Westfälischer Archivtag 2017 in Hamm beschäftigte sich mit Fotos und Filmen

Fotos und Filme gehören zu den meistgenutzten Archivalien.
Foto: Stadt Hamm

Fotografien und Filme gehören zu den meistgenutzten Archivalien. Umso wichtiger ist es, sie auch für spätere Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Fotos und Filme in Archiven“ war gestern und vorgestern zentrales Thema des Westfälischen Archivtags. Mit rund 300 Teilnehmern aus ganz Deutschland ist die Veranstaltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Stadt Hamm das größte Treffen von Archivaren in Nordrhein-Westfalen.

Was für Bilder: Menschen, die 1989 auf die Berliner Mauer klettern, ein Fußballspiel vor kohleschwarzer Ruhrgebiets-Kulisse aber auch das im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Köln oder die brennenden Türme des World Trade Centers in New York: Bilder und Filme bleiben im Gedächtnis, wie es schriftliche Aufzeichnungen nie könnten. Wie können auch kleine Archive ihre Datenschätze erhalten und den Verfall des empfindlichen Materials verhindern? Welche Urheber- und Nutzungsrechte gilt es zu klären? Diesen und weiteren Fragen gehen die Experten im Rahmen des Westfälischen Archivtags nach. Weiterlesen

Wehmütige Erinnerungen an „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“

Letzte Veranstaltung fand wieder einmal großen Zuspruch

Sehr viele Besucher fanden jetzt den Weg ins Heimhof-Theater als es hieß: „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“. Bereits zum 8. und wie das Publikum mit großem Bedauern feststellen musste, zum letzten Mal, fand die beliebte Veranstaltung in Würgendorf statt. Wieder wurden interessante Fotos, alte Postkarten und Filme gezeigt. Wolfgang Schulze vom Film- und Videoclub Burbach hatte die Filme „Der Zeppelin über Burbach“ oder den alten Film über die Gemeinde Burbach digitalisiert und für die Nachwelt gerettet. Der Aufforderung, die Bilder zu kommentieren und eigene Geschichten zu erzählen, kamen die zahlreichen Gäste gerne nach, und es entstand – wie immer – eine gesellige Atmosphäre.

Am Ende gab es Blumen für die Organisatorinnen: Kulturbeauftragte Katrin Mehlich (li.), Seniorenbeauftragte Birgit Meier-Braun und Patricia Ottilie vom Gemeindearchiv (re.)

Zum Ende der Veranstaltung bedankten sich die drei Mitarbeiterinnen der Gemeinde, Patricia Ottilie, Birgit Meier-Braun und Katrin Mehlich, bei den vielen Kooperationspartnern wie z.B. dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen (Prof. Dr. Angela Schwarz und Tobias Scheidt). Sie dankten auch besonders der Film-AG unter der Leitung von Lehrer Andreas Stelzig der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen, die die Erzählcafés aufzeichneten. Einen großen Anteil am Gelingen der Veranstaltungen hatte der Film- und Videoclub Hellertal. Hier wurde besonders Wolfgang Schulze und Michael Diehl gedankt. Lob ging auch an den Heimatverein „Alte Vogtei“ und an den Heimatverein Würgendorf. Besonders hervor trat die Gerontologin Frau Barbara Kerkhoff, die die gesamte Damals-Reihe beratend begleitete. Weiterlesen

Findbuch zur Siegelstempel-Sammlung des Landesarchivs NRW in Duisburg online

Vor kurzem hat das Duisburger Landesarchiv das Findbuch zu seiner Siegelstempelsammlung online gestellt: „Der Bestand umfasst z.Zt. 525 SiegelstempelPetschaften, Pitschiere, Typare -, die ursprünglich zur Anfertigung von Wachs-, Lack- und Farbabdrücken unter Urkunden und Briefen verwendet wurden.
Die Sammlung beinhaltet Stücke unterschiedlichster Herkunft aus dem Spätmittelalter, der Frühen Neuzeit sowie der französischen Besatzungszeit. Es finden sich darin auch eine ganze Reihe Stempel aus den Jahren nach 1815/16 (preußische Rheinprovinz, Land Nordrhein-Westfalen). Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt in der Franzosen- und Preußenzeit.“
Unter der laufenden Nummer 54 befindet sich ein Stempel des Unterdirektorium Siegen im Großherzogtum Berg mit der Umschrift: GRAND DUCHÉ DE BERG . LE SOUS DIRECTOIRE A SIEGEN, das wohl zwischen 1806 und 1813 genutzt wurde.

Refugees Stories Collections – jede Geschichte zählt!

Bild (c) „refugees welcome“, Tilmann Koeneke-Hires.

Ein englischer Titel, drei Wörter und eine einfache Idee: Die Geschichten derjenigen zu sammeln, die seit Mitte 2015 nach Nordrhein-Westfalen geflüchtet sind. Mit dem „Refugee Stories Collection“-Projekt dokumentiert DOMiD so die aktuelle Situation dieser Menschen in Nordrhein-Westfalen. Es werden sowohl Hintergründe, Ursachen und Fluchtumstände erfragt, als auch die aktuellen Lebensumstände seit ihrer Ankunft in Deutschland beleuchtet. Weiterlesen

Historische Quellen aus vier Jahrhunderten

Jubiläumsband zum 75jährigen Bestehen des Westfälischen Wirtschaftsarchivs präsentiert verborgene Schätze zur Westfälischen Wirtschaftsgeschichte

Aus Anlass seines 75-jährigen Bestehens im Jahr 2016 hat das Westfälische Wirtschaftsarchiv (WWA) eine Quellenedition zur westfälischen Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte erarbeitet. Zehn Kapitel mit 352 Quellen auf 811 Seiten: Das sind die äußeren Fakten zu einem Buch, das eindrucksvoll auf die Vielfalt der Bestände des Archivs aufmerksam macht. Die älteste Quelle, ein Geschäftsbuch des Handelshauses Harkort, stammt aus dem Jahr 1674. Von hier aus spannt sich der Bogen bis zum Bau des Kernreaktors THTR-300 in Hamm-Uentrop, der 1983 den Testbetrieb aufnahm. Systematisch behandelt werden neben ausgewählten Persönlichkeiten der westfälischen Wirtschaft die Themen Kapital und Finanzmarkt, Technik und Produktion, Arbeit und soziale Lage, Märkte und Marktkommunikation, Handel und Versicherungen, Wirtschaft und Politik, Energie und Umwelt sowie Verkehr und Transport. Die Kapitel werden jeweils von ausgewiesenen Fachkennern befreundeter Universitäten eingeleitet, mit denen das WWA eng kooperiert. Weiterlesen

Urkundenselekt mit Digitalisaten online

Das Findbuch zum Bestand W 701 Urkundenselekt steht jetzt online samt Digitalisaten zur Verfügung.
Das Urkundenselekt des Landesarchivs NRW Abt. Westfalen in Münster umfasst 409 großformatige Urkunden mit einer Gesamtlaufzeit von 813 bis ins Jahr 1861. Aktuell handelt es sich um 194 Kaiser- und Königsurkunden, 42 Papsturkunden, 154 Privaturkunden und 19 Ablassbriefe.
In den frühen 1970er Jahren begann die Umbettung der großformatigen Urkunden in eigens gefertigte Kartons. Inzwischen läuft seit 2007 ein langfristig angelegtes Projekt „Urkundenumbettung“ für alle über 100.000 Urkunden der Abteilung Westfalen.
Die oben abgebildete Urkunde PRU 92 aus dem Jahr 1311 betrifft die Siegener Kirchengeschichte:
Johannes, Pastor der Kirche zu Siegen, eines Sohnes des gewesenen Advocatus Otto daselbst, Stiftung und Begabung des Altars V. Mariae Virg. in der Pfarrkirche S. Martini außerhalb der Mauern der Stadt Siegen. (Regest)
Quelle: Landesarchiv NRW, Facebook-Seite, Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Homepage

„Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren. Teil VIII“

Heimhoftheater, Sonntag, 26.02.201, 17:00 Uhr

Die beliebte Veranstaltung geht in ihre achte und letzte Runde. Wieder wurden viele Fotos und Postkarten aus vergangenen Tagen abgegeben, die nun digitalisiert den Besuchern gezeigt werden können. Filme wie beispielsweise „ Der Zeppelin über Burbach“ oder der alte Film über die Gemeinde Burbach werden vom örtlichen Film- und Videoclub präsentiert. Die Gäste sind eingeladen, die Bilder zu komentieren und ihre Geschichten zu erzählen.

Veranstalter: Kulturbüro Burbach, Senioren-Service-Stelle und dem Gemeindearchiv
Eintritt frei! Spenden werden erbeten!

Getränke und ein kleiner Imbiss stehen zur Verfügung.

Wüstungen im Altkreis Wittgenstein

Diese Karten mit den Wüstungen im Raum Wittgenstein im Früh- und Hochmittelalter wurden dem Kreisarchiv Siegen von privat überlassen. Die untenstehenden Anmerkungen wurden im Rahmen eines Praktikums von Lara Lengersdorf hinzugefügt.
Plan 1 Wolf

Araff

  • gehört zum Pfarrbezirk Aarfeld
  • bei Aarfeld im Arletal gelegen
  • Funde aus dem 9. un 10. Jahrhundert vor Ort
  • 1418: Godert v. Hatzfeld gibt die verpfändeten Dörfer Araff und Heiligershausen mit allem Zubehör an Johanns v. Wittgenstein
  • 1439: als Pfandschaft Wittgenstein zugesprochen und als wüst beschrieben

Territorialgeschichte S. 125, Zeitspuren S. 95, 107

Plan 2 Wolf Weiterlesen

Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel) in Westfalen und Lippe

Reblog von compgen.de (Link s.u.)

Am 07. Februar 2017 unterzeichneten im Landesarchiv in Detmold Wolfgang Bockhorst (WGGF), Marie-Luise Carl (CompGen) und Frank Bischoff (Landesarchiv NRW) den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Online-Erschließung der Juden- und Dissidentenregister (JuWel).

Die Juden- und Dissidentenregister in Westfalen und Lippe

Das Interesse des Staates am Personenstand erstreckte sich im 19. Jahrhundert zunehmend auch auf nicht-christliche bzw. nicht den Amtskirchen angehörende Personen, insbesondere Juden, Dissidenten und Quäkern. Die Einführung von Judenregistern variierte von Territorium zu Territorium: Im französischen Königreich Westphalen wurden für Juden gesonderte Zivilstandsregister geführt, im Großherzogtum Berg nicht. Im Bereich des zum Großherzogtum Hessen gehörenden ehemaligen kurkölnischen Herzogtums Westfalen galt die Verordnung von 1804, wonach die Pfarrer gesonderte Judenregister zu führen hatten. In Lippe wurde dies 1809 angeordnet. Auch in der preußischen Zeit ab 1815 war die Führung von Judenregistern unterschiedlich, bis 1822 und 1847 Regelungen zur einheitlichen Führung von Judenregistern getroffen wurden. Demnach mussten die Register der Juden an die Gerichte abgegeben werden. Ähnliches galt ab 1847 für Quäker und Dissidenten (»geduldete Religionsgemeinschaften«). Mit der Einführung des Standesamtswesens und der Personenstandsgesetze im Jahr 1874/75 endete die nach Konfessionen getrennte Registerführung. Weiterlesen

Richard Steuber (1887 – 1964) – und wer ist noch zu erkennen?

Kreisarchiv bittet um Mithilfe

Die Person rechts sitzend auf dem Foto ist Richard Steuber (1887-1964), langjähriger Bürodirektor der Verwaltung des Altkreises Siegen

Vor wenigen Tagen erhielt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein eine genealogische Anfrage und die Bitte die Personen, die auf der Fotografie abgebildet sind, zu identifieren. Vermutlich in der Mitte des Bildes sitzte der damalige Landrat des Kreises Siegen (Bourwieg oder Goedecke) – Aber wer sind ie übrigen Personen?

Zu Richard Steuber ließ sich Folgendes ermitteln: Weiterlesen