Stolpersteinverlegungen in Siegen

1. August 2019

Auf Initiative und vielseitige Recherche des Aktiven Museums Südwestfalen werden die Steine für Frau Levi, Frau Dornseiffer und Herrn Reuter von Herrn Demnig in Kooperation mit dem Team des Stadtjugendrings Siegen e.V. im Siegener Stadtgebiet in die Bürgersteige verlegt. Die Aktion beginnt um 10.00 Uhr mit dem Ersatzstein für Bertha Levi in der Bahnhofstraße in Siegen. Anschließend wird um ca. 10.45 Uhr der Stolperstein für Herrn Karl Reuter in Siegen-Bürbach, Obere Dorfstraße 32, verlegt. Er wurde 1935 in die Heilanstalt Applerbeck eingewiesen, im März 1943 [? wg. Kommentar s. u.] nach Warstein verlegt und dort am 17.03.1941. ermordet. Gespendet wurde dieser Stein vom Heimatverein Bürbach.

Im Oval sind Theresia Dornseiffer geb. Nies und ihr Ehemann Rudolf Dornseiffer zu sehen. Das Foto ist aus dem Jahr 1929.
Quelle: Privatbesitz

Der 99. Gedenkstein wird um 11.30 Uhr dann für Theresia Dornseiffer in der Weidenauer Str. 28 in Siegen-Weidenau verlegt. Frau Dornseiffer wurde im Februar 1940 in die Heilanstalt Warstein eingewiesen, am 18. Juli 1941 nach Hadamar verlegt und dort im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten ‚T4‘ noch am gleichen Tag ermordet. Gespendet wurde dieser Stein von Ingrid Tielsch und Hanne Müller.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungen

Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte

Gründung einer Geschichtswerkstatt
Mittwoch, 07. August, 17.00 bis 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Kreuztal Treffen 1x monatlich, Folgetermine werden gemeinsam festgelegt.


Ziel ist es, das Leben und die Lebensbedingungen und Leistungen der Frauen vergangener Zeiten bis in die Gegenwart etwas genauer zu erforschen und aus dem Verborgenen ans Tageslicht zu bringen.

Bilder – Geschichten – Erlebnisse – Fakten: Wie sieht die Kreuztaler „FrauenStadtGeschichte“ aus?

Wer war früher eine Tochter dieser Stadt und wie sehen die Töchter dieser Stadt heute aus? Wussten Sie, dass zwei Kredenbacherinnen und eine Frau aus „Crombach“ 1653 als Hexen verbrannt wurden? 1920er Jahre in Kreuztal – Belle Epoque bei Dreslers? Was haben Frauen im Bergbau, in der Landwirtschaft, in den Kriegen geleistet und wie ist es ihnen ergangen? Weiterlesen →

Stolpersteinverlegung für Karl Dornseifer

5. August 2019, 11 Uhr, Kreisel Ernsdorfstraße / Zum Ameisenberg

„Der SPD-Stadtverband und die SPD-Fraktion Kreuztal verlegen am Todestag von Karl Dornseifer einen Stolperstein, um an den SA-Mord in Ernsdorf zu erinnern.
Bürgermeister Kiß hält die Ansprache, Pastor Thies Friederichs eine Andacht.“

Quelle: SPD Kreuztal, Aktuelles

Wanderung „Von der Dörnschlade zur Alten Schanze“

Tageswanderung (ca. 16 km) über das Kölsche Heck zur Wallfahrtskapelle, alten Grenzsteinen und Hohlwegen sowie den mittelalterlichen Schanzenanlagen
Sonntag, 28. Juli 2019, Treffen zur gemeinsamen Abfahrt (Bustransfer) 9.00 Uhr bei der Infotafel des SGV auf der Bleichewiese in Olpe.
Einkehr zum Abschluss im Gasthof „Alte Schanze“ in Hohenhain; Ankunft in Olpe bis spätestens 18.00 Uhr
Anmeldung ab sofort bis spätestens 25. Juli beim Wanderführer Gerhard Burghaus Tel. 02761 4857 mail: gerhardburghaus@web.de
Quelle: Heimatverein Olpe

Kann Tersteegen uns heut‘ noch was lehren?

Mit Vortrag, Exponaten und Liedern kam man in Schwarzenau dem Kirchenlieddichter näher

Knapp 50 Menschen versammelten sich am Montag in der Schwarzenauer Kirche, einen Abend lang sollte es hier um den Laienprediger, Schriftsteller, Kirchenlieddichter und reformierten Pietisten Gerhard Tersteegen gehen. Anlass dafür: dessen 250. Todestag in diesem Jahr. Dieter Kuhli, Laaspher Pfarrer und Vorsitzender des Theologischen Ausschusses im Kirchenkreis Wittgenstein, übernahm die Andacht am Anfang. Bei diesem Thema musste es natürlich eine Liedandacht sein: Das Gesangbuch-Werk „Brunn alles Heils, dich ehren wir“ hatte Dieter Kuhli dafür ausgesucht, anschaulich illustrierte der Laaspher darin seine Einschätzung: „Deshalb ist es nur folgerichtig, dass Gerhard Tersteegen zumindest in einigen seiner Lieder geradezu dichtet mit den Worten der Bibel.“ Dabei war Dieter Kuhlis Bild von Gerhard Tersteegen fest gefügt, das Bild von einem Mann, „dessen mystische Frömmigkeit nicht in die weltabgewandte Schwärmerei führt, sondern genau umgekehrt in die Tat, in die Zuwendung zum Nächsten“.

