitsch. Sowohl inhaltlich als auch gestalterisch wurde die Reihe auf diese Weise zu einer einzigartigen Dokumentation der europäischen Moderne. Weiterlesen

Erlebnisführung: „Mittelalterlicher Altenberg“


Stadt Kreuztal in Kooperation mit dem Umweltpädagogen Daniel Rath und dem Verein Altenberg & Stahlberg e. V.
14.04.2019, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr)
Parkplatz Altenberg, Littfelder Straße (oben auf der Höhe), 57271 Hilchenbach-Müsen.

Auf der Passhöhe zwischen den alten Bergmannsorten Littfeld und Müsen wurden 1963-1984 die Überreste einer mittelalterlichen Bergbausiedlung freigelegt. Deren Bewohner betrieben im 13. Jh. Bergbau und verhütteten das gewonnene Erz, hauptsächlich Silber. Der Sage nach sollen zu viel Habgier und Geiz den Untergang der einst so wohlhabenden Siedlung ausgelöst haben. Die Führung gewährt Einblicke in den historischen Hintergrund und beschäftigt sich mit dem Leben auf dem Altenberg. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den natürlichen Gegebenheiten rund um den Siegerländer Bergbau.

Keine Anmeldung erforderlich
Kosten: freiwillige Spende
Tel.: 0173 7056238 (Daniel Rath)
www.umweltbildung-rath.de

Quelle: Stadt Kreuztal, Veranstaltungen

Vortrag „Die Eisenzeit im Wittgensteiner Land“

Öffentliche Verantstaltung zur Jahreshauptversammlung 2019 des Wittgensteiner Heimatvereins
Samstag, 13. April 2019, Beginn: 15 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus Schameder, Hauptstraße 5, 57339 Erndtebrück-Schameder
Referent: von Dr. Manuel Zeiler, wissenschaftlicher Referent,LWL Archäologie für Westfalen, Olpe

Die heutige Region des Wittgensteiner Landes wurde im Zeitraum zwischen 800 v. Chr. und der Zeitenwende – die Eisenzeit – erstmals umfassend besiedelt. Begehungen und einige archäologische Ausgrabungen bieten Ansätze, um das Siedlungswesen, die Glaubensvorstellungen und die Wirtschaftsweise der vorgeschichtlichen Menschen zu verstehen. Besonders faszinierend sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den benachbarten Landschaften wie Siegerland, Hochsauerland oder Nordhessen.

Autorenlesung und Bildvortrag: „Hoffnung auf ein besseres Leben“

– mit Heinrich Imhof
Reblog von Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. am 29. März 2019

Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. und KulturSiegen veranstalten am Donnerstag, 11.04.2019, um 19 Uhr eine Autorenlesung in der Städtischen Galerie Haus Seel in Siegen.

Heinrich Imhof, Autor des Buches „Hoffnung auf ein besseres Leben“, liest aus Auszüge aus seinem 560 Seiten umfassenden Werk, in dem von den Beweggründen für die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert und dem Versuch, in der neuen Heimat das Glück zu finden, berichtet wird. Anhand von akribisch recherchierten Einzelschicksalen wird ein bedeutender Aspekt in der Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen greifbar. Meist war es die schiere Armut, die zwischen 1712 und 1908 Menschen aus der Grafschaft Wittgenstein dazu veranlasste, nach Amerika auszuwandern. Imhof schildert anhand von oftmals erschütternden Einzelschicksalen die Umstände, die zu dem Entschluss, auszuwandern, führten. Dem Aufbruch, der ein Abschied für immer sein sollte, folgte oft eine regelrechte Schreckenswirtschaft an Bord eines Auswandererschiffes und der Aufbau eines neues Lebens in den Weiten des noch nicht zur Gänze erschlossenen Landes, wo Wittgensteiner von der Ostküste (z. B. im Ort Womelsdorf/Pennsylvania) bis zur Westküste, wo der aus Berleburg stammende Philipp Rudolf Klotz sein Sägewerk unter dem Namen Klotzmill in Shingletown/Kalifornien betrieb, ihre Spuren hinterließen.

Führungen zur Eisenverhüttung im Siegerland

Von den Kelten bis zum Mittelalter

Foto: LWL-Archäologie für Westfalen, Facebook-Account


Vor über 2.000 Jahren war das Siegerland eine blühende Region für Eisenproduktion. In den bislang größten bekannten Verhüttungsöfen ihrer Epoche in Europa gewannen keltische Hüttenleute große Mengen an Stahl. Archäologen gelang in Siegen nun ein Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigartigen großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung.

An der Fundstelle „Gerhardsseifen“ bei Siegen-Niederschelden konnten jetzt Nachweise dieser Siegerländer Eisenverhüttung freigelegt werden. Hier haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Deutschen Bergbau-Museums Bochum sowie der Ruhr-Universität Bochum in einem Kooperationsprojekt gleich zwei gut erhaltene Verhüttungsöfen ausgegraben. In direkter Nachbarschaft fanden sie zudem ein Schmiedeareal und große Mengen an Schlacken, die beim Verhüttungsprozess entstanden sind. Weiterlesen