Aber wieso ist der Mann vom Niederrhein für unsere Breiten besonders interessant? Die Antwort gab der aus Bad Berleburg stammende Leiter der Abteilung „Ostwestfalen-Lippe“ des Landesarchivs NRW, Dr. Johannes Burkardt, in seinem Vortrag: „Auch das Siegerland und Wittgenstein gehörten zu Tersteegens Reisezielen. Eng verbunden war er der sogenannten ‚Gesellschaft der Kindheit-Jesu-Genossen‘ auf Schloss Hayn bei Hainchen, einer den Wittgensteiner Pietisten eng verbundenen Gruppe von Menschen. Mit ihnen stand er in Briefverkehr, und vermutlich wurde über die Schiene ‚Hayn‘ auch der Kontakt nach Berleburg hergestellt. Briefwechsel gab es mit dem Berleburger Hofarzt Samuel Carl, später auch mit der Berleburger Gräfinwitwe Hedwig Sophie. Die Briefe zeigen, dass ihm zahlreiche Personen der Wittgensteiner Pietistenszene bekannt waren und am Herzen lagen.“ 1736 besuchte Tersteegen Berleburg, auch in Schwarzenau war er. In einem detailreichen, gelehrten und dennoch kurzweiligen Vortrag porträtierte Johannes Burkardt den Mann, der am 3. April 1769 starb: „Tersteegen kann uns in einer zunehmend egoistischen und aggressiven Umwelt lehren, das Ego zurück zu stellen, dem anderen zuzuhören, Meinungsverschiedenheiten mit gegenseitigem Respekt auszutragen und Toleranz zu üben.“ Weiterlesen →

Ausstellung: Martin Lersch “Ich hätte gerne Rubens getroffen”

Martin Lersch und der Medici-Zyklus
Siegerlandmuseum, bis zum 08. September 2019

„1989 kam Martin Lersch, Enkel des Lyrikers Heinrich Lersch (1889-1936) das erste Mal nach Siegen. Zum 100. Geburtstag des Museums 2005 fertigte er drei Serien nach den verschiedenen Beständen und Räumen des Oberen Schlosses an. Jetzt hat der in Goch lebende Maler und Zeichner dem Museum eine Serie nach dem Rubens-Zyklus „Das Leben der Maria de Medici“ geschenkt. Der monumentale Gemäldezyklus befindet sich heute im Louvre. Das Siegerlandmuseum besitzt die beeindruckenden Kupferstiche aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Die strenge Linienführung der Stiche und die mit flüchtiger Feder gezeichneten Variationen von Martin Lersch stellen den besonderen Reiz der Konfrontationen dar. Martin Lersch hat alle ausgestellten Arbeiten dem Siegerlandmuseum geschenkt. Der Zyklus der Werkreihen nach Peter Paul Rubens ist für ihn damit abgeschlossen.“
Quelle: Siegerlandmusem, Sonderausstellung

Ausstellung „Landkarte meines Heimatortes“ in Wilnsdorf

Rathaus Wilnsdorf, bis 9. August 2019, montags – donnerstags 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags 8.00 bis 12.00 Uhr, Eintritt frei

Schülerin Emma Stellmacher setzte sich kreativ mit der Landkarte des Wilnsdorfer Ortsteils Wilden auseinander. © Realschule Wilnsdorf

„Reich verzierte Landkarten der Geschichte sind wahre Kunstwerke, die den Betrachter in die Welt der Fantasie und des seltsam bekannten Fremden entführen. Diese historischen Landkarten dienten Schülerinnen und Schülern der achten Klassen der Realschule Wilnsdorf als Vorlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit ihrem Heimatort. Die Gemeinde Wilnsdorf gibt den Jugendlichen im Rahmen der Reihe „Kunst auf der Treppe“ einen Raum, ihre Kunstwerke auszustellen.

Unter Anleitung von Geschichtslehrer Sebastian Weber erprobten Schülerinnen und Schüler mit Hilfe aktueller Luftbilder topografische und kartografische Fertigkeiten in verschiedensten künstlerischen Gestaltungstechniken, wie der Ornamentik und Kalligrafie, sowie dem detailgetreuen Zeichnen. Hierbei zeigten sie ein hohes Maß an Kreativität und Feinsinn. Diese individuellen und detailreichen Landkarten nehmen die Betrachter mit auf eine Reise durch die verschiedenen Ortschaften.“

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf, 26.6.2